Heraus zum 1. Mai!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Demonstration des DGB am Tag der Arbeit am Donnerstag, den 01.05.2025 einWeitere Informationen zum Ablauf findet ihr unten.

Zusammen mit dem Bündnis „Tu was, Hamburg!“ rufen wir alle (angehenden) Kolleg:innen aus der Sozialen Arbeit dazu auf, gemeinsam für würdige Löhne und gute Arbeitsbedingungen zu demonstrieren.

Während die aktuelle Politik mit Kürzungen und Sozialabbau Subventionen für Unternehmen, Aufrüstung und schließlich Krieg mitfinanziert, dürfen sich die Reichen über ihre Profite freuen. Der Slogan „Bei der Rüstung sind sie fix – für Bildung und Soziales tun sie nix!“ ist aktueller denn je.

Die Budgets für Jugendhilfe, Bildung und Soziales stehen unter Druck. Die Bedingungen in unseren Arbeitsfeldern sind vielfach geprägt durch Überlastung, Fachkräfte‐ und Stellenmangel, starke Personalfluktuation und hohen Krankenstand, strukturelle Unterfinanzierung, mangelnde betriebliche Mitbestimmung, fremdbestimmte Arbeitsverdichtung, übermäßigen Kontrolldruck und eine inhaltliche Ausrichtung auf Effizienz und Anpassung. Rund Dreiviertel aller Sozialarbeiter:innen denken, nicht bis zur Rente durchhalten zu können.

So ist es kaum möglich, wirksam zur Verhinderung, Lösung oder zumindest Minderung der sozialen Probleme beizutragen. Doch eine gut ausgebaute und verlässlich finanzierte soziale Infrastruktur ist grundlegend für eine demokratische Gesellschaft!

Deswegen: Kommt mit uns zur 1. Mai Demonstration. Wir laufen gemeinsam und sagen: Schluss mit Überlastung, Kürzungen und Sozialabbau – Für mehr Kolleg:innen, höhere Löhne, Abrüstung und soziale Verbesserungen!

Wir laden euch herzlich ein zu einem gemeinsamen Startpunkt von Studierenden und Kolleg:innen der Sozialen Arbeit:

beim Auftakt um 10:15 Uhr vor dem Lautsprecherwagen von ver.di.

Der Lautsprecherwagen befindet sich weiter hinten im Demozug und wird mit Bannern erkenntlich sein. Hier gibt es zum Auftakt und auch während der Demo einige Redebeiträge. Auch das Bündnis „Tu was, Hamburg!“ wird einen Redenbeitrag halten.

 Ablauf der Demo:

  • Auftakt 10:30 Uhr: U-Bahn Habichtstraße
  • Start Demo: 11:00 Uhr
  • Abschluss Kundgebung: 12:00 Uhr, in Barmbek (Museum der Arbeit)
  • Danach: Maifest auf dem Bert-Kaempfert-Platz mit Infozelten etc.

 Weitere Infos findet ihr hier: 1. Mai 2025 in Hamburg | DGB Hamburg

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

BAföG für Alle neu erkämpfen: Grundrechte auf Ausbildungsvergütung statt Armut per Gesetz!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zu Diskussionsveranstaltung BAföG für Alle neu erkämpfen: Grundrechte auf Ausbildungsvergütung statt Armut per Gesetz! ein, am Montag, den 28.04.2025, um 18:00 Uhr im Hörsaal Rechtshaus der Uni Hamburg (Rothenbaumchaussee 33). Der Referent ist Wilhem Achelpöhler, Fachanwalt für Verwaltungs- und Hochschulrecht, Mitglied im Republikanischen Anwaltsverein, IALANA

Die soziale Prekarität von Studierenden schreit zum Himmel. Seit Jahren bereits reicht das BAföG – die studentischerseits erkämpfte staatliche Förderung von Studierenden, Auszubildenden und Schüler:innen über 18 Jahren – vorne und hinten nicht zum Leben, geschweige denn zum aufgeklärt-kritischen Studieren.

Nun war das Bundesverfassungsgericht aufgerufen, diesem Umstand Abhilfe zu schaffen und zu entscheiden, inwiefern auch für Studierende das aus Art. 1 GG („Menschenwürde“), Art. 12 GG („freie Wahl von Beruf und Ausbildungsstätte“) und Art. 20 GG („Sozialstaatsgebot“) abgeleitete Recht auf ein lebens grundlagensicherndes Existenzminimum gilt.

Herausgekommen ist eine faktische Revision dieser grundgesetzlichen Ansprüche, da laut Gericht generell die Wahrnehmbarkeit von Grundrechten gar nicht materiell durch den Staat abgesichert werden müsse und Studierende, wollten sie nicht unter dem Existenzminimum leben, ihr Studium jederzeit auch abbrechen könnten und dann „Bürgergeld“- empfangsberechtigt seien.

So redet das Bundesverfassungsgericht nicht nur einer Regierungspolitik das Wort, die den antifaschistischen Charakter des Grundgesetzes seit längerem schon zugunsten der „Kriegstauglichmachung“ der Gesellschaft zu untergraben versucht. Es wird auch das BAföG als sozialstaatliche Errungenschaft eines verbindlichen Rechtsanspruchs auf ein lebensgrundlagensicherndes Existenzminimum für Studierende und Auszubildende in Frage gestellt – und damit die Sozialstaatlichkeit der Bundesrepublik prinzipiell.

Das verdient unseren entschiedensten Widerspruch. Das BAföG wurde im Zuge der 1968er-Bewegung erkämpft als rückzahlungsfreier, lebensgrundlagensichernder Vollzuschuss für alle Studierenden, Auszubildenden und Schüler:innen ab 18 Jahren. Alle sollten so in den Genuss des Rechts auf höhere Bildung kommen können. Dies geschah in dem Bewusstsein, dass die wissenschaftlich-qualifizierte Weltaneignung zudem von zentraler Bedeutung für die allgemeinwohlorientierte Entwicklung der ganzen Gesellschaft ist.

Insofern ist es als „BAföG für Alle“ heute mehr denn je neu zu erkämpfen. Diese Auseinandersetzung hat zugleich paradigmatische Bedeutung für die Verwirklichung der Menschenwürde als universellem Gleichheitsmaßstab, der unteilbaren Grundrechte in ihrem sozialen Gehalt und einer zivil orientierten, aufgeklärten Sozialstaatlichkeit zur realen Krisenlösung. Sie reicht damit weit über die Grenzen des universitären Rahmens hinaus.

In diesem Zusammenhang wollen wir mit Wilhelm Achelpöhler u.a. diskutieren: Wie ist das aktuelle BAföG-Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu deuten?

Was bedeutet es für die heutigen Auseinandersetzungen um eine sozial gerechte, staatliche Studienförderung?

Auf welches historische Rechtsverständnis der Grundrechte im Allgemeinen und des BAföG im Konkreten lässt sich dabei zurückgreifen, um die notwendigen Verbesserungen gesellschaftlich durchzusetzen?

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Swing-Semesterauftaktparty in der Kontrabar!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Semesterauftaktparty Swing gegen Rechts ein, am Freitag den 24.04.2025, ab 19 Uhr in der Kontrabar (Raum 0.15)

“Wer den Swing im Blut hat, kann nicht im Gleichschritt marschieren!”

Coco Schumann

Feiern gegen Rechts, geht das?
Ein Rückblick: In den 1930er Jahren entwickelte sich in Deutschland eine Jugendbewegung, die sowohl die Liebe zum amerikanischen Jazz-Swing wie auch eine oppositionelle Haltung gegenüber dem faschistischen Regime verband. Dabei war das gemeinsame Tanzen selbst schon kultureller Ausdruck davon, wie sie sich die Gesellschaft vorstellten: nonkonform, egalitär und kreativ – eine lebensbejahende Perspektive, die auch heute noch rechten Kräften ein Dorn im Auge ist!

Widerstand an der HAW?
Dieses Jahr feiern wir 80 Jahre Befreiung vom Faschismus. Gegen jede Form von rechter Ideologie und wachsende Militarisierung – für den 8. Mai als Feiertag! Diskutieren wir auf Partys genauso wie in Seminaren darüber, wie wir dazu beitragen können, die Gesellschaft zum Positiven zu verändern: Solidarität statt Konkurrenz, Nonkonformität statt Leistungszwang, Emanzipation statt traditioneller Rollenbilder!

Starten wir dafür gemeinsam ins Semester. Lasst uns zusammenkommen, feiern, tanzen, uns (neu) kennenlernen und den Verhältnissen trotzen!

Programm
19:00 Uhr Swing gegen Rechts: Partybeginn mit Einstiegskurs und flottem Swingtanz
20:30 Uhr Bingo mit verschiedenen lauten und leisen, historischen und aktuellen, nachdenklichen und auffordernden Protestsongs der Welt.
Anschließend DJ spinny spears: mit Musik der 80s/90s/00s!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat