Nein zu Berufsverboten und Nein zur Bürgergeld-Reform!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zum Fakultätsrat ein, am Donnerstag, den 12.02.2026, ab 10 Uhr in Raum 1.19.

Folgende Themen bringen unsere studentischen Vertreter:innen ein:

Nein zur Regelanfrage!
Die Fakultät soll sich gegen die vom Hamburger Senat geplante Wiedereinführung der Regelanfrage beim Verfassungschutz für Bewerbungen in den öffentlichen Dienst aussrpechen. In den 70er und 80er Jahren hat diese zu zahlreichen Berufsverboten für Linke geführt, auch in der Sozialen Arbeit. So schützen wir die Demokratie nicht!

Stellungnahme zum Bürgergeld
Eine AG aus Mitgliedern der Fakultät hat eine Stellungnahme zum Bürgergeld erarbeitet, um die anstehende Reform zu kritisieren.
Die Stellungnahme soll an die sozialpolitischen Sprecher:innen der Hamburger Bürgerschaftsfraktionen, an die Wohlfahrts- und Sozialverbände und falls möglich an die Praxisstellen aus dem Bereich Existenzsicherung geschickt sowie auf der Webseite veröffentlicht werden.
Alles Akteure, die damit politisch weiter arbeiten können.

Alle Studierenden der Fakultät sind eingeladen teilzunehmen.
Kommt gerne dazu! Wir freuen uns über einen angeregten Austausch.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Petition und Kundgebung gegen Berufsverbote!

Liebe Kommiliton:innen,

der Hamburger Senat plant ab Januar 2026 die Einführung der Regelabfrage beim Verfassungsschutz für Bewerber:innen im öffentlichen Dienst – auch für studentische Hilfkräfte wie Tutor:innen. Damit droht die Rückkehr zu politisch motivierten Berufsverboten, Bespitzelungen und Gesinnungsprüfungen. 

Schon der Radikalenerlass von 1972 – ein unrühmliches Kapitel, das die Stadt noch vor wenigen Jahren selbst als Fehler bezeichnet hat – richtete sich gegen pazifistische, antifaschistische, sozialistische, kommunistisches und andere progressive Kräfte.

Dann müssen wir erst Recht für eine egalitäre, demokratische und zivile Gesellschaft streiten!
Als Fachschaftsrat sind wir Teil des Hamburger Bündnis gegen Berufsverbote und rufen zur Beteiligung an zwei Protestformen auf:

Kundgebung
Am 26. November will die Bürgerschaft über den Gesetzesentwurf beraten. Kommt zu den Kundgebungen gegen die Wiedereinführung der Regelanfrage durch den Verfassungsschutz!
Datum: Mittwoch, 26.11., 13 Uhr sowie 17 Uhr
Ort: Jungfernstieg

Petition
​Als Bündnis sammeln wir Unterschriften gegen die Einführung der Regelabfrage. Ihr findet die Unterschriftenliste vorne im Eingangsbereich und der Kontrabar sowie unter folgendem Link zum selber Drucken: https://gegen-berufsverbote.hamburg/wp-content/uploads/2025/11/20251107-Petition-Kein-Berufsverbot-4.3.pdf

Unterschreibt, nehmt Listen mit und sammelt selbst!
Volle Unterschriftenlisten könnt ihr in unser Postfach bis zum 01.12. einwerfen!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Aktiven-Treffen gegen die Wiedereinführung der Regelanfrage im Öffentlichen Dienst

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zum ersten Aktiven-Treffen gegen die Wiedereinführung der Regelanfrage im Öffentlichen Dienst ein, am Montag, den 21.07.2025, um 18:30 Uhr im Gewerkschaftshaus (Besenbinderhof 60, Raum St. Georg (9. Stock))

Die rot-grüne Regierung in Hamburg will die so genannte Regelanfrage im Öffentlichen Dienst (wieder) einführen. Menschen, die sich im öffentlichen Dienst bewerben, sollen auf ihre Verfassungstreue durch den Verfassungsschutz überprüft werden können.

Das kennen wir schon: Nach dem sog. Radikalenerlass von 1972 und den Berufsverboten war mehr als deutlich: Die Regelanfrage wendet sich gegen uns als Aktive, gegen zivilrechtliches Engagement. Es reichte, dass man an Demos teilgenommen hatte, den Kapitalismus ablehnte, andere kritische Auffassungen vertrat oder Antifaschist:in war.

Nachdem diese politische Praxis in den 80ern wieder beendet wurde, liegt das Thema nun wieder auf dem Tisch und reiht sich ein als ein weiteres gesellschaftliches Rollback der aktuellen politischen Entwicklungen.

Deshalb regt sich Gegenwehr:

Die rot-grüne Koalition von ihrem politischen Willen abzubringen, wird keine leichte Auseinandersetzung. Wir wissen: Gegen die Restriktion gegenüber einzelner Kolleg:innen hilft nur unsre Solidarität – denn gemeint sind wir alle.

Deswegen wollen wir uns zusammentun und laden alle Aktiven und Interessierten zu einem ersten Aktiven-Treffen ein – in der Perspektive, dass wir in Hamburg ein Bündnis gegen die Regelabfrage gründen.

Vorschlag zum Ablauf:

  • Sachstand: was ist bisher gelaufen?
  • Kurzer Austausch – Was steckt hinter den Planungen?
  • Sammlung von Aktionsideen
  • Gründungstermin eines Bündnisses

Gebt uns gerne Bescheid, ob ihr kommt unter: fb-b.hh@verdi.de

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Freude am Lernen statt Zwang zur Anwesenheit! Einladung zum Austausch mit Lehrenden im Departmentrat!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur nächsten Sitzung des Departmentrats ein, am Donnerstag, den 10.07.2025, ab 14:30 Uhr im Raum Alsterblick (10.27).

Immer wieder erreichen uns Berichte über unrechtmäßige Anwesenheitspflichten in Seminaren.

Wir haben deshalb einen Tagesordnungspunkt für die Sitzung des Departmentrats diesen Donnerstag angemeldet, um mit den Lehrenden in den Austausch zu gehen. Zum einen wollen wir die Beweggründe der Lehrenden versuchen zu verstehen, zum anderen aber auch die studentische Perspektive einbringen und nachvollziehbar machen. Denn es gibt viele legitime Gründe, warum wir nicht im Seminar sein können oder wollen, die eine Anwesenheitspflicht nicht löst, sondern ignoriert. Dazu zählen unter anderem ein zu hoher Workload im Studium, Care-Arbeit, Lohnarbeit, persönliche Verfassung und Gesundheit sowie die Inhalte und Didaktik der Seminare.

Entgegen manchen irrwitzigen Behauptungen hilft Anwesenheitspflicht nicht gegen die Unterfinanzierung der HAW, so funktioniert die Mittelvergabe schlichtweg nicht. Vielmehr ist die Einführung illegaler Anwesenheitspflichten ein Ausdruck fehlender Mittel, da die mit unbesetzten Stellen einhergehende Mehrarbeit und Überforderung der Lehrenden zu Unvermitteltheit führt und entsprechende Versuche der Problembewältigung nahelegt. Ganz im Gegenteil behindert die Anwesenheitspflicht also, dass wir uns zusammen mit Lehrenden und weiteren Beschäftigten für eine bessere Finanzierung einsetzen, weil sie vom wirklichen Problem (einer Verbesserung der finanziellen Lage von Hochschule und Studierendenschaft) ablenkt und gegeneinander aufhetzt.

Auf Probleme mit vermeintlichen, unvermittelten und restriktiven Lösungen zu antworten ignoriert nicht nur die Ursachen des Problems (fehlende Anwesenheit) und steht dem Auftrag Sozialer Arbeit diametral entgegen, sondern ist auch Teil der Rechtsentwicklung, die wir in der Gesellschaft aktuell erleben. 
Ein Beispiel: auch der Koalitionsvertrag sieht durch den Druck von Rechts vor, wieder stärker den Gedanken von Fördern und Fordern, also von Eigenverantwortung und Strafe, in der Arbeitslosenhilfe zu verankern. Das ist dieselbe Logik.

Dass mit der neuen Prüfungsordnung auch qualifizierte Atteste und damit der Einschnitt der Privatsphäre wieder eingeführt werden reiht sich darin nahtlos ein. Dies als Schutz vor Willkür des Prüfungsausschusses zu verkaufen ist nur die Verlagerung der Verantwortung der Hochschule auf die Studierenden.

Unser Ziel ist es, Lösungen zu finden, die für beide Seiten gut sind. Wir wollen eine Lern- und Studienkultur des Vertrauens und der Kooperation fördern, bei der wir gerne zum Seminar gehen – Zwang ist dafür kontraproduktiv.

Der Tagesordnungspunkt ist für ca. 16:00 Uhr angesetzt. Wir sind ab 14:00 Uhr im FSR-Raum, von wo aus wir gemeinsam zum Sitzungssaal gehen können.

Was sind eure Gründe, was sind eure Ideen? Kommt dazu und sprecht mit!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Tu was, Hamburg! 2. Kinder- und Jugendhilfegipfel

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zum zweiten, Kinder- und Jugendhilfegipfel Tu was, Hamburg! ein, am Freitag, den 04.04.2025, von 9-16 Uhr in der Patriotischen Gesellschaft von 1765 (Trostbrücke 6)!

„Die gesellschaftliche Lage ist geprägt von einer dramatischen Zunahme sozialer Ungleichheit, welche sich auch auf die Kinder‐ und Jugendhilfe auswirkt; die Budgets für Jugendhilfe, Bildung und Soziales stehen unter dem Druck von Schuldenbremse und steigenden Ausgaben für das Militär. Die sozialpolitischen Aufgaben wachsen, doch die Ressourcen fehlen. Nicht zuletzt eine gut ausgebaute und verlässlich finanzierte soziale Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien ist jedoch essentiell für die Umsetzung der Kinderrechte und die Weiterentwicklung einer demokratischen Gesellschaft.“

So hatten wir als Netzwerk am 3.5.2024 zum Kinder‐ und Jugendhilfegipfel unter dem Motto „Tu was, Hamburg!“ eingeladen und mit über 250 Personen über die aktuelle Lage und Handlungsmöglichkeiten für grundlegende Verbesserungen in den verschiedenen Feldern der Jugendhilfe diskutiert. Mit der verabschiedeten Resolution (https://tu-was-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/05/Resolution_Tuwas-Hamburg_A4.pdf) sind Forderungen an Bundesregierung, Hamburger Senat und weitere politisch Verantwortliche sowie die Kolleg:innen in der Jugendhilfe und alle Hamburger:innen gestellt worden, die hochaktuell geblieben sind.

Mit dem Kinder‐ und Jugendhilfegipfel am 4. April 2025 wollen wir an die aktuellen Debatten anknüpfen und dazu beitragen, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsame Handlungsperspektiven zu entwickeln. Es braucht sowohl die entsprechenden finanziellen Ressourcen für eine auskömmlich ausgestattete Kinder‐ und Jugendhilfe als auch einen gemeinsamen lösungsorientierten Diskurs für eine demokratische und emanzipatorische Ausgestaltung. Daran wollen wir gemeinsam weiter arbeiten!

Mit sechs verschiedenen Workshops (u.a. mit Basement e.V., Prof. Dr. Nikolaus Meyer (Uni Fulda), Kerstin Kubisch-Piesk (BAG ASD), Prof. Dr. Michael Klundt (HS Magdeburg-Stendal), Helen Vogel (SJD-Falken Hamburg), Dr. Wolfgang Hammer sowie Kollegen aus dem Fanladen St. Pauli und dem HSV-Fanprojekt) zu unterschiedlichen Herausforderungen der gegenwärtigen Jugendhilfe bzw. Sozialen Arbeit, einer Vollversammlung, moderiert von Burkhard Plemper, und einer Podiumsdiskussion zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe mit Dr. Dirk Bange (Sozialbehörde), Anja Post-Martens (VKJH), Ronald Prieß (AK Kinder, Jugend und Bildung der Patriotischen Gesellschaft), Klaus Wicher (SOVD), einem ver.di-Vertreter u.a. wollen wir an die Diskussionen, die wir bei den letzten Gelegenheiten geführt haben, anknüpfen.

Der Flyer mit dem ausführlichen Einladungstext sowie dem kompletten Programm ist hier abrufbar: https://tu-was-hamburg.de/?page_id=503
Wer gedruckte Flyer erhalten möchte oder Rückfragen hat, kann sich gerne per Mail an tu-was-hamburg@gmx.de wenden.

Die Teilnahme ist kostenfrei möglich. Für eine gute Planung bitten wir alle Interessierten um eine Registrierung/Anmeldung über die Homepage der Patriotischen Gesellschaft: https://www.patriotische-gesellschaft.de/veranstaltungen/tu-was-hamburg-kinder-und-jugendhilfegipfel-ii-2025

Wir freuen uns auf breites Interesse und vorwärtsweisende Diskussionen!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Für ein Recht auf Wohnen!

Wohnen ist ein fundamentales Menschenrecht und sollte als solches in der Verfassung verankert werden. Sicheres und angemessenes Wohnen ist die Basis für ein menschenwürdiges Leben, es fördert die persönliche Entfaltung und ermöglicht die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Der Zugang zu Wohnraum ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch Voraussetzung für Gesundheit, Bildung, Arbeit und wirtschaftliche Stabilität. Jeder Mensch, unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder Lebensumständen, sollte das einklagbare Recht auf eine Wohnung, die Schutz, Sicherheit und Geborgenheit bietet, erhalten.

Recht auf Wohnen garantieren! Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe

Liebe Kommiliton:innen,

in diesem Sinne laden wir euch herzlich zu folgenden Demonstrationen und Aktivitäten ein:

Demonstration „Offensiv für Wohnraum“ – Start am 05.12. um 17 Uhr auf dem Gänsemarkt
Die Wohnungskrise ist offenkundig. Die Mieten sind schon jetzt für viele nicht mehr bezahlbar. Stattdessen braucht es grundsätzliche Veränderungen und eine grundlegend andere Wohnungspolitik.Wir fordern einen Mietendeckel, einen besseren Kündigungsschutz, einen sozialverträglichen ökologischen Umbau, mehr gemeinnützigen Wohnungsbau, dauerhaft bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum, ein Ende der Spekulation mit Boden und Wohnungen durch Vergesellschaftung!

Demonstration „Solidarität statt Ausgrenzung“ – Start am 14.12. um 14 Uhr am Dammtor Bahnhof
Maßnahmen wie das Bettelverbot im HVV, die Überwachung und Verdrängung auf öffentlichen Plätzen oder die Bezahlkarte folgen einer Logik der Marginalisierung und Kriminalisierung von Menschen in prekären Lebenslagen. Stattdessen fordern wir sozialverträgliche Lösungen und eine Stadt, die allen Menschen Raum und Unterstützung bietet.
Es braucht bezahlbaren Wohnraum für Alle, die Umsetzung von Housing First und soziale Sicherheit für Alle statt Individualisierung von Armut!
Kommt auch vorab zur Bannermalakation am 09.12. ab 16 Uhr in der Kontrabar.

Petition „Ausfinanzierung des Studierendenwerks statt Preiserhöhung – Gemeinsam gegen die 13. Monatsmiete!“
Drei Viertel aller Studierender in Deutschland sind arm. Die anstehenden Mieterhöhungen in den Wohnheimen des Studierendenwerks – die eigentlich erschwinglich sein sollen – verschlimmern die Situation nur noch weiter. Das nehmen wir nicht hin. Wir fordern eine bessere Finanzierung des Studierendenwerks durch die Stadt Hamburg, um neue Wohnheimplätze zu schaffen, Mieten sowie Semesterbeitrag und Mensapreise deutlich zu senken!
Unterschreibt die Petition, verbreitet sie und macht mit: www.openpetition.de/!studiwerk
Kommt auch zur Bannermalakation und anschließender Party am 06.12. ab 18 Uhr im Wohnheim Margaretha-Rothe-Haus.

Kommt dazu!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Erhöhung des Semesterbeitrags? NEIN! Ausfinanzierung des Studierendenwerks JETZT!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch zum Protest auf die Vertreterversammlung des Studierendenwerks ein, am Donnerstag, den 30.05.2024, um 14 Uhr im Konferenzraum des Studierendenhaus (Von-Melle-Park 2)!

Immer weniger Menschen können sich ein Studium noch leisten. Dabei brauchen wir mehr und nicht weniger Wissenschaftler:innen, um für die weltweiten Probleme (u.a. Krieg, Armut, Klimakrise) Lösungen zu erforschen und umzusetzen.
Das Studierendenwerk sollte dafür die sozialen und kulturellen Grundlagen schaffen. Aktuell sollen aber von den Studierenden zusätzlich 5 Millionen Euro für das Studierendenwerk aufgebracht werden (über erhöhte Semesterbeiträge, Mensapreise und Wohnheimmieten), weil laut der Stadt nicht genug Geld für mehr öffentliche Zuschüsse da sei.
Dass sich die Stadt Hamburg rund 50.000 Millionäre leistet, während rund 70 % der Studierenden von Armut bedroht sind, ist eine korrigierbare politische Fehlentscheidung und kein Naturgesetz. Statt die Schere zwischen arm und reich weiter zu vergrößern und vielen das Studium zu verunmöglichen, ist eine Umverteilung von oben nach unten notwendig. Dazu gehört auch eine deutliche Erhöhung der öffentlichen Finanzierung des Studierendenwerks, um Beitragssenkungen für Studierende zu ermöglichen. Dass wir gemeinsam mehr erreichen können, haben wir bereits gezeigt: Aufgrund von Protesten durch Studierende, Hochschulleitungen und Beschäftigte des Studierendenwerks wurde 2022 erreicht, dass die Wissenschaftsbehörde den Fehlbetrag des Studierendenwerks für die Jahre 2023 und 2024 ausgleicht.

Kommt dazu und mischt euch ein!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Gedanken am 1. Mai 2020:                             „Solidarisch ist man nicht alleine!“

Jugendliche brauchen Freiräume!
Wie Perspektiven junger Menschen in Corona-Zeiten aus dem öffentlichen Blick entschwinden… – eine essayistische Betrachtung von Gunda Voigts

„„Jugendliche brauchen Freiräume“ – dieser Appell ist nicht neu, bekommt in Corona-Zeiten aber eine neue Dimension. Den 12- bis -18-Jährigen stehen gerade keinerlei gesellschaftliche Frei- oder Sozialräume zur Verfügung, die es ihnen ermöglichen würden, ihrem jugendlichen Leben nachzugehen. In dieser Altersphase ist es enorm wichtig, sich von der Welt der Eltern, der Lehrer*innen, der Erwachsenen abzusetzen, sich mit Peers zu treffen und gemeinsam Neues auszuprobieren. Wie soll das gehen, wenn für sie sämtliche Räume und Orte außerhalb der zudem sehr unterschiedlich aussehenden häuslichen Umgebung seit mehreren Wochen verschlossen bzw. im wörtlichen Sinne geschlossen sind?“

Den ganzen Text findet ihr im PDF

Stellungnahme des FSR Soziale Arbeit und Pädagogik zur aktuellen Situation

Studierende, Lehrende und Mitarbeitenden der HAW sind mit einer völlig neuen Situation konfrontiert: Neben Fragen rund um die Hochschule, um den Lehrbetrieb, die digitale Lehre und die Inhalte der Lehre, sind alle gezwungen, sich mit den erheblichen Einschränkungen des Alltags in Arbeit, Studium und Freizeit auseinander zu setzten.
Für die Studierenden wie Lehrenden bedeutet dies eine zusätzliche Belastung, wobei die zum Teil vorher schon bestandenen sozialen und finanziellen Nöte insbesondere auf Seiten der Studierenden extrem verschärft werden.
Kinderbetreuung, Jobverluste, BAföG-Unsicherheiten, fehlende technische Kommunikationsmöglichkeiten bilden dabei nur einige Faktoren. Dazu kommt, dass gerade in der Sozialen Arbeit einige Studierende bereits in der Praxis arbeiten und auch dort mit ganz neuen Herausforderungen zu tun haben, die notwendigerweise auch in Seminaren zu beraten wären- auch unter dem Aspekt, wie wir mit Praxisakteur*innen und Wissenschaftler*innen Maßnahmen und Handlungsoptionen in der Corona-Zeit entwickeln können.

Wir unterstützen die Forderungen der Hamburger LandesAstenKonferenz (LAK) und begrüßen ausdrücklich die Forderungen des Solidarsemesters (www.solidarsemester.de) und fordern den DepartmentRat sich ebenfalls für deren Umsetzung starkzumachen. 
Darüber hinaus möchten wir uns gemeinsam mit dem Departmentrat und Departmentleitung für folgende Forderungen einsetzen:
Des Weiteren fordern wir vom DepartmentRat und der Departmentleitung den Einsatz in nachstehenden Punkten:

Ökonomische Situation:
Viele Studierende sehen sich durch ausfallende Einnahmen und Arbeitsmöglichkeiten existenziell bedroht. 

  • Das BAföG muss weiter uneingeschränkt gezahlt wird – unabhängig davon, ob an Online-Lehre teilgenommen wird oder nicht
  • Der sog. von Senat und Studierendenwerk eingerichtete „Notfallfonds“ für Studierende ist eine Farce. Die darüber als Darlehen vergebenen 400 EUR reichen zum Leben nicht aus und liegt weit unterhalb von BAföG und Hartz IV. Wir fordern, dass es auch für Studierende pauschal einen Zuschuss von 1000 EUR pro Monat gibt, wie es z.B. der Nothilfefonds für Solo-Selbständige vorsieht.
  • Das Semester darf nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet werden. Auch auf der Immatrikulationsbescheinigung darf das „Coronasemester“ nicht als volles Semester erscheinen.
  • Drittmittelprojekte der Lehrenden sowie Zeitarbeitsverträge von Mitarbeitenden der Hochschule müssen weiter finanziert werden (mindestens um 6 Monate erweitert).

Lehre:
Die Hochschule ist in der Krise besonders gefordert. Gerade jetzt kommt es darauf an Rationalität und wissenschaftliche Argumente gegen populistische Stimmungsmache und jede Art der Alternativlosigkeit in den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs einzubringen. Dabei sind Adressat*innen Soziale Arbeit oftmals besonders von den sozialen Einschränkungen dieser Krise betroffen und wir sollten dafür streiten, dass auch die benachteiligten Menschen, die nicht im öffentlichen Fokus stehen, die würdige Lebensbedingungen und soziale Sicherheit erfahren.

  • Lebenswirklichkeiten der Studierenden und Lehrenden müssen ernst genommen werden:
  • Wir fordern eine kritische Reflektion der Online-Lehre. Dabei ist klar, dass sie keinesfalls die Präsenzlehre ersetzen kann. Sowohl didaktische als auch technischen Voraussetzungen müssen hier oft erst erarbeitet werden.
  • Anpassung von (Leistungs-)Nachweisen und ihre Reduzierung. Es muss umfangreiche Fristverlängerungen geben. Prüfungsversuche werden als Freiversuche gewertet.
  • Es muss ein kritisches Überprüfen des geforderten Lehrstoffs geben, ob dieser angemessen ist. Ein gemeinsamer mitgliederübergreifender Austausch darüber ist unabdingbar.
  • Die Einführung von Präsenzzeiten (Anwesenheitspflicht) ist auszusetzen. Das gilt entsprechend für Online-Veranstaltungen, die z.T. datenschutzrechtlich bedenkliche Kontrollen des Online-Verhaltens von Studierenden und Lehrenden ermöglichen.
  • Es dürfen Studierenden, die nicht an der Online-Lehre teilnehmen können, keine Nachteile für nicht erbrachte Leistungen entstehen.
  • Die Praktikumsvoraussetzungen für BASA und BABE sind anzupassen. Die BABE Studierenden sollen das Praktikum auch in früheren Semestern verblocken dürfen, es soll eine Reduzierung der Gesamtstunden sowie Ersatzleistungen ermöglicht werden. Es muss ein flexibler Umgang möglich sein. Für BASA muss es Regelungen geben, wie mit den 15 Tagen umgegangen wird.
  • Es soll nicht so getan werden, als hätten wir ein gewöhnliches Semester. Die Inhalte der Seminare müssen an die veränderten Bedingungen angepasst werden (z.B. SozRecht). Diese Aufgaben müssen die Lehrenden nicht allein bewerkstelligen. Hier sollten Studierende und Lehrende gemeinsam überlegen, wie Theorie und Praxis neu verzahnt werden kann und damit auch die Frage der Rolle und Aufgabe der Sozialen Arbeit diskutiert werden.
  • Sowohl Studierende als auch Lehrende sind auf Literatur angewiesen. Es sind längst nicht alle Medien digital verfügbar. Auch steht nicht allen die Möglichkeit zum Kaufen von Büchern und Literatur zur Verfügung (finanzielle Situation und Bestand in den Verlagen). Deswegen sollten die Bibliotheken sukzessiv wieder öffnen dürfen oder es muss eine Abholung für bestellte Bücher ermöglicht werden. Das Department stellt Gelder für ggf. weitere Hilfskräfte bereit, die die Bibliothek bei der Bestellsortierung und Abholung unterstützten.
  • Die Hochschule muss für Studierende wieder zugänglich sein. Dies schließt auch Räume zum Selbststudium mit ein. Denn viele Studierende wohnen prekär, oft auf engem Raum und/oder mit anderen zusammen. Zugang zu einem ruhigen Raum mit verfügbarem Internet ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit.

Demokratische Verständigung:
Gerade in der Krise bewähren sich demokratische Strukturen und ist Verständigung essenziell.

  • Sämtliche Gremien der HAW müssen wieder tagen (können). Räumlichkeiten sind dafür entsprechend herzurichten und die Möglichkeit für die Teilnahme per Videokonferenz geschaffen werden
  • Die Studierenden(-vertretungen) müssen an den Entscheidungsprozessen beteiligt werden
  • Es müssen gemeinsame Regelungen der Lehrenden für die digitale Lehre erarbeitet   werden.
  • Zu den Themen Lehre, Corona und Soziale Arbeit muss eine öffentliche Verständigung (Konferenz) einberufen werden.
  • Die Hochschulen müssen auch politische Forderungen stellen, wie z.B. die Ausfinanzierung der Hochschulen, um ein adäquates Lehrangebot zu entwickeln und durchzuführen, auch nach Corona-Zeiten.
  • Die Hochschule ist in der Pflicht, dem Druck auf Studierende sowie Lehrende entgegenzuwirken und Beratungszusammenhänge anzubieten, in denen sich ausgetauscht werden kann, wie der Druck minimiert werden soll.
  • Begründungen von Entscheidungen sind transparent zu machen.

Dressur zur Mündigkeit? Über die Verletzung von Kinderrechtenin der Heimerziehung

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Buchvorstellung Dressur zur Mündigkeit? Über die Verletzung von Kinderrechtenin der Heimerziehung ein, am Dienstag, den 11.02.2020, von 18:30 – 21:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr im Lichtmess-Kino (Gaustraße 25):

 „Es ist momentan noch offen, ob sich die Soziale Arbeit wieder verstärkt ‚in die Richtung einer Überwachungs- und Sicherungskultur zur Kontrolle, Ausgrenzung und Verfolgung problembeladener, armer und benachteiligter Randschichten der Bevölkerung und ihrer Kinder‘ entwickelt, oder „in die Richtung der Förderung ganzheitlicher, vielseitiger und pro-aktiver demokratischer Hilfesysteme, die mit Blick auf das Kindeswohl, das Eltern- und Familienwohl und das Gemeinwohl eine solidarische Kultur des Aufwachsen ermöglichen.“  (Reinhart Wolff, 2012)

Im Herbst 2018 fand in Hamburg das Tribunal über die Verletzung von Kinderrechten in der Heimerziehung statt. Dort haben Vertreter:innen aus Wissenschaft, Gewerkschaft, Praxis und Betroffene deutlich gemacht: Auch gegenwärtig werden Disziplinierungs- und Degradierungstechniken in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe angewandt.

Diese sind keine Ausnahmefälle, sondern ein Hinweis auf allgemeine Entwicklungstendenzen, welche eine wachsende Kultur der Kontrolle ebenso nachvollziehen, wie die Normalisierungserwartung im aktivierenden Staat. Zugespitzt bildet sich dies in behavioristisch geprägten Methodiken der Verhaltensmodifikation ab, z.B. die des sogenannten „Stufenvollzuges“ oder „Phasenmodells“. Die jungen Menschen werden hier zu Objekten der Erziehung gemacht und müssen vermeintlich erst „befähigt“ werden, um das Recht auf Teilhabe in der Gesellschaft zu erlangen: Voraussetzung ist die konforme Teilnahme innerhalb des Sondersystems.
Die wachsende Fokussierung auf individuelle Defizite und damit verbundene Verantwortungszuschreibung auf das Individuum drängen in den Hintergrund, was für eine kritische Soziale Arbeit konstituierend ist: der Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse und die Lebenswelten der Menschen darin.

Im Rahmen der Vorstellung des Ende 2019 erschienenen Sammelbands zum Tribunal wollen wir daher mit einigen der Autor:innen diskutieren:

Welche gesellschaftlichen Entwicklungen und sozialpolitischen Programmatiken befördern das Revival autoritärer Tendenzen und Ansätze in der Kinder- und Jugendhilfe? Wie können wir verhaltensmodifizierende Ansätze überwinden? Welche Praxis stellen wir diesen entgegen?

Dabei werden auch Ausschnitte aus der filmischen Dokumentation des Tribunals gezeigt.

Programm:

1. Begrüßung und Einleitung
Herausgeber:innen des Buches
2. Filmausschnitte aus dem Tribunal
Pause -15 Minuten
3. Podiums- Gespräch & Statements:
Tilman Lutz:
Fach- und sozialpolitische Kontexte
Fabian Fritz:
Ordnungspolitik und Soziale Arbeit.
Zum Verhältnis stationärer Wohngruppen
der Heimerziehung und der Polizei
weitere Autor:innen sind angefragt
4. Diskussion & gemeinsamer Ausklang
vor Ort gibt es die Möglichkeit an einer Bar Getränke zu erwerben

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat