Liebe Kommiliton:innen,
hiermit laden wir euch herzlich zu unseren Veranstlatungen in der Projektwoche ein:
Reformen der Grundsicherung: Ist das Recht auf ein Existenzminimum verhandelbar?
am Montag, den 24.11.2025 von 13:30 bis 15:00 Uhr in Raum 4.08
Die Menschenwürde im Grundgesetz schützt den Anspruch auf eine menschenwürdige Existenz, was soziale, politische und kulturelle Teilhabe beinhaltet. Dafür reicht das sogenannte Existenzminimum des Bürgergeldes schon jetzt in vielen Fällen nicht. Und nun soll das Bürgergeld im durch Merz & Co. ausgerufenen „Herbst der Reformen“ noch weiter verschärft werden, bspw. durch Streichung der einjährigen Karenzzeit für als unangemessen betrachtete Kosten der Unterkunft.
Es stellt sich die Frage: Ist das mit unserer Verfassung vereinbar? Schon seit der Einführung der Hartz- IV-Gesetze 2005 werden die Sanktionsmöglichkeiten in Form von Kürzungen unter das Existenzminimum von Sozialverbänden scharf kritisiert. Ebenso wird kritisiert, dass in der öffentlichen Debatte, der Bezug von Bürgergeld als eigene Schuld und nicht mehr das Versagen des Staates, Vollbeschäftigung zu erreichen, dargestellt wird.
In der Veranstaltung wollen wir nach einem Input zu den geplanten Gesetzesänderungen und deren historischer Einordnung gemeinsam diskutieren:
Welche politischen Hintergründe gibt es für die geplanten „Reformen“? Wen treffen die Kürzungen und Sanktionen und welche Ideologien stecken dahinter? Und nicht zuletzt: Welche Initiativen und Aktivitäten gibt es, die sich gegen die geplante Rechtsentwicklungen des SGB II stellen? Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit? Und was sollte in der Sozialrechtslehre vermittelt werden, damit wir gemeinsam für einen gerechten Sozialstaat streiten können?
Juli 76 – Das Private ist politisch Wie in Hamburg das erste autonome Frauenhaus entstand Ein Film von Ulrike Schaz
am Montag, den 24.11.2025 von 16:00 bis 18:00 Uhr in Raum 3.09
1976. Frauenbewegung. Überall gibt es Gruppen, in denen Frauen nach anderen Lebensweisen und Perspektiven suchen. In Hamburg – wie in Berlin oder Köln – haben sich Frauen entschieden, gemeinsam ein autonomes Frauenhaus für misshandelte Frauen zu erkämpfen. Als Schutzraum für Frauen und ihre Kinder und als Zeichen gegen Männergewalt. Wie sie losziehen und ihre Idee umsetzen, davon erzählt die filmische Montage aus Rückblicken, Dokumenten und Bildern aus den ersten sechs Jahren des Projekts. „Das Frauenhaus sollte eine Art Gegenwelt sein, ein Ort, an dem sich Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten kennenlernen und gemeinsam eigene politische Aktionsformen entwickeln könnten. Wir schauten weit, bis zum Ende des Patriarchats. Und hatten dabei eine konkrete Utopie.“ Filmschau mit anschließender Diskussion mit den Zeitzeuginnen Nelly, Sibylle und Christine: Wie haben sie persönlich diese Zeit erlebt? Was hat sie geprägt? Und brauchen wir heute wieder mehr Frechheit und konkrete Utopien in der Sozialen Arbeit, für die es sich zu kämpfen lohnt?
Kommt dazu und diskutiert mit!
Viele Grüße
euer Fachschaftsrat
