Bürgerschaftswahl am 23. Februar 2020: Hamburg traut sich was – Wahlprüfsteine zu Hartz IV in Hamburg

Die Kampagne „Hamburg traut sich was“ hat den Parteien der Hamburger Bürgerschaft einige Fragen zum Thema Arbeitslosengeld II / Hartz IV gestellt.  Sie setzen sich dafür ein, dass Hamburg alle Möglichkeiten nutzt, die Situation für Menschen zu verbessern, die auf Leistungen nach dem SGB II, SGB XII oder Asylbewerberleistungsgesetz angewiesen sind.
Sie haben die Antworten hier  zusammengestellt: https://wordpress.com/post/akshamburg.wordpress.de/296

Fragen des Hamburger Netzwerks SGB II Menschen-Würde-Rechte und der AG Soziales der Sozialpolitischen Opposition und Antworten von SPD, GRÜNE, CDU, LINKE, FDP
www.hamburgtrautsichwas.de

Alle Jahre wieder – Die Feuerzangenbowle

Liebe Kommiliton:innen,

wie jedes Jahr zeigt Unifilm zur Winterzeit „Die Feuerzangenbowle“ und hunderte Studierende feiern diesen Film munter bei Schaumwein und Lichtermeer. Doch was steckt hinter der Produktion von 1943?

Das zeigt eine Broschüre, die von Aktiven an der Uni Hamburg gestaltet wurde. Denn: „Was heutzutage viele Menschen als sanfte weihnachtliche Unterhaltung wahrnehmen und gerade zur Weihnachtszeit feiern, bekommt vor dem geschichtlichen Hintergrund eine ganz andere Wendung. Der 1943 produzierte Film finanzierte durch seine Gewinne nicht nur die Fortführung des 2. Weltkrieges auf deutscher Seite, er ist auch durchsetzt von nationalsozialistischem Gedankengut, welches oft erst auf den zweiten Blick sichtbar wird. Betrachtet man dien Film genauer wird deutlich, was hinter der seichten Unterhaltung ideologisch steckt.“

Wir empfehlen die Lektüre sehr weiter: http://antifaschismus-uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/fzb_ausstellung_web.pdf

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Für ein solidarisches Hamburg – Schuldenbremse streichen!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Demonstration Für ein solidarisches Hamburg – Schuldenbremse streichen! ein, am Mittwoch, den 23.10.2019, um 17:00 Uhr auf dem Gänsemarkt.

Wir – Hamburger*innen aus aller Welt– brauchen dringend massive öffentliche Investitionen und dauerhafte Ausgabenerhöhungen:

  • Für inklusive Bildung und Wissenschaft, die zur Persönlichkeitsentfaltung und humanen Problemlösung beitragen.
  • Für ein allen zugängliches Gesundheitswesen in öffentlicher Hand, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht der Profit.
  • Für Sozialeinrichtungen, in denen persönliche und gesellschaftliche Gestaltungsperspektiven solidarisch erarbeitet werden können.
  • Für lebendige, allen offene Kulturstätten, die zum kritischen Nachdenken und Eingreifen anregen und die Entfaltung kreativer Gestaltungspotentiale ohne Verwertungsdruck ermöglichen.
  • Für einen öffentlichen Dienst, der durch langfristig gesicherte Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitszeitsverkürzung bei vollem Personal- und Lohnausgleich Maßstab für gute Arbeit überall ist.
  • Für einen überall gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr, der kostengünstig das Recht auf Mobilität für alle und eine ökologisch nachhaltige Verkehrswende ermöglicht.
  • Für eine sofortige Energiewende, die den Erhalt der Lebensgrundlagen aller Menschen weltweit gewährleistet.
  • Für massiven sozialen Wohnungsbau, der allen komfortables und bezahlbares Wohnen ermöglicht.
  • Für sanktionsfreie solidarische Mindestsicherungen, die in allen Lebenslagen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.
  • Für die menschenwürdige Aufnahme von Geflüchteten und international zivile und solidarische Handelsbeziehungen.

Gerade in den aktuellen sozialen, politischen und internationalen Verwerfungen wächst der gesellschaftliche Bedarf an einem gut ausgebauten, demokratischen und solidarischen Gemeinwesen. Eine solche Kultivierung eines menschenfreundlichen gesellschaftlichen Alltags kann von uns allen durchgesetzt werden!

Genug Geld dafür ist vorhanden, Hamburg ist eine sehr reiche Stadt. Doch die Politik mit der „Schwarzen Null“ ist gegen diese gesellschaftlichen Notwendigkeiten gerichtet. Der Reichtum, von uns, den Vielen, erarbeitet, soll allen zu Gute kommen, anstatt mit der Schuldenbremse wesentlich in die Taschen von Banken und Superreichen geleitet zu werden. Diese Politik ist ökonomisch völlig fehlgeleitet, wird international schärfstens kritisiert, beruht auf wissenschaftlich widerlegten Prämissen und spielt – hierzulande und weltweit – nicht unwesentlich rechten Kräften in die Hände. Zum Wohle Aller muss damit endlich Schluss sein und die Schuldenbremse gestrichen werden! Hamburg kann damit entgegen des derzeit von Deutschland aus exportierten Sparzwangs international beispielgebend Wegbereiter für einen positiven, gesellschaftlichen Richtungswechsel sein. In diesem Sinne kämpfen wir hier für den Durchbruch der Anti-Austeritäts-Bewegungen weltweit.

Aktuell verhandelt der Hamburgische Senat mit den öffentlichen Einrichtungen über den Haushalt der Stadt für die Jahre 2021/22. Aufgrund zahlreichen Protests und großen Unmuts in der Bevölkerung über die desolate Lage des öffentlichen Gemeinwesens ist der Hamburgische Senat bereits gezwungen, moderate Zugeständnisse zu machen. So bekommen die einen oder anderen öffentlichen Einrichtungen Versprechungen über geringfügig höhere Mittel, und die Ausgaben sollen insgesamt steigen. Die Verteilung von Gnadenbrot ist jedoch weder ein tragbares Zukunftsmodell noch werden damit die Schäden von zum Teil über 40 Jahren Unterfinanzierung geheilt. Wir lassen uns nicht mit kleinen Brötchen abspeisen – es geht um die ganze Bäckerei. Ein besseres Leben für Alle ist längst möglich.

Darum treten wir für einen Paradigmenwechsel in der Haushaltspolitik ein: Schuldenbremse streichen! Erhebliche Erhöhung der Grundzuweisungen an die öffentlichen Bereiche! Massive Investitionen in die Daseinsvorsorge! Für eine soziale, solidarische und menschenwürdige Zukunft, jetzt!
Wir laden alle herzlich ein, sich uns anzuschließen.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Semesterauftakt 2019

Willkommen an der Hochschule!
Der Fachschaftsrat stellt sich vor

Liebe neue Komilliton*innen,

wir sind der Fachschaftsrat (FSR) Soziale Arbeit, die studentische Interessenvertretung  für alle Studierende im Department Soziale Arbeit. Im FSR können wir als Studierende zusammenkommen, um  Fragen und Probleme im Studium zu beraten sowie uns z. B. über fachliche Diskurse in der Sozialen Arbeit oder aktuelle politische Auseinandersetzungen auszutauschen und zusammen politisch aktiv zu werden. So gestalten wir unser Studium und die Hochschule aktiv mit: wir organisieren Veranstaltungen und Demos, vernetzen uns mit anderen Studierenden und Bündnissen in der Stadt, zeigen Filme oder laden zum gemeinsamen Feiern ein. Nicht zuletzt engagieren wir uns auch in den akademischen Gremien zur Selbstverwaltung der Hochschule. Im letzten Semester engagierten sich z. B. viele FSR Mitglieder gegen die Unterfinanzierung im Sozial-, Gesundheits-, Kultur und Bildungswesen und wir haben auch dieses Semester weiter vor, uns über die Hintergründe dessen zu qualifizieren und z. B. zu diskutieren, was wir an der HAW Hamburg für gute Studienbedingungen brauchen. Gute Studienbedingungen bedeutet für uns auch, dass eine Kultur der Anteilnahme und Solidarität befördert wird. Dagegen legen Hierarchien, Leistungsdruck und Konkurrenz oft nahe, dass wir uns vor allem auf unseren eigenen Vorteil konzentrieren (sollen). Deswegen legen wir einen besonderen Wert auf die Gestaltung einer CampusKultur in der Begegnung, Verständigung und gemeinsames Engagement gedeihen kann und in der wir Egoismus, Spaltung und Vereinzelung überwinden können. Einen Teil der Entwicklung einer solchen Kultur wollen wir auf dem CampusKulturFestival am 10.10.19 anstoßen.

Bündnis „International solidarisch – Schluss mir Austerität“:
• Aktionen gegen die Unterfinanzierung, im Bündnis mit anderen Aktiven
• Aufklärung über politische Hintergründe, Mitwirken an Aktionen und Protesten
• Unterstützung der Volksinitiative zur Streichung der Schuldenbremse aus der Hamburger Verfassung

Studienreform:
• Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung: Zivilklausel
• kritische Bildung in guten Bedingungen, Ausbau der demokratisches Strukturen an der Hochschule
• Weiterentwicklung der Orientierungseinheit

Soziale Arbeit als politische Akteurin
• Diskussionen und Veranstaltungen zu sozialpolitischen Auseinandersetzungen
• kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Rolle der Sozialen Arbeit sowie sozialpolitischen Zielen

Frieden & Antifaschismus
• Mitwirken und Aufrufen zu antifaschistischen und Friedens-Aktivitäten, wie Demos
• Aufklärung über die Ursachen und Hintergründe von Rassismus, Kriegen, Flucht und Vertreibung

Fight for your right to study!

Betroffene Studierenden haben sich angesichts des steigenden restriktiven Umgangs der Hochschule mit den sogenannten Einkläger*innen zusammen getan und dieses Flugblatt geschrieben. Wir unterstützden ihre Forderungen ausdrücklich!


Die HAW legt aktuell Widerspruch vor Gericht gegen 20 Einkläger_innen des Studienganges Soziale Arbeit ein, Ziel ist die Exmatrikulation der Studierenden, obwohl sie sich bereits im 2. Semester befinden.

Die Hochschulen und ihre Mitglieder sollten sich nicht gegen Studieninteressierte und „EinklägerInnen“ wehren, sondern sich für ausreichend Studienplätze und eine bessere ökonomische Situation der Studierenden einsetzen.


Bildung muss allen Menschen zugänglich gemacht werden!

Deshalb fordern wir:

  • eine ausreichende Grundfinanzierung der Hochschule
  • eine Ausweitung der Studienkapazitäten
  • eine bessere ökonomische Situation der Studierenden (z.B. alters- und elternunabhängiges BAföG)
  • Beendigung des restriktiven Umgangs mit nachträglich zugelassenen Studierenden („Einkläger_innen“)

Die HAW legt aktuell Widerspruch vor Gericht gegen 20 Einkläger_innen des Studienganges Soziale Arbeit ein, Ziel ist die Exmatrikulation der Studierenden, obwohl sie sich bereits im 2. Semester befinden.

Solidarisiert euch! Figt for your right to study!

Der Bedarf an SozialarbeiterInnen steigt stetig. Während sich die soziale Ungleichheit verschärft und immer mehr Menschen auf professionelle Hilfen der Sozialen Arbeit angewiesen sind, wird an der Ausbildung qualifizierter Fachkräfte gespart.

Der Fachkräftemangel in Hamburg ist in diversen Einrichtungen zu spüren, ob in Flüchtlingseinrichtungen, Schulen, in der Kinder-und Jugendhilfe, überall werden gut ausgebildete SozialarbeiterInnen gesucht.

Soziale Arbeit soll soziale Probleme, die sich in ungleichen Möglichkeiten einer selbstbestimmten und eigenständigen Lebensführung zeigen, verhindern und bearbeiten. Gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen soll gestärkt und sozialer Zusammenhalt gefördert werden. Dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe können SozialarbeiterInnen jedoch kaum noch nachgehen. Personalmangel, Überforderung und schlechte Bezahlung verhindern, den wachsenden beruflichen Ansprüchen gerecht zu werden.

Durch die Sparmaßnahmen der Politik wird die Situation noch verschärft. Der finanzielle Druck, der auf Hochschulen ausgeübt wird, hat zur Folge, dass die Ressourcen und die ProfessorInnen-Stellen an den Hochschulen abgesenkt wurden und es weniger Studienplatzkapazitäten gibt. Dies ist ein künstlich erzeugter Mangel und veränderbar.

Es gibt viele motivierte Menschen, die ihre berufliche Perspektive in der Sozialen Arbeit sehen. Dies lässt sich exemplarisch an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg verdeutlichen.

Der Studiengang Soziale Arbeit ist an der HAW bei Studieninteressierten begehrt. Im Wintersemester 2018/2019 bewarben sich 2192 Menschen, wobei nur 232 von ihnen einen Studienplatz erhalten haben.

Der großen Nachfrage nach einem Studienplatz wird mit Zulassungsbeschränkungen begegnet, wobei sich die Vergabe von Studienplätzen zum größten Teil nach der Abiturnote richtet, die keine Aussagekraft über die persönliche Eignung für die spezifischen Studienanforderungen hat.

Auch das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil zum Numerus Clausus im Fach Humanmedizin bestätigt, dass dieses Auswahlverfahren in einigen Bereichen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Aus der Ausbildungs- und Berufsfreiheit (Art.12 GG) in Verbindung mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art.3 GG) ergibt sich ein Anspruch auf gleichheitsgerechte Zulassung zum Studium. Um diesem Anspuch gerecht zu werden, müssen mehr Studienplätze geschaffen werden und studieren durch alters- und elternunabhängiges BAföG auch denjenigen ermöglicht werden, die die hohen Kosten eines Studiums nicht tragen können.

Weiterhin werden viele Menschen von einer höheren Bildung ausgeschlossen. Ausfinanzierte Hochschulen und Universitäten sind möglich und notwendig für eine positive Allgemeinwohlentwicklung. Der Fachkräftemangel an SozialarbeiterInnen zeigt, dass ein Ausbau der Studienplatzkapazitäten dringend erforderlich ist und im Interesse von Gesellschaft, sozialen Einrichtungen, Hochschulen, Studierenden, Studieninteressierten und Politik liegt.

Die Hochschulen und ihre Mitglieder sollten sich nicht gegen Studieninteressierte und „EinklägerInnen“ wehren, sondern sich für ausreichend Studienplätze und eine bessere ökonomische Situation der Studierenden einsetzen.

2. Kinder und Jugendhilfe-Ratschlag Hamburg 2019 “There Are Many And Rich Alternatives – TAMARA”

TAMARA 2019 bietet allen Teilnehmer*innen wieder einen Frei-Raum („Open Space“) zum DENKEN, NACHDENKEN und zum AUSTAUSCH mit anderen:

„Wir nehmen uns auf diesem Ratschlag die Freiheit, über Impulse miteinander zu diskutieren. Der Kinder- und Jugendhilfe-Ratschlag bietet einen Frei-Raum für alle Anliegen, Ideen und Themen der Teilnehmenden: Wir gestalten TAMARA 2019. Worüber möchtet Ihr mit Kolleg*innen nachdenken? Welche Idee möchtet Ihr vorstellen und diskutieren? Zu welchem Thema wollen wir etwas in Bewegung bringen?“

Volksinitiative für ein Hamburger Gesetz zur STREICHUNG DER SCHULDENBREMSE aus der Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg

Worum geht es ?
Wir wollen die Regelungen zur „Schuldenbremse“ in der Hamburgischen Landesverfassung streichen, da sie eine Bremse für die gesellschaftliche Entwicklung ist.

Am 30.4.2019 haben wir dafür die Volksinitiative „Schuldenbremse streichen“ bei der Senatskanzlei angemeldet und am 1. Mai mit der Sammlung von Unterschriften begonnen.

Was kann ich tun? SELBST UNTERSCHREIBEN.
Im eigenen Bekanntenkreis oder am Arbeitsplatz Unterschriften sammeln.

Unterschriftenlisten zum Download gibt es hier.

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Wir haben in unserem FSr Raum (0.14) ausgedruckte Listen! Kommt vorbei, oder schreibt uns eine Mail: fsr_sozialearbeit@haw-hamburg.de
unterschriebene Listen könnt ihr bei uns vorbei bringen, oder in unser POSTFACH (Nr. 13, im EG) werfen.

Krieg dem Kriege​ – Internationale Postkarten 1918 bis 1939

Eröffnung der Ausstellung am 16.5. um 18 Uhr in der Versammlungsstätte:
Als in Europa Faschisten unterstützt von Großkonzernen und Kirchenfürsten mit Gewalt, Unterdrückung und Krieg den demokratischen und sozialen Fortschritt aufzuhalten drohten, antworteten weltweit Organisierte der Friedensbewegung, des Antifaschismus und der Arbeiterbewegung mit Solidarität für das Wohl der Arbeitenden und für Frieden. Damit gaben sie Vielen Mut und Hoffnung.
Die Ausstellung „Krieg dem Kriege“ zeigt auf 20 Tafeln mit internationalen Postkarten der Zwischenkriegszeit (1918 bis 1939) einen Teil dieser Kämpfe. Künstlerisch und analytisch wandten sich die Ersteller gegen die laufenden Kriege, die Geschäfte damit und die drohende Gefahr des zweiten Weltkrieges. Von ihnen können wir lernen für heute, wo die Welt mit Kriegen überzogen wird und (nicht nur) die Bundesregierung massive militärische Aufrüstung plant. Der gesellschaftlich erarbeitete Reichtum dagegen ist immens. Ob er weiter für Krieg und Unterdrückung oder stattdessen für ein Leben in Würde für Alle genutzt wird, liegt mit an uns.
Welche Bedeutung für eine friedliche, demokratische und soziale Gesellschaftsentwicklung haben dabei Kunst und Wissenschaft, welche sollen sie in Zukunft haben?

Eröffnung der Ausstellung am 16.5. um 18 Uhr in der Versammlungsstätte mit:
– Begrüßung
– Lieder und Texte der Friedensbewegung, gespielt von Uwe Levien und gesprochen von Klaus Robra
– Führung durch die Ausstellung mit René Senenko (Willi-Bredel-Gesellschaft)
– Beisammensein und Austausch

Die Ausstellung ist bis zum 19.6. in der Versammlungsstätte zu sehen. Alle sind herzlich eingeladen!

Semesterauftakt 2016

Willkommen an der Hochschule
Der Fachschaftsrat stellt sich vor

Der Fachschaftsrat (FSR) ist die studentische Interessenvertretung aller Mitglieder der Fachschaft Soziale Arbeit. Er wird demokratisch auf einer jährlichen Vollversammlung gewählt und vertritt die sozialen, kulturellen und politischen Interessen der Fachschaft. Das geht beispielsweise von BAföG-Fragen über gemeinsame Feten bis hin zu Diskussionsveranstaltungen und Demos.

Als Teil der „Verfassten Studierendenschaft“ – der Verband aller Studierenden, ähnlich einer Gewerkschaft – geht das Vorhandensein des FSRs historisch auf die „68er Studentenbewegung“ zurück. Damals setzten sich die Studierenden der BRD gegen den Vietnamkrieg, die Altfaschisten in den öffentlichen Bereichen und für sozial offene Hochschulen in gesellschaftlicher Verantwortung ein.

In dieser Tradition des „Nie wieder Krieg, Nie wieder Faschismus“ sehen wir uns heute und haben uns als Liste „Kritische Soziale Arbeit“ aufgestellt, um für Frieden, soziale Gleichheit, demokratische Verfügungserweiterung und die kulturelle Emanzipation aller Menschen zu streiten. Dafür sind Waffenexporte und Rüstungsproduktion zu überwinden, Hartz IV und die sogenannte „Schuldenbremse“
abzuschaffen, die politische Meinungs- und Willensbildung zu befördern und durch eine aufgeklärte Lebensweise die allseitige (Persönlichkeits-)Entfaltung zu verwirklichen. Der materielle und kulturelle Reichtum für diese Vorhaben ist vorhanden – er ist nur noch ungleich verteilt.

Um eine solche gesellschaftliche Entwicklung zu ermöglichen, sollten Studium, Lehre und Forschung sich der Lösung dieser aktuellen Probleme widmen. Aus der Sozialen Arbeit heraus sind Konzepte beispielsweise für eine egalitäre Inklusion von Flüchtlingen zu entwickeln, welche nicht entmündigen, oder für ein menschenwürdiges Arbeitslosengeld, in dem Menschen nicht mehr wie
Untertanen behandelt werden, sondern ihnen würdevoll und in ihrer Entwicklung förderlich begegnet wird.

Diese Konzepte können nur durch offenherzigen Meinungsstreit in Vorlesungen, Seminaren und Veranstaltungen entwickelt werden. Deshalb ist es von großer gesellschaftlicher Bedeutung, wenn wir uns als Studierende nicht von Regelstudienzeits- Behauptungen (diese ist in Wirklichkeit eine Mindeststudienzeit), Klausurterror (die Prüfungen sollten eh  verringert werden) und Mißtrauen (wer
solidarisch ist, kann auf Andere setzen) einschüchtern oder entmutigen lassen.

Einige echte Reformschritte, die wir in diesem Sinne als FSR für das kommende Semester planen, an denen sich alle beteiligen können:

  • die Ersetzung des Roulette-Seminarverteilverfahrens durch das  „gemeinsame Belegen“
  • die Einrichtung einer auskömmlichen Praktikumsvergütung durch die  Stadt Hamburg
  • die starke Reduzierung von benoteten Prüfungen und Klausuren im  Studienplan
  • die Abschaffung des Master-NCs und den weiteren Ausbau der Masterplätze

„Man wird sagen, es sei recht wenig, was das einzelne Individuum seinen Kräften gemäß zu ändern vermag. Was nur bis zu einem gewissen Punkt stimmt. Denn der einzelne kann sich mit all denen zusammenschließen, die dieselbe Veränderung wollen, und wenn diese Veränderung vernünftig ist, kann der einzelne sich in einem imponierenden Ausmaß vervielfachen und eine Veränderung erzielen, die
viel radikaler ist, als es aufden ersten Blick möglich erscheint. Gesellschaften, denen ein Einzelner angehören kann: sie sind sehr zahlreich, zahlreicher, als es zunächst scheint. Durch diese »Gesellschaften« hat der Einzelne teil am Menschengeschlecht. “
Antonio Gramsci, „Mensch als Ensemble seiner Verhältnisse“, Gefängnishefte, §54

Durch Freundlichkeit, Sorgfalt und Anteilnahme erhält alles Weitere menschliche Gestalt. Von der Mehrheit für die Mehrheit.