Nein zu Berufsverboten und Nein zur Bürgergeld-Reform!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zum Fakultätsrat ein, am Donnerstag, den 12.02.2026, ab 10 Uhr in Raum 1.19.

Folgende Themen bringen unsere studentischen Vertreter:innen ein:

Nein zur Regelanfrage!
Die Fakultät soll sich gegen die vom Hamburger Senat geplante Wiedereinführung der Regelanfrage beim Verfassungschutz für Bewerbungen in den öffentlichen Dienst aussrpechen. In den 70er und 80er Jahren hat diese zu zahlreichen Berufsverboten für Linke geführt, auch in der Sozialen Arbeit. So schützen wir die Demokratie nicht!

Stellungnahme zum Bürgergeld
Eine AG aus Mitgliedern der Fakultät hat eine Stellungnahme zum Bürgergeld erarbeitet, um die anstehende Reform zu kritisieren.
Die Stellungnahme soll an die sozialpolitischen Sprecher:innen der Hamburger Bürgerschaftsfraktionen, an die Wohlfahrts- und Sozialverbände und falls möglich an die Praxisstellen aus dem Bereich Existenzsicherung geschickt sowie auf der Webseite veröffentlicht werden.
Alles Akteure, die damit politisch weiter arbeiten können.

Alle Studierenden der Fakultät sind eingeladen teilzunehmen.
Kommt gerne dazu! Wir freuen uns über einen angeregten Austausch.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Freude am Lernen statt Zwang zur Anwesenheit! Einladung zum Austausch mit Lehrenden im Departmentrat!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur nächsten Sitzung des Departmentrats ein, am Donnerstag, den 10.07.2025, ab 14:30 Uhr im Raum Alsterblick (10.27).

Immer wieder erreichen uns Berichte über unrechtmäßige Anwesenheitspflichten in Seminaren.

Wir haben deshalb einen Tagesordnungspunkt für die Sitzung des Departmentrats diesen Donnerstag angemeldet, um mit den Lehrenden in den Austausch zu gehen. Zum einen wollen wir die Beweggründe der Lehrenden versuchen zu verstehen, zum anderen aber auch die studentische Perspektive einbringen und nachvollziehbar machen. Denn es gibt viele legitime Gründe, warum wir nicht im Seminar sein können oder wollen, die eine Anwesenheitspflicht nicht löst, sondern ignoriert. Dazu zählen unter anderem ein zu hoher Workload im Studium, Care-Arbeit, Lohnarbeit, persönliche Verfassung und Gesundheit sowie die Inhalte und Didaktik der Seminare.

Entgegen manchen irrwitzigen Behauptungen hilft Anwesenheitspflicht nicht gegen die Unterfinanzierung der HAW, so funktioniert die Mittelvergabe schlichtweg nicht. Vielmehr ist die Einführung illegaler Anwesenheitspflichten ein Ausdruck fehlender Mittel, da die mit unbesetzten Stellen einhergehende Mehrarbeit und Überforderung der Lehrenden zu Unvermitteltheit führt und entsprechende Versuche der Problembewältigung nahelegt. Ganz im Gegenteil behindert die Anwesenheitspflicht also, dass wir uns zusammen mit Lehrenden und weiteren Beschäftigten für eine bessere Finanzierung einsetzen, weil sie vom wirklichen Problem (einer Verbesserung der finanziellen Lage von Hochschule und Studierendenschaft) ablenkt und gegeneinander aufhetzt.

Auf Probleme mit vermeintlichen, unvermittelten und restriktiven Lösungen zu antworten ignoriert nicht nur die Ursachen des Problems (fehlende Anwesenheit) und steht dem Auftrag Sozialer Arbeit diametral entgegen, sondern ist auch Teil der Rechtsentwicklung, die wir in der Gesellschaft aktuell erleben. 
Ein Beispiel: auch der Koalitionsvertrag sieht durch den Druck von Rechts vor, wieder stärker den Gedanken von Fördern und Fordern, also von Eigenverantwortung und Strafe, in der Arbeitslosenhilfe zu verankern. Das ist dieselbe Logik.

Dass mit der neuen Prüfungsordnung auch qualifizierte Atteste und damit der Einschnitt der Privatsphäre wieder eingeführt werden reiht sich darin nahtlos ein. Dies als Schutz vor Willkür des Prüfungsausschusses zu verkaufen ist nur die Verlagerung der Verantwortung der Hochschule auf die Studierenden.

Unser Ziel ist es, Lösungen zu finden, die für beide Seiten gut sind. Wir wollen eine Lern- und Studienkultur des Vertrauens und der Kooperation fördern, bei der wir gerne zum Seminar gehen – Zwang ist dafür kontraproduktiv.

Der Tagesordnungspunkt ist für ca. 16:00 Uhr angesetzt. Wir sind ab 14:00 Uhr im FSR-Raum, von wo aus wir gemeinsam zum Sitzungssaal gehen können.

Was sind eure Gründe, was sind eure Ideen? Kommt dazu und sprecht mit!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Gute Studien- und Arbeitsbedingungen an der Hochschule – statt Unterfinanzierung mit Hacker-Angriff!

Liebe Kommiliton:innen,

auf der heutigen Sitzung der Fachschaftsrätekonferenz haben wir zusammen mit den anderen Fachschaftsräten der HAW eine gemeinsame Stellungnahme zum Cyberangriff formuliert, mit der wir mit der HAW in die Diskussion um Verbesserungen gehen werden!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat


Die HAW Hamburg ist infolge der dauerhaften Unterfinanzierung pleite und dadurch zur leichten Beute von Hackern geworden. Durch das sicherheitshalbere Herunterfahren sämtlicher IT-Systeme waren die Studierenden von sämtlichen studienrelevanten Unterlagen und Lernmaterialien abgeschnitten, was gerade in der aktuellen Prüfungsvorbereitungsphase äußerst unpassend ist. Das schreibt auch die HAW auf Ihrer Website zu dem Angriff:
„Hausarbeiten und Abschlussarbeiten (BA- und MA-Thesen) können bis zu drei Wochen später abgegeben werden, da es aktuell schwieriger ist, an benötigte Lernmaterialien, Fachliteratur und Informationen zu gelangen.“ Zusätzlich fielen sämtliche Kommunikationswege durch den Cyberangriff weg, sodass es tagelang nicht möglich war mit den Zuständigen und Lehrenden in Kontakt zu treten. Auch dies trug unmittelbar zur Verunsicherung der Studierenden bei und schuf zusätzlich Unklarheiten bezüglich der aktuellen Vorgänge.

Es ist gut, dass die Zuständigen an der Hochschule erste Konsequenzen durch Entlastungen für Studierende bei den Prüfungen aus der neuerlichen Verschärfung durch den Cyberangriff der bereits bestehenden gesellschaftlichen Krisenlage (Inflation, Corona-Folgen, Krieg, Klima, Unterfinanzierung öffentlicher und sozialer Einrichtungen, …) ziehen. An diesem Punkt dürfen wir als Hochschule jedoch nicht stehen bleiben.

Damit die Studienmöglichkeiten und der Studienerfolg nicht noch weiter eingeschränkt werden, haben wir als Vertretungen der Studierendenschaft am 10.01. weitere Anpassungen für die aktuelle Prüfungsphase wie u.a., dass sowohl Fehlversuche nicht gezählt werden als auch ein zweiter Prüfungszeitraum stattfindet, angemahnt und deren Notwendigkeit dargelegt (siehe Anhang). Denn längst nicht alle Studierenden konnten sich auch nur halbwegs adäquat auf die Prüfungen vorbereiten oder können es sich leisten das Studium zu verlängern.

In den verschiedenen Departments (Fachbereichen) wurde unterschiedlich reagiert – oft mit Verständnis, manchmal aber auch nicht. Der Verweis seitens der Zuständigen darauf, dass auch den Beschäftigten die Kapazitäten für den Mehraufwand fehlen, ist zwar nachvollziehbar, aber trotzdem unzureichend. Die Hochschule und damit auch die Stadt Hamburg sind verpflichtet, Studienbedingungen zu schaffen, in denen es Studierenden möglich ist im vorgesehenen Zeitraum erfolgreich ein Studium abzuschließen. Um dem gerecht zu werden stehen beide in der Pflicht, auch kurzfristig entsprechend zusätzliche Ressourcen bereitzustellen. Das kann nicht durch zusätzliche Belastungen der Beschäftigten geschehen, wie es aktuell der Fall ist, sondern auch diese brauchen dafür Unterstützung.

Hier rächt sich die „Sparpolitik“ der letzten Jahrzehnte, die am Ende immer zu Verteuerungen und qualitativen Verschlechterungen geführt hat. In einer Zeit, in der die Politik sich nicht in der Lage sieht, die gesellschaftlichen Krisen zu lösen, sollten insbesondere Strukturen, die wesentlich zur Lösung und Bewältigung der Krise beitragen können (u.a. Bildung, Gesundheit, zivilgesellschaftliche Strukturen wie soziale und kulturelle Einrichtungen), großzügig und dauerhaft ausgestattet werden, statt sie kurzsichtig zu verschleißen. So werden Hochschulen seitens der Politik strukturell darin eingeschränkt, ihr enormes Potential zur Beantwortung der brennenden Fragen der Zeit so einzusetzen, wie es gesellschaftlich dringend erforderlich ist: Zum Beispiel ist gegen den Pflegenotstand ein starkes krankheitspräventiv-gesundheitsförderliches Gesundheitssystem aufzubauen und gegen die Klimakrise können wir mit innovativen und effizienten technischen und organisatorischen Lösungen beitragen. Die Studiengänge der HAW könnten dazu wesentlich beitragen, wenn entsprechende Strukturen geschaffen würden.

Zusätzlich werden die öffentlichen Hochschulen durch die “Sparpolitik” vulnerabler für Cyberangriffe, wie sowohl durch die jetzige als auch durch frühere ähnliche Situationen (bspw. die Universität Duisburg-Essen) sichtbar wird. Der Spiegel schrieb am 12. Januar auf seiner Website dazu:
„Viele Hochschulen seien chronisch unterfinanziert, so der Sozialwissenschaftler, und damit generell »überforderte Organisationen«. Weil die Beschäftigten oft »hinterherhecheln, um den Normalbetrieb aufrechtzuerhalten«, hätten sie in der Regel nicht die nötigen Kapazitäten, um sich mit Blick auf die Organisation von Lehr- und Prüfungsveranstaltungen auch noch auf Cyberattacken vorzubereiten.“ (Silke Fokken, »Absolute Krise« – Wenn ein Cyberangriff eine Hochschule ausknockt)

Aus der Corona-Pandemie können wir lernen: Bereits damals hat sich als hoch problematischgezeigt, dass das Studium extrem auf Prüfungen (insb. Klausuren) fokussiert ist und regelmäßig mit Existenzängsten, verengtem Blick und tendenziell unsozialem Verhalten einhergeht. Nun werden erneut das vielfältige Wissen und die Kompetenzen der Hochschulmitglieder nicht für die Überwindung der Krise und ihrer Ursachen) eingesetzt, sondern unter noch schlechteren Bedingungen als ohnehin schon (Personal- und Raummangel) Klausuren und andere Prüfungen organisiert und durchgeführt. Die starke Verschulung des Studiums mit Prüfungsfokus wird den Möglichkeiten einer Hochschule bei weitem nicht gerecht. Mit Konzepten wie forschendem Lernen oder Projektstudium lässt sich Studium so gestalten, dass Studierende wie Lehrende ab dem ersten Semester zur Verbesserung der gemeinsamen Lebensbedingungen und dem Lösen von gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen. Ein Teil der dafür benötigten Kapazitäten wird schon dadurch frei, wenn sich Studierende wie Lehrende auf die relevanten Fragestellungen konzentrieren können und Kooperation praktisch erproben, statt sich mit hohem Aufwand dem wenig produktivem Prüfungsgeschehen zu widmen.

Um die Lasten der gesellschaftlichen Krise und des Hackerangriffs nicht auf dem Rücken der Studierenden auszutragen, ist daher ein erster Schritt, unseren Forderungen zu den Prüfungen oder gleichwertiger Alternativen zu entsprechen und die Hochschule und die Beschäftigten finanziell und personell dazu in die Lage zu versetzen. Gleich danach gilt es die notwendigen Studienreformen auf den Weg zu bringen und eine solide Finanzierung dauerhaft sicherzustellen.

Gez. Fachschaftsrätekonferenz der HAW Hamburg (fsrk-haw-hamburg@outlook.de)
Hamburg, den 27.01.2023

Offener Brief für die Öffnung aller Hamburger Hochschulen in geschützter Präsenz

An die Hochschulleitungen der Hamburger Hochschulen, An die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke,

als Fachschaftsräte und Studierende verschiedener Hamburger Hochschulen, als aktiver Teil der studentischen Selbstverwaltung und Mitglieder der Hochschulen fordern wir den Übergang zu geschützter Präsenzlehre im Sommersemester 2021. Als wissenschaftliche Einrichtungen tragen Hochschulen die Verantwortung, ihre Forschung und Lehre im Sinne des Allgemeinwohls auszurichten. Dazu gehört die (Aus-)Bildung mündiger Persönlichkeiten, die kritische Reflexion von gesellschaftlichen Missständen, sowie die Entwicklung konstruktiver Lösungsansätze – gerade in Krisenzeiten. Um zur Verwirklichung dieser Ziele beizutragen, sind sie demokratisch verfasst und brauchen adäquate Bedingungen wie den aktiven Austausch zwischen allen Mitgliedern der Hochschule.

Zentrale Voraussetzungen für psychische und physische Gesundheit im Weltmaßstab sind der Zugang zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung und gesunder Nahrung, soziale Sicherheit, angemessene Wohnverhältnisse, Zugang zu Kultur, Bildung und demokratischer Mitgestaltung und der produktive Austausch mit anderen Menschen. Voraussetzungen, die gesellschaftlich hergestellt werden müssen. Als Hochschulen ist es unsere Aufgabe dazu beizutragen, dass wir als Menschheit einen Schritt vorankommen bei der Bekämpfung von Krankheiten und der Realisierung der Menschenrechte. Keine Aufgabe ist zu groß, als dass sie nicht durch kollektives Engagement gelöst werden kann. Die fortgesetzte Schließung der Hochschulen bremst.

Wir möchten in diesem Zusammenhang exemplarisch an die Leitbilder für Lehre erinnern, die sich die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und die Universität Hamburg gegeben haben:

„Von der Universitätsleitung wird erwartet, dass sie die Rahmenbedingungen für gute Lehre mit dem Ziel sicherstellt, die Universität für alle Menschen als einen Ort lebenslangen Lernens zu erhalten und weiter zu entwickeln.“ (aus dem Leitbild universitärer Lehre der Universität Hamburg)

„Wir leben eine demokratische und friedliche Kultur, in der wissenschaftliche Kritik, ethische Reflexion sowie der gesellschaftspolitische Bezug die Themen und Prozesse akademischen Lernens durchdringen. Unsere Hochschule ist ein Ort, an dem sich Menschen mit ihren unterschiedlichen Perspektiven offen begegnen.“ (aus dem Leitbild für Bildung, Studium und Lehre der Hochschule für Angewandte Wissenschaften)

Die entsprechenden Hygienekonzepte für die Wiedereröffnung der Hochschulen liegen seit vielen Monaten vor, sind teilweise erprobt und können um Schnelltests und um den Einbau von leistungsfähigen Luftreinigungsanlagen ergänzt werden. Eine Verlängerung der Schließung der Hochschulen ist vor diesem Hintergrund unverantwortlich und schlichtweg schädlich.

Die Möglichkeiten für geschützte Präsenz im Sommersemester 2021 müssen sorgfältig genutzt und ausgebaut werden. Wir fordern Sie daher auf, einheitliche Standards für die Hamburger Hochschulen zu schaffen und umzusetzen:

1) Präsenzlehre im Sommersemester muss ermöglicht werden.
Für studiengangrelevante Lehrformate müssen Präsenzveranstaltungen mit Hybrid-Optionen angeboten werden. Dazu zählen Labore in den Naturwissenschaften und technischen Studiengängen, genauso wie Seminare in den Sozial-, Geistes-,
Kulturwissenschaften. Für die Umsetzung in Präsenz- und Hybridformaten sollten kreative Lösungen erarbeitet werden.

2) Orientierungseinheiten müssen in Präsenz stattfinden dürfen.
Eine angemessene Orientierung an der Hochschule, im Studiengang und unter den Kommiliton*innen gelingt nur in Präsenz. Die Durchführung von Orientierungseinheiten in geschützter Präsenz muss ermöglicht und unterstützt werden.

3) Bibliotheken und Lernräume müssen sofort geöffnet werden.
Der Zugang zu Literatur und angenehme räumliche Arbeits- und Lernbedingungen sind zentrale Voraussetzungen für ein Hochschulstudium. Der Zugang zu Bibliotheken und Gebäuden mit entsprechenden Einzel- und Gruppenarbeitsräumen ist zu den regulären Öffnungszeiten der Gebäude zu gewährleisten.

4) Arbeitsinfrastruktur und soziale Infrastruktur müssen bereitgestellt werden. Angemessene räumliche und technische Bedingungen für ein sinnvolles Studium können nicht vorausgesetzt werden. Geöffnete Mensen, der Campus als Ort der Begegnung, öffentliche Computerarbeitsplätze und Druck- und Kopiermöglichkeiten sind ebenso notwendige Bedingungen für ein inklusives und produktives Studium wie der Zugang zu den entsprechenden Lernplattformen.

5) Gremien müssen in Präsenz tagen können, Fachschaftsratsbüros sind zu öffnen. Die Arbeit in den Gremien der akademischen und studentischen Selbstverwaltung, wie beispielsweise in den Fachschaftsräten ist das konstitutive Element der demokratischen Hochschulorganisation. Dort werden die Belange der Mitglieder der Universität diskutiert und vertreten. Sie müssen in Präsenz stattfinden können, da nur so ein konstruktiver Austausch möglich ist.
Bei der Gestaltung der Öffnung der Hochschulen wollen wir gerne durch unsere Gremienarbeit mitwirken, wir fordern Sie ebenfalls dazu auf. Um gemeinsam zu beraten und zu diskutieren, wie wir unserer Verantwortung als Hochschulen in dieser Zeit gerecht werden können bitten wir Sie um ein zeitnahes Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen
Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft (UHH)
Fachschaftsrat Lehramt (UHH)
Fachschaftsrat Soziale Arbeit (HAW)
Fachschaftsrat Sozialwissenschaften (UHH)
Fachschaftsrat Sozialökonomie (UHH)
Fachschaftsrat des Hochschulübergreifenden Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen (HWI)

Vollversammlung

Vollversammlung zur Wahl des Fachschaftsrates
24.11.20 um 18:00 Uhr, in der Versammlungsstätte

Liebe KommilitonInnen,

wir möchten euch zu der Wahl des FSR Soziale Arbeit und Bildung und  Erziehung in der Kindheit einladen*!

Der Fachschaftsrat (FSR) ist als erkämpfte Basisorganisation der Verfassten Studierendenschaft (VS) ein wichtiger Anlaufpunkt im Fachbereich. Hier können Studierende zusammenkommen um sich über Fragen und Probleme im Studium auszutauschen, sowie sich über die Verhältnisse an der Hochschule und in der Welt kritisch zu verständigen und gemeinsam Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Der FSR ist zudem wichtiger Bezugsort mit Aktivitäten z.B. zum Studienbeginn, in der Projektwoche und bei der Mitarbeit in den akademischen Gremien der Hochschule. Wir organisieren Diskussionen zu aktuellen fachpolitischen Fragestellungen, manchmal auch Demos, zeigen Filme oder Feiern auch zusammen.

*Der FSR wird auf einer Vollversammlung der Studierenden des Departments Soziale Arbeit neu gewählt.

Die Vollversammlung zur diesjährigen Wahl findet statt am:
am 24.11.20 um 18:00 Uhr
in der Versammlungsstätte

Wissenschaft trotz(t) Krise


SOLIDARISCHE BILDUNG FINANZIEREN, HOCHSCHULEN ÖFFNEN, PRÄSENZ ERMÖGLICHEN

Am 09. September – Soziale Arbeit: bleibt das „Soziale“ auf der Strecke?
Zu den zentralen Betätigungsfeldern Sozialer Arbeit gehört die Bearbeitung sozialer Ungleichheit und ihren Folgen.
Dabei sind die formulierten Ansprüche an Soziale Arbeit oft widersprüchlich. Auf der einen Seite soll der soziale Zusammenhalt und auf der anderen Seite die Selbstbestimmung der Menschen gefördert werden. Dabei wird Menschen zunehmend als individuellen Problemträgern und nicht als gesellschaftlichen Akteuren in widersprüchlichen sozialen Verhältnissen begegnet.
Ob wir die Anpassung der Menschen an vorhandene Verhältnisse oder der Verhältnisse an die Menschen betreiben, wird praktisch und theoretisch (z.B. in der Sozialen Arbeit) immer wieder neu und kontrovers verhandelt.
Was es dabei zu bedenken und zu tun gibt und welche Bedeutung die Thematisierung der Widersprüche hat, erläutert Tilman Lutz, Professor für Soziale Arbeit an der HAW Hamburg. Anschließend gibt es Gelegenheit für Fragen und Diskussion – auch zur aktuellen Situation.

Am 02. Oktober – Wohnungslosigkeit als Gesundheitsrisiko
Der Gesundheitszustand wohnungsloser Menschen ist schlecht: Häufiger als die wohnende Bevölkerung leiden sie unter Mehrfach-erkrankungen. Es dauert oftmals lange, bis ein Kontakt zu dieser Patientengruppe gegeben ist. Die Behandlung erfolgt in der Regel in ihrem Lebensumfeld und unter Voraussetzungen, bei denen oft davon auszugehen ist, dass es bei einem einzigen Behandlungs-kontakt bleibt. Die erfolgreiche Vermittlung zur Weiterbehandlung gelingt nicht immer. Zu Zeiten von Corona hat sich die Lage wohnungsloser Menschen zusätzlich verschärft.
Die prekäre medizinische Versorgung wohnungsloser Menschen kann nur dort etwas entschärft werden, wo es ein niedrigschwelliges medizinisches Versorgungsangebot für Wohnungslose gibt. Das Kranken- und Zahnmobil der Caritas bieten solch ein niedrig-schwelliges Angebot. Es lebt von ehrenamtlichem Engagement und Spenden. Wobei auch dieses Angebot für seinen Fortbestand immer wieder auf ausreichende staatliche Finanzierung angewiesen ist.

Andrea Hniopek ist die Leiterin des Fachbereichs Existenzsicherung bei der Caritas und Dozentin an der HAW. In der gemeinsamen Veranstaltung spricht sie über den Zusammenhang von Wohnungslosigkeit und Gesundheit und über Hilfsangebote freier Wohlfahrtsträger wie der Caritas. Außerdem werden Zahn- und Krankenmobil zur Besichtigung vor Ort sein. Im Anschluss an den einleitenden Vortag von Andrea Hniopek haben wir die Möglichkeit, gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Zu diskutieren wären u.a. folgende Fragen:

  • Welche Auswirkungen hat die Corona-Situation auf Menschen ohne eigenen Wohn- und Rückzugsraum?
  • Wie kann man der verschärften Situation entgegenwirken?
  • Welche Möglichkeiten bieten Hilfsangebote wie Zahn- und Krankenmobil?
  • Was kann nicht geleistet werden?
  • Was müsste sich in der Wohnungslosenhilfe ändern, um Menschen ein gesünderes Leben zu ermöglichen?

Stellungnahme des FSR Soziale Arbeit und Pädagogik zur aktuellen Situation

Studierende, Lehrende und Mitarbeitenden der HAW sind mit einer völlig neuen Situation konfrontiert: Neben Fragen rund um die Hochschule, um den Lehrbetrieb, die digitale Lehre und die Inhalte der Lehre, sind alle gezwungen, sich mit den erheblichen Einschränkungen des Alltags in Arbeit, Studium und Freizeit auseinander zu setzten.
Für die Studierenden wie Lehrenden bedeutet dies eine zusätzliche Belastung, wobei die zum Teil vorher schon bestandenen sozialen und finanziellen Nöte insbesondere auf Seiten der Studierenden extrem verschärft werden.
Kinderbetreuung, Jobverluste, BAföG-Unsicherheiten, fehlende technische Kommunikationsmöglichkeiten bilden dabei nur einige Faktoren. Dazu kommt, dass gerade in der Sozialen Arbeit einige Studierende bereits in der Praxis arbeiten und auch dort mit ganz neuen Herausforderungen zu tun haben, die notwendigerweise auch in Seminaren zu beraten wären- auch unter dem Aspekt, wie wir mit Praxisakteur*innen und Wissenschaftler*innen Maßnahmen und Handlungsoptionen in der Corona-Zeit entwickeln können.

Wir unterstützen die Forderungen der Hamburger LandesAstenKonferenz (LAK) und begrüßen ausdrücklich die Forderungen des Solidarsemesters (www.solidarsemester.de) und fordern den DepartmentRat sich ebenfalls für deren Umsetzung starkzumachen. 
Darüber hinaus möchten wir uns gemeinsam mit dem Departmentrat und Departmentleitung für folgende Forderungen einsetzen:
Des Weiteren fordern wir vom DepartmentRat und der Departmentleitung den Einsatz in nachstehenden Punkten:

Ökonomische Situation:
Viele Studierende sehen sich durch ausfallende Einnahmen und Arbeitsmöglichkeiten existenziell bedroht. 

  • Das BAföG muss weiter uneingeschränkt gezahlt wird – unabhängig davon, ob an Online-Lehre teilgenommen wird oder nicht
  • Der sog. von Senat und Studierendenwerk eingerichtete „Notfallfonds“ für Studierende ist eine Farce. Die darüber als Darlehen vergebenen 400 EUR reichen zum Leben nicht aus und liegt weit unterhalb von BAföG und Hartz IV. Wir fordern, dass es auch für Studierende pauschal einen Zuschuss von 1000 EUR pro Monat gibt, wie es z.B. der Nothilfefonds für Solo-Selbständige vorsieht.
  • Das Semester darf nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet werden. Auch auf der Immatrikulationsbescheinigung darf das „Coronasemester“ nicht als volles Semester erscheinen.
  • Drittmittelprojekte der Lehrenden sowie Zeitarbeitsverträge von Mitarbeitenden der Hochschule müssen weiter finanziert werden (mindestens um 6 Monate erweitert).

Lehre:
Die Hochschule ist in der Krise besonders gefordert. Gerade jetzt kommt es darauf an Rationalität und wissenschaftliche Argumente gegen populistische Stimmungsmache und jede Art der Alternativlosigkeit in den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs einzubringen. Dabei sind Adressat*innen Soziale Arbeit oftmals besonders von den sozialen Einschränkungen dieser Krise betroffen und wir sollten dafür streiten, dass auch die benachteiligten Menschen, die nicht im öffentlichen Fokus stehen, die würdige Lebensbedingungen und soziale Sicherheit erfahren.

  • Lebenswirklichkeiten der Studierenden und Lehrenden müssen ernst genommen werden:
  • Wir fordern eine kritische Reflektion der Online-Lehre. Dabei ist klar, dass sie keinesfalls die Präsenzlehre ersetzen kann. Sowohl didaktische als auch technischen Voraussetzungen müssen hier oft erst erarbeitet werden.
  • Anpassung von (Leistungs-)Nachweisen und ihre Reduzierung. Es muss umfangreiche Fristverlängerungen geben. Prüfungsversuche werden als Freiversuche gewertet.
  • Es muss ein kritisches Überprüfen des geforderten Lehrstoffs geben, ob dieser angemessen ist. Ein gemeinsamer mitgliederübergreifender Austausch darüber ist unabdingbar.
  • Die Einführung von Präsenzzeiten (Anwesenheitspflicht) ist auszusetzen. Das gilt entsprechend für Online-Veranstaltungen, die z.T. datenschutzrechtlich bedenkliche Kontrollen des Online-Verhaltens von Studierenden und Lehrenden ermöglichen.
  • Es dürfen Studierenden, die nicht an der Online-Lehre teilnehmen können, keine Nachteile für nicht erbrachte Leistungen entstehen.
  • Die Praktikumsvoraussetzungen für BASA und BABE sind anzupassen. Die BABE Studierenden sollen das Praktikum auch in früheren Semestern verblocken dürfen, es soll eine Reduzierung der Gesamtstunden sowie Ersatzleistungen ermöglicht werden. Es muss ein flexibler Umgang möglich sein. Für BASA muss es Regelungen geben, wie mit den 15 Tagen umgegangen wird.
  • Es soll nicht so getan werden, als hätten wir ein gewöhnliches Semester. Die Inhalte der Seminare müssen an die veränderten Bedingungen angepasst werden (z.B. SozRecht). Diese Aufgaben müssen die Lehrenden nicht allein bewerkstelligen. Hier sollten Studierende und Lehrende gemeinsam überlegen, wie Theorie und Praxis neu verzahnt werden kann und damit auch die Frage der Rolle und Aufgabe der Sozialen Arbeit diskutiert werden.
  • Sowohl Studierende als auch Lehrende sind auf Literatur angewiesen. Es sind längst nicht alle Medien digital verfügbar. Auch steht nicht allen die Möglichkeit zum Kaufen von Büchern und Literatur zur Verfügung (finanzielle Situation und Bestand in den Verlagen). Deswegen sollten die Bibliotheken sukzessiv wieder öffnen dürfen oder es muss eine Abholung für bestellte Bücher ermöglicht werden. Das Department stellt Gelder für ggf. weitere Hilfskräfte bereit, die die Bibliothek bei der Bestellsortierung und Abholung unterstützten.
  • Die Hochschule muss für Studierende wieder zugänglich sein. Dies schließt auch Räume zum Selbststudium mit ein. Denn viele Studierende wohnen prekär, oft auf engem Raum und/oder mit anderen zusammen. Zugang zu einem ruhigen Raum mit verfügbarem Internet ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit.

Demokratische Verständigung:
Gerade in der Krise bewähren sich demokratische Strukturen und ist Verständigung essenziell.

  • Sämtliche Gremien der HAW müssen wieder tagen (können). Räumlichkeiten sind dafür entsprechend herzurichten und die Möglichkeit für die Teilnahme per Videokonferenz geschaffen werden
  • Die Studierenden(-vertretungen) müssen an den Entscheidungsprozessen beteiligt werden
  • Es müssen gemeinsame Regelungen der Lehrenden für die digitale Lehre erarbeitet   werden.
  • Zu den Themen Lehre, Corona und Soziale Arbeit muss eine öffentliche Verständigung (Konferenz) einberufen werden.
  • Die Hochschulen müssen auch politische Forderungen stellen, wie z.B. die Ausfinanzierung der Hochschulen, um ein adäquates Lehrangebot zu entwickeln und durchzuführen, auch nach Corona-Zeiten.
  • Die Hochschule ist in der Pflicht, dem Druck auf Studierende sowie Lehrende entgegenzuwirken und Beratungszusammenhänge anzubieten, in denen sich ausgetauscht werden kann, wie der Druck minimiert werden soll.
  • Begründungen von Entscheidungen sind transparent zu machen.

Vollversammlung

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

wir laden euch herzlich ein zur

Vollversammlung des 1. Semesters im Bachelor Soziale Arbeit
am Dienstag, den 20.12.16 um 13:30 Uhr in der Versammlungsstätte.

Auf der Vollversammlung wollen wir über das „Gemeinsame Belegen“ als Alternative zum aktuellen Seminarzuteilungsverfahren beraten und abstimmen. Die Idee ist sich gemeinsam über die Seminarverteilung zu einigen, sich inhaltlich mit den Seminaren zu befassen und strukturelle Probleme zu erkennen sowie Initiativen für deren Lösung anzustoßen, statt die Verteilung einem Zufallsgenerator zu überlassen. Das Konzept findet ihr hier auf der Website des FSR Soziale Arbeit.

Für die Versammlung schlagen wir folgende Tagesordnung vor:

  1. Begrüßung
  2. Einleitung in das Gemeinsame Belegen und aktueller Stand des Verfahrens
  3. Diskussion
  4. Abstimmung

Nach dem Probelauf in der Projektwoche haben wir viele Anregungen für die Ablaufplanung einbezogen und arbeiten derzeit eine Feinplanung aus, welche in den nächsten Tagen fertiggestellt und auch auf der FSR-Website eingestellt wird.

Wir freuen uns auf eine lebendige und produktive Vollversammlung!

Die Vorbereitungsgruppe Gemeinsames Belegen