Demo gegen Berufsverbote!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Demonstration Kein Misstrauen im öffentlichen Dienst ein, am Samstag, den 21.03.2026, um 12:00 Uhr vor dem Gebäude des Landesamtes für Verfassungsschutz (Johanniswall 4, U1 Station Steinstraße).

Gemeinsam gehen wir auf die Straße, um gegen die Wiedereinführung der Regelanfrage und damit auch den bevorstehenden Berufsverboten zu demonstrieren.

In einer Zeit, in der es Resilienz und Demokratieförderung mehr denn je braucht, kann dieses Gesetz keine Lösung sein. Deswegen, werdet mit uns laut und lasst uns deutlich machen, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement ist!
Begleitet wird die Demo von musikalischen Acts und starken Redebeiträgen unserer Bündnispartner!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Jeder Mensch braucht ein Zuhause – Wohnraum statt Verdrängung!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Demonstration Jeder Mensch braucht ein Zuhause – Wohnraum statt Verdrängung! ein, am Donnerstag, den 11.09.2025, um 18 Uhr auf dem Heidi-Kabel-Platz. Die Demonstration endet um 20 Uhr wieder auf dem Heidi-Kabel-Platz mit einer Abschlusskundgebung.

Hamburg ist eine Stadt der Gegensätze: Luxus und Millionärsdichte auf der einen Seite, Wohnungslosigkeit und Verdrängung auf der anderen. Wir sagen: Schluss damit!

Am Tag der Wohnungslosen gehen wir gemeinsam auf die Straße und setzen ein Zeichen: Für eine solidarische, soziale und gerechte Stadt, in der Platz für Alle ist – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Lebenslage!

Wir fordern:
– Konseqeunter Ausbau von Housing First
– Menschenwürdige Unterkünfte der Standt Hamburg mit Mindeststandards
– Mehr bezahlbaren Wohnraum für Alle
– Rückbau von defensiver Architektur
– Platz für Alle Menschen im öffentlichen Raum
– Angemessene Angebote für Beratung und Therapie
– Erleichterter Zugang zum Hilfesystem

Kommt vorbei, bringt Freund:innen mit und setzt mit uns ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und Verdrängung.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Heraus zum 1. Mai!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Demonstration des DGB am Tag der Arbeit am Donnerstag, den 01.05.2025 einWeitere Informationen zum Ablauf findet ihr unten.

Zusammen mit dem Bündnis „Tu was, Hamburg!“ rufen wir alle (angehenden) Kolleg:innen aus der Sozialen Arbeit dazu auf, gemeinsam für würdige Löhne und gute Arbeitsbedingungen zu demonstrieren.

Während die aktuelle Politik mit Kürzungen und Sozialabbau Subventionen für Unternehmen, Aufrüstung und schließlich Krieg mitfinanziert, dürfen sich die Reichen über ihre Profite freuen. Der Slogan „Bei der Rüstung sind sie fix – für Bildung und Soziales tun sie nix!“ ist aktueller denn je.

Die Budgets für Jugendhilfe, Bildung und Soziales stehen unter Druck. Die Bedingungen in unseren Arbeitsfeldern sind vielfach geprägt durch Überlastung, Fachkräfte‐ und Stellenmangel, starke Personalfluktuation und hohen Krankenstand, strukturelle Unterfinanzierung, mangelnde betriebliche Mitbestimmung, fremdbestimmte Arbeitsverdichtung, übermäßigen Kontrolldruck und eine inhaltliche Ausrichtung auf Effizienz und Anpassung. Rund Dreiviertel aller Sozialarbeiter:innen denken, nicht bis zur Rente durchhalten zu können.

So ist es kaum möglich, wirksam zur Verhinderung, Lösung oder zumindest Minderung der sozialen Probleme beizutragen. Doch eine gut ausgebaute und verlässlich finanzierte soziale Infrastruktur ist grundlegend für eine demokratische Gesellschaft!

Deswegen: Kommt mit uns zur 1. Mai Demonstration. Wir laufen gemeinsam und sagen: Schluss mit Überlastung, Kürzungen und Sozialabbau – Für mehr Kolleg:innen, höhere Löhne, Abrüstung und soziale Verbesserungen!

Wir laden euch herzlich ein zu einem gemeinsamen Startpunkt von Studierenden und Kolleg:innen der Sozialen Arbeit:

beim Auftakt um 10:15 Uhr vor dem Lautsprecherwagen von ver.di.

Der Lautsprecherwagen befindet sich weiter hinten im Demozug und wird mit Bannern erkenntlich sein. Hier gibt es zum Auftakt und auch während der Demo einige Redebeiträge. Auch das Bündnis „Tu was, Hamburg!“ wird einen Redenbeitrag halten.

 Ablauf der Demo:

  • Auftakt 10:30 Uhr: U-Bahn Habichtstraße
  • Start Demo: 11:00 Uhr
  • Abschluss Kundgebung: 12:00 Uhr, in Barmbek (Museum der Arbeit)
  • Danach: Maifest auf dem Bert-Kaempfert-Platz mit Infozelten etc.

 Weitere Infos findet ihr hier: 1. Mai 2025 in Hamburg | DGB Hamburg

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Für ein Recht auf Wohnen!

Wohnen ist ein fundamentales Menschenrecht und sollte als solches in der Verfassung verankert werden. Sicheres und angemessenes Wohnen ist die Basis für ein menschenwürdiges Leben, es fördert die persönliche Entfaltung und ermöglicht die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Der Zugang zu Wohnraum ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch Voraussetzung für Gesundheit, Bildung, Arbeit und wirtschaftliche Stabilität. Jeder Mensch, unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder Lebensumständen, sollte das einklagbare Recht auf eine Wohnung, die Schutz, Sicherheit und Geborgenheit bietet, erhalten.

Recht auf Wohnen garantieren! Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe

Liebe Kommiliton:innen,

in diesem Sinne laden wir euch herzlich zu folgenden Demonstrationen und Aktivitäten ein:

Demonstration „Offensiv für Wohnraum“ – Start am 05.12. um 17 Uhr auf dem Gänsemarkt
Die Wohnungskrise ist offenkundig. Die Mieten sind schon jetzt für viele nicht mehr bezahlbar. Stattdessen braucht es grundsätzliche Veränderungen und eine grundlegend andere Wohnungspolitik.Wir fordern einen Mietendeckel, einen besseren Kündigungsschutz, einen sozialverträglichen ökologischen Umbau, mehr gemeinnützigen Wohnungsbau, dauerhaft bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum, ein Ende der Spekulation mit Boden und Wohnungen durch Vergesellschaftung!

Demonstration „Solidarität statt Ausgrenzung“ – Start am 14.12. um 14 Uhr am Dammtor Bahnhof
Maßnahmen wie das Bettelverbot im HVV, die Überwachung und Verdrängung auf öffentlichen Plätzen oder die Bezahlkarte folgen einer Logik der Marginalisierung und Kriminalisierung von Menschen in prekären Lebenslagen. Stattdessen fordern wir sozialverträgliche Lösungen und eine Stadt, die allen Menschen Raum und Unterstützung bietet.
Es braucht bezahlbaren Wohnraum für Alle, die Umsetzung von Housing First und soziale Sicherheit für Alle statt Individualisierung von Armut!
Kommt auch vorab zur Bannermalakation am 09.12. ab 16 Uhr in der Kontrabar.

Petition „Ausfinanzierung des Studierendenwerks statt Preiserhöhung – Gemeinsam gegen die 13. Monatsmiete!“
Drei Viertel aller Studierender in Deutschland sind arm. Die anstehenden Mieterhöhungen in den Wohnheimen des Studierendenwerks – die eigentlich erschwinglich sein sollen – verschlimmern die Situation nur noch weiter. Das nehmen wir nicht hin. Wir fordern eine bessere Finanzierung des Studierendenwerks durch die Stadt Hamburg, um neue Wohnheimplätze zu schaffen, Mieten sowie Semesterbeitrag und Mensapreise deutlich zu senken!
Unterschreibt die Petition, verbreitet sie und macht mit: www.openpetition.de/!studiwerk
Kommt auch zur Bannermalakation und anschließender Party am 06.12. ab 18 Uhr im Wohnheim Margaretha-Rothe-Haus.

Kommt dazu!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Solidarität statt Abschottung!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermiet laden wir euch herzlich zur Demonstration Solidarität statt Abschottung – Nein zur Grenzschließung und ‚Sicherheitspaket‘ ein, am Samstag, den 28.09.2024, um 12 Uhr auf dem Hansaplatz (St. Georg).

Die Schließung der deutschen Grenzen, die Verschärfung des Asylrechts, die Abschiebeoffensive und das sogenannte Sicherheitspaket der Bundesregierung sind ein massiver Angriff auf Menschen- und Grundrechte. Die Antwort der Ampelparteien auf rechte Hetze und den Vormarsch rechter Parteien besteht darin, Schutzsuchende weiter zu entrechten, die Grenzen zu schließen und den Überwachungsstaat weiter auszubauen. Damit befeuern sie die Spirale aus Hass und Hetze. Das müssen wir stoppen!

Die Einschränkungen in den Asyl- und Grundrechten verschlechtern die schon jetzt prekären Lebensbedingungen und den Alltag von Geflüchteten in Deutschland. Nur ein Ausdruck davon ist die Einführung der Bezahlkarte für Schutzsuchende. Die Ampelparteien treten Grund- und Menschrechte mit Füßen. Außerdem werden mit dem Sicherheitspaket polizeiliche Befugnisse in einem Maß ausgeweitet, das einen gravierenden Eingriff in unsere Freiheitsrechte darstellt – eine neue Form autoritärer Überwachung.

Diese Zustände und das Voranschreiten zu einem autoritären Staat, in dem Menschenrechte keinen Platz mehr haben, können wir nicht hinnehmen.

Lasst uns unsere Wut gegen die Asylverschärfungen und das Sicherheitspaket auf die Straße bringen. Gemeinsam sind wir laut, wütend und solidarisch.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

BAföG für Alle – statt Profite für wenige!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Demonstration BAföG für Alle – statt Profite für wenige! ein, am Freitag, den 28.06.2024, um 16 Uhr am Campus Berliner Tor (alternativ Dammtor).

Eine grundsätzliche Reform des BAföGs ist dringend erforderlich: Rund zwei Drittel aller Studierenden verfügt trotz Nebenjobs und alledem über weniger als 60% des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung (1.251 €) und ist damit akut armutsgefährdet (Stand 2021). Nur 13% der Studierenden erhält mit dem BAföG überhaupt eine staatliche Ausbildungsförderung. Die schleichende Absenkung der Regelsätze (weit unter das reale Bedarfsniveau), der schrittweise aufgebaute Verschuldungsdruck und die immer restriktiveren Zugangsbeschränkungen haben die ursprünglich solidarisch erkämpfte Garantie des Rechts auf Bildung für Alle zu einer Farce verkommen lassen. Die für dieses Jahr vom Bundesbildungsministerium geplante Reform will diesen Zustand zementieren. Das Gegenteil ist geboten.

Es braucht einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel von der privatisierten Alltagsbewältigung hin zur gemeinschaftlichen Gestaltung allseitig humaner Lebensbedingungen durch die Vielen. Dafür haben die höheren Bildungseinrichtungen und ihre Mitglieder entscheidende Bedeutung. Auch deshalb braucht es endlich ein BAföG, das der aktuellen Lebensrealität von Studierenden und dem notwendigen Anspruch des sozial gleichen Zugangs zu Bildung für Alle gerecht wird. Das bedeutet auf

Höhe der Zeit eine staatliche Ausbildungsvergütung, die allen Studierenden, Auszubildenden und Schüler:innen über 18 Jahren folgendermaßen gezahlt wird:

1200€ Monatlich • Inflationsangepasst • Altersunabhängig • Unbefristet Elternunabhängig • Herkunftsunabhängig • Rückzahlungsfrei

Die Mittel dafür sind längst vorhanden: Statt immer neue Milliardengeschenke an Rüstungsindustrie, Banken und Großkonzerne zu schnüren und mithilfe der Schuldenbremse die allgemeinen Krisenlasten immer wieder auf die große Mehrzahl der Bevölkerung abzuwälzen, sind endlich die Krisenprofiteure zur Kasse zu bitten und massive Investitionen in den Erhalt und Ausbau der sozialen Daseinsvorsorge zu tätigen. Dazu gehört auch eine staatliche Ausbildungsförderung, die diesen Namen verdient. Es ist nicht zuletzt an uns Studierenden, eine solche Tendenzwende gesellschaftlich durchzusetzen. Die Zeiten dafür sind mehr als reif. Daher: Schluss mit Bildungsungleichheit und prekärem Studieren! Die Freude am Lernen kommt beim Demonstrieren! Hinaus zum bundesweiten Aktionstag: BAföG für Alle statt Profite für Wenige!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Leerer Bauch studiert nicht gern – soziale Verbesserungen sofort!

Liebe Kommilitonen,

hiermit laden wir herzlich zur Demonstration Leerer Bauch studiert nicht gern – soziale Verbesserungen sofort! ein, am Freitag, den 30.06.2023, um 15 Uhr am Campus Berliner Tor (alternativ Dammtor).

Studieren ist kein Privileg, sondern produktive Tätigkeit zur humanen Entwicklung der Gesellschaft und ein grundlegendes Menschenrecht

Sozial auskömmliche Lebensbedingungen für Studierende sind eine notwendige Bedingung für die gesellschaftlich verantwortungsvolle Entwicklung von Bildung und Wissenschaft. Sie schaffen Muße und Souveränität für kritisches Denken, produktiven Disput und kulturelle Entfaltung zur Mehrung des Allgemeinwohls. Sie ermöglichen die dringend erforderliche, demokratische Teilhabe an der Gestaltung des Gemeinwesens und sind insofern zugleich ein Beitrag zur Überwindung der gesellschaftlichen Krise. Das gilt gleichermaßen für alle Menschen.

Das Grundgesetz ist aufgebaut auf der Maxime: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (Art. 1). Daraus abgeleitet hat jeder Mensch das Recht auf ein staatlich gesichertes Existenzminimum. Die gesellschaftliche Realität sieht allerdings anders aus.

Während einige Wenige Rekordgewinne einfahren, haben immer mehr Menschen mit Armut, Ausgrenzung und soziokulturellen Zumutungen aller Art zu kämpfen.
Eine repräsentative Sozialbefragung unter den Studierenden der Uni Hamburg hat jüngst ergeben: Über Zwei Drittel leben mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze, knapp 40 % geben an, unerwartete größere Ausgaben nicht tätigen zu können, 15 % wohnen aus finanziellen Gründen bei den Eltern.
Damit muss endlich Schluss sein. Niemand hat Not verdient. Der gesellschaftliche Reichtum ermöglicht soziale Wohlentwicklung für Alle. Dafür muss er so umverteilt werden, dass er denjenigen zu Gute kommt, die ihn wesentlich schaffen.

Wir – Studierende und Mitglieder der Hamburger Hochschulen – fordern daher in solidarischer Verbundenheit mit anderen Engagierten für soziale Gerechtigkeit und ausfinanzierte, öffentliche Bildungs-, Kultur-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen:

  • Das BAföG muss unbefristet, als Vollzuschuss, alters-, eltern- und herkunftsunabhängig, in Höhe der realen Lebenshaltungskosten, inflationsangepasst dauerhaft allen Studierenden zur Verfügung stehen. So wurde es 1972 erkämpft. Das ist heute erst recht möglich und nötig.
  • Das Studierendenwerk muss für alle seine Leistungen bedarfsgerecht öffentlich finanziert werden, um den Ausbau der Studierendenwohnanlagen, die Senkung von Mieten und Mensapreisen, den Ausbau der Beratungsangebote und eine angemessene Personalausstattung zu vernünftigen öffentlichen Tarifen zu schaffen. Das bedeutet zugleich eine maßstabsbildende soziale Verbesserung für die ganze Stadt.
  • Das 49€-Ticket ist umgehend in ein sozial ermäßigtes 19€-Ticket umzuwandeln, das auch für Studierende gilt – als erster Schritt hin zu einem kostenfreien ÖPNV in öffentlicher Hand. Mobilität bedeutet Teilhabe und die Verkehrswende ist zentraler Bestandteil einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung.

Dafür, das gesellschaftlich durchzusetzen, ist Jede:r von Bedeutung.

Gemeinsam streitend wird das Leben heller. Die Zeit ist reif. Deshalb: Komm(t) zur Demo!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Für die Ausfinanzierung der Hochschulen zur positiven Entwicklung der Gesellschaft

Hochschulen können Erhebliches zur positiven Entwicklung des Gemeinwesens beitragen. Sie können Lösungsansätze und Perspektiven für gesellschaftliche Problemlagen wissenschaftlich erarbeiten und so friedenschaffend, Elend überwindend und demokratiefördernd wirken.
Gegen diese gesellschaftliche Verantwortung steht die jahrelange Unterfinanzierung der Hochschulen, die durch die sogenannte Schuldenbremse noch verschärft werden soll. Die Kürzungen an den Hochschulen bedeuten z.B., dass weitere Professuren gestrichen, Räume und Ausstattung noch unzureichender saniert bzw. ausgebaut und Studienplätze abgebaut werden statt neue zu schaffen. Das sind menschenunwürdige Zustände und weder förderlich für eine angemessene Weiterentwicklung von Wissenschaft, Lehre und Forschung – noch für gute Arbeitsbedingungen.

Vor diesem Hintergrund rufen die Studierendenvertretungen aller Hamburger Hochschulen im Bündnis mit vielen anderen Hochschulmitgliedern zur gemeinsamen Demonstration auf.

Davor sind alle Hochschulmitglieder und Interessierte zur Vollversammlung eingeladen, um sich gemeinsam über die Lage zu verständigen und anschließend zusammen demonstrieren zu gehen.


Die Hamburger Hochschulen sind Einrichtungen dieser Stadt für die Bevölkerung. Sie wollen mit ihrer Arbeit zu einer friedlichen, sozialen, demokratischen, ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beitragen. Sie haben die Aufgabe, wissenschaftlich die Welt zu durchdringen, die aktuellen Verhältnisse in ihrer historischen Entstehung kritisch zu reflektieren. Daraus müssen Lösungsansätze und Alternativen zum Status quo erarbeitet und im Sinne der Allgemeinheit gesellschaftlich durchgesetzt werden. Die Wahrnehmung dieser Verantwortung muss ausgeweitet werden (können).

Dagegen richtet sich die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen, sowie die aktuelle Politik des Hamburger Senats. Diese besteht darin:

  • Die forcierte Ausrichtung der Hochschulen auf Wirtschaftscluster durch das „Strategiepapier“ des Senats gegen den Willen und die Verantwortung der Hochschulen.
  • Ein für die Demokratisierung der Hochschulen unzureichendes Hochschulgesetz, trotz der Novelle vom 8.7.2014.
  • Verschleppung der notwendigen Baumaßnahmen.
  • Von den „BAföG-Millionen“ geht kein Cent an die Hochschulen.

Die Mitglieder der Hochschulen nehmen diese Ärgernisse zum Anlass, die öffentliche Auseinandersetzung und den Protest für grundlegende Verbesserungen für Bildung und Wissenschaft in Studium, Lehre und Forschung gegen die jahrzehntelange Unterfinanzierung und für die bedarfsgemäße Ausfinanzierung zu intensivieren.

Auch mit Blick auf die Haushaltslesungen in der Bürgerschaft gehen wir als Mitglieder aller Hamburger Hochschulen am Dienstag, den 09.12.2014, ab 14 Uhr gemeinsam auf die Straße,um einzutreten für:

  • Eine demokratische statt unternehmerische Hochschule u.a. durch demokratische Gremien auf allen Ebenen und Abschaffung des Hochschulrats.
  • Emanzipatorische Bildung statt Erziehung zu Konformität u.a. durch problemorientiertes, kritisches Projektstudium und forschendes Lernen.
  • Kooperatives Lernen statt Paukerei unter Konkurrenzdruck u.a. durch Masterplätze für Alle und Verringerung der Prüfungsdichte.
  • Verantwortungsvolle Wissenschaft statt verordneter inhaltlicher und kultureller Unterwerfung unter Drittmittel u.a. durch Grundfinanzierung und Orientierung an der Lösung epochaler Schlüsselprobleme.
  • Soziale Perspektive statt sozialer Not u.a. durch Beseitigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse mit Entfristung und Lohnerhöhung.
  • Solide Gebäude statt Ruinen u.a. durch bedarfsgerechte Sanierung und Ausbau der Gebäude.
  • Kritische Kultur statt Kommerz-Orientierung u.a. durch öffentliche Förderung der wissenschaftlich-kulturellen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen.
  • Bedarfsgemäße Ausfinanzierung statt konkurrenzschürende Unterfinanzierung u.a. durch staatliche Mehrausgaben und Umverteilung von oben nach unten.

Die aktuelle Politik des Kürzungswahns, zumal in einer der reichsten Städte der Welt, ist zum großen Schaden von Bildung und Wissenschaft. Damit schadet sie allen Menschen, denn sie schränkt die Hamburger Hochschulen darin ein, ihrer Aufgabe gerecht zu werden, durch Bildung, Wissenschaft und Kultur einer positiven Entwicklung der Gesellschaft zu dienen. Das wollen wir ändern!

Vollversammlung
Dienstag, 09.12.14, 12:00 Uhr in der Aula, Berliner Tor 21

Eingeladen sind alle Mitglieder der Hochschule

Im Anschluss wollen wir zusammen zur Demonstration gehen:

Demonstration als Sternmarsch
14 Uhr Campus Berliner Tor (HAW & HfBK)


Bringen wir Licht ins Dunkel!

Wir wollen der Kürzungspolitik geschlossen entgegen treten und für die bedarfsgerechte Finanzierung von Sozialem, Bildung, Kultur und Gesundheit streiten. Dafür wollen wir uns gemeinsam über die Möglichkeiten eines gesellschaftlich kritisch eingreifenden Bündnisses aus Hochschulen, Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und anderen Aktiven verständigen, um gegen die von Handelskammer und herrschenden Politikern suggerierte Alternativlosigkeit des Status Quo eine Lösung der Krise in die eigene Hände zu nehmen.


Der vorhandene geistige und materielle Reichtum der Gesellschaft ist so groß, dass ein würdevolles Leben und damit die vollumfassende kulturelle Entfaltung der Persönlichkeit für alle Menschen möglich wäre. Im Widerspruch zu diesen gesellschaftlich hervorgebrachten Möglichkeiten steht, dass nur eine Minderheit Zugang zu diesem Reichtum  hat.
Die Spaltung zwischen Arm und Reich wird so von den herrschenden Kräften immer weiter vorangetrieben. Diese politische Orientierung, die alles der Geschäftemacherrei unterordnend in eine tiefe Krise geführt hat, soll aktuell durch Fiskalpakt, Schuldenbremse und Co. weiter zum Schaden aller durchgesetzt werden. So werden in Hamburg – einer der reichsten Städte der Welt – seit Jahren völlig unnötig öffentliche Ausgaben gekürzt, die öffentlichen sozialen Einrichtungen teilweise privatisiert und kommerziell ausgerichtet. Das hat überall in der Stadt schweren Schaden angerichtet.

Die ideologische Funktion dieser als Sachzwang pro­pagierten Kürzungspolitik soll dabei vor allem die wach­senden Ansprüche der Bevölkerung auf Er­­füllung sozialer und kultureller Bedürfnisse aller Men­schen bremsen. Stattdessen solle man bescheiden sein und den Gürtel enger schnallen. Doch Schuld an der Krise sind sicherlich nicht zu hohe Ausgaben in Bil­dung, Ge­sund­­heit, Soziales und Kultur. Denn gerade in diesen Be­­rei­chen wird das gesell­schaftliche Leben ge­stal­­tet – ein Ausgang aus der Krise kann gerade hier entwickelt werden (und wird es auch schon). In und aus allen gesellschaft­lichen Be­reichen gilt es deswegen sich nicht bescheiden zu lassen und gegen die Ursachen der Krise aktiv zu werden. Dafür ist zu entwickeln: Solidarität statt Konkurrenz – um ent­gegen des gegeneinander „Klar­kommens“ zusammen für eine grundlegende Ver­bes­serung aller Lebensbereiche einzutreten. Desswegen unterstützen wir die Demonstration „Bringen wir Licht ins Dunkel – Wir sind die Alternative zur Alternativlosigkeit“ – “Damit Soziales, Bildung, Kultur, Wissenschaft, Gesundheit und weitere öffentliche Dienste für alle menschenwürdig ausgebaut werden können, müssen diese Bereiche endlich bedarfsgemäß staatlich finanziert werden.“ (Aus dem Aufruf des Demo- Bündnisses). Bewegung mit dieser Richtung ist der Ausgang aus der Krise in eine hellere Zukunft. Dafür wollen wir unsere gemeinsame Geschichte wieder in die eigene Hände nehmen – für einen heißen Herbst!

Vor der Demo laden wir zur Vollversammlung des Fachbereiches Soziale Arbeit ein, auf der wir uns gemeinsam über die Möglichkeiten eines gesellschaftlich kritisch eingreifenden Bündnisses aus Hochschulen, Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und anderen Aktiven verständigen wollen.

Der FSR Soziale Arbeit lädt zur Vollversammlung ein:
Dienstag, 11.11.14, 13:30 Uhr in der Versammlungsstätte
Eingeladen sind alle Mitglieder der Hochschule und darüber hinaus.
Prof. Harald Ansen wird auf der Versammlung einen Beitrag in Bezug zu Bildung und Sozialem halten.
Im Anschluss wollen wir zusammen zur Demonstration gehen.
Start: 16:30 Uhr Jungfernstieg, Zwischenkundgebung Gänsemarkt, Abschluss und Ausklang am Uni-Campus Von-Melle-Park

Liebe Hochschulmitglieder, liebe Interessierten,

ich freue mich im Namen des Fachschaftsrates Soziale Arbeit alle zur heutigen Vollversammlung zu begrüßen.

Wir haben eingeladen, um uns in der Hochschule über die weitere Zuspitzung der Spaltung in Arm und Reich und die eigene Rolle in dieser Auseinandersetzung zu verständigen.

Was haben wir nun an der Hochschule damit zu tun? Dies wollen wir nach unserer Einleitung und einem Betrag von Herrn Ansen mit Euch diskutieren. Anschließend möchten wir mit Euch gemeinsam zur Demo gehen.

Während auf der einen Seite der private Reichtum bei wenigen stetig wächst, soll der Großteil der Bevölkerung den Gürtel enger schnallen und sich immer mehr Bedürfnisse abschminken. So werden mit der aktuellen Kürzungspolitik die Bereiche Soziales, Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesundheit und weitere öffentliche Dienste zusammengestrichen und die Beschäftigung in diesen Feldern zunehmend prekärer. Dagegen regt sich zunehmend Widerstand. Auf der Internet-Seite vom „Bündnis gegen Rotstift“ (Unterstützer der heutigen Demo) heißt es dazu:

„Im Bündnis gegen Rotstift haben sich Wohlfahrts- und Sozialverbände, Gewerkschaften, Studierende, Bewegungsorganisationen wie Attac und Dachverbände zusammengeschlossen, um ein deutliches Zeichen gegen die Politik des SPD-Senats zu setzen.“ Sie fordern vor allem eine Rücknahme der Kürzungspläne.

Auch die KITAs fordern 25% mehr Personal, um gegen die zunehmende Arbeitsverdichtung zu streiten. Denn gute Arbeitsbedingungen sind die Grundlage für „gute Kinderbetreuung statt bloßer Aufbewahrung“. Diese Forderung hat die Initiative auf einer eindrucksvollen Demo vorletzte Woche mit breitem Bündnis zum Ausdruck gebracht.

In Anlehnung an den Buchtitel „Heißer Sommer“, der sich mit der 68er Studentenbewegung in Hamburg befasst, wurde nun in Hochschulen und sozialen Bereichen ein „Heißer Herbst“ ausgerufen. Dabei geht es darum gemeinsam den Streit mit der herrschenden Politik aufzunehmen – gerade vor dem Hintergrund der im Dezember stattfindenden Haushaltberatungen und den anstehenden Bürgerschaftswahlen und eine Wende hin zu einer wirklichen Entwicklungsperspektive und darüber hinaus einzufordern. Im Demo-Aufruf ist gefasst, wofür sie steht, nämlich:

„… für gute Arbeit und ihre Ausfinanzierung;
… gegen die Ökonomisierung der sozialen Arbeit und des öffentlichen Dienstes und für die Stärkung der Daseinsvorsorge;
… gegen Armut und für eine gleichberechtigte Teilhabe aller;
… für Kultur für Alle als Ausdruck lebendiger Demokratie;
… für Bildung für Alle von der Kita über Schulen und Hochschulen bis zur Weiterbildung;
… für menschenwürdiges Wohnen – gerade auch für Menschen mit niedrigem Einkommen;
… für Gesundheit für Alle ohne Orientierung auf Gewinne;
… für Mobilität als Grundrecht – bezahlbar und ausreichend angeboten;
… für Umverteilung des gesellschaftlich erarbeiteten Reichtums: Durch eine gerechte Steuerpolitik kann der sozialen Spaltung entgegen gewirkt und die Arbeit an besseren Lebensbedingungen für alle befördert werden.“

Man könnte denken, dass in diesem reichen Land zumindest die meisten dieser Ansprüche selbstverständlich gegeben sein sollten, gleichzeitig wissen wir gerade aus der Sozialen Arbeit heraus, dass kein einziger dieser Ansprüche erfüllt wird und die aktuelle Politik weder dafür wirksam ist, ihnen gerecht zu werden, noch ist sie überhaupt darauf gerichtet. Im Gegenteil: So wird auch in den Hochschulen versucht weiter auf die Zerstörung gemeinsamer Kultur und Verständigung sowie demokratischer Organisation zu setzen – deutlich wurde das zuletzt am sog. Strategiepapier für die Weiterentwicklung der Hamburger Hochschulen. Studierende sollen nur als „Erwerbspersonenpotential“ ( was ein anderes Wort für Humankapital ist) für den Standort zählen.

Wir fordern dagegen emanzipatorische Bildung, die darauf gerichtet ist gemeinsam an den Hochschulen eine kritische Handlungsfähigkeit zu erlangen, um für soziale und kulturelle Verbesserungen für alle zu wirken. Das bedeutet die Vereinzelung und Konkurrenz durch Noten und um Masterplätze zugunsten gemeinsamen interessengeleiteten Studierens zu überwinden.

Wir fordern eine Verantwortungsvolle Wissenschaft, die sich mit der Bearbeitung und Lösung gesellschaftlicher Problemlagen für eine soziale, demokratische, ökologisch nachhaltige und friedliche Entwicklung einsetzt und eine dementsprechende Hochschulreform, statt Standortkonkurrenz- und Cluster-Orientierung für die regionalen Wirtschaftsinteressen.

Wir fordern demokratische Hochschulen. Denn am Menschen orientierte und transparente Wissenschaft in Forschung und Lehre gehen in Einheit mit der gemeinsamen Verständigung über deren Inhalte und Ausgestaltung. Daher ist die Überwindung hierarchischer Top-Down-Strukturen mit Kennzahlenfixierung und misstrauischem Kontrollapparat erforderlich.

Wir fordern eine bedarfsdeckende öffentliche Finanzierung für Ausreichend Studienplätze in grundständigen wie für Master-Studiengänge, ein Ende der Personalkürzungen zulasten prekär Beschäftigter (wie z.B. Lehrbeauftragter), die Aufrechterhaltung und den Ausbau gesellschaftlich relevanter Wissenschaften. Die Überwindung der Drittmittelabhängigkeit mit ständigen Bewerbungen auf Ausschreibungen, auf befristete Mittel um die wir uns in Konkurrenz zu anderen balgen sollen und dem ewige Hoffen auf einen neuen Hochschulpakt oder auf Stiftungsgelder, all das hält von den eigentlichen Aufgaben der Hochschulen ab, steht an. Für deren Überwindung ist eine bedarfsdeckende Grundfinanzierung sinnvoll und notwendig.

Diese Entwicklungsherausforderungen für die Hochschulen gehen in Einheit mit den bereits formulierten Ansprüchen an menschliche Entwicklung der Stadt und weisen in dieselbe Richtung: Hinaus aus der Krise – hin zu einem solidarischen Hamburg!

Diese Entwicklungen geschehen aber nicht von alleine, sondern müssen entgegen der Vereinzelung gemeinsam unternommen werden.


Antikriegstag!

1. September 2014, 18:00 Uhr
18:00 │ Auftakt am Kriegsklotz, S-Dammtor/U-Stephansplatz
19:00 │ Kundgebung Barlachstele, Rathausmarkt
19:30 │ Kundgebung Jungfernstieg, Alsteranleger

Nie wieder Krieg! Internationale Solidarität statt Völkerhass

„Ihr aber lernet, wie man sieht statt stiert
Und handelt, statt zu reden noch und noch
So was hätt einmal fast die Welt regiert!
Die Völker wurden seiner Herr, jedoch
Daß keiner uns zu früh da triumphiert –
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“
(Bertolt Brecht)

Seit Beginn der 1950er Jahre wurde in der Deutschen Demokratischen Republik der 1. September als „Weltfriedenstag“ bezeichnet, an dem auf Versammlungen zum Eintreten für den Weltfrieden aufgerufen wurde. In der Bundesrepublik Deutschland wird seit 1957 dieser Tag alljährlich als „Antikriegstag“ begangen. Er erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Angriff der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939. Zu diesem 1. Antikriegstag aufgerufen hatte die „Antimilitaristische Aktion“, ein Bündnis der Sozialistischen Jugend – Die Falken, der Solidaritätsjugend, der Naturfreundejugend und der Verband der Wehrdienstverweigerer insbesondere vor dem Hintergrund, dass im Juli 1956 in der BRD die allgemeine Wehrpflicht beschlossen wurde und ’57 die ersten Wehrpflichtigen in die Kasernen der Bundeswehr einzogen. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft seit jeher unter dem Motto „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ zum Antikriegstag auf.

Diese Losung hat bis heute hohe Aktualität: Im Angesicht der zugespitzten weltweiten sozialen Ungleichheit und der verschärften Kriegslage steigt die Verantwortung, die uneingelösten Hoffnungen und Lehren aus der Befreiung vom Faschismus zum Ausdruck zu bringen. Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, vor 75 Jahren der Zweite und weiter gilt: Kriege brechen nicht einfach aus und kommen auch nicht über uns wie Naturkatastrophen. Kriege werden von Menschen vorbereitet und gemacht – für Profitinteressen und die Geschäftemacherei einiger Weniger. So sollen weltweit – wie in der Ukraine und im Nahen Osten –, selbstsüchtige Interessen mit propagandistischer, ökonomischer und militärischer Gewalt durchgesetzt werden.

Das ist auch gemeint, wenn Bundespräsident Gauck, Außenminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen „Mehr Verantwortung in der Welt“ einfordern: Deutschland müsse seine militärische „Zurückhaltung“ nach den beiden Weltkriegen aufgeben. 69 Jahre nach Gründung der UNO und 65 Jahre nach Verabschiedung des Grundgesetzes soll damit weiter Abschied genommen werden vom völkerrechtlichen Gewaltverbot. Militär und Krieg sollen als Mittel der Politik wieder öffentlich anerkannt werden. Die Bevölkerung lässt sich aber trotz massiver Medienpropaganda und Lügen nicht für Kriege begeistern, die Mehrheit lehnt weiter Kriegseinsätze ab.
Aus dieser noch eher passiven Ablehnung muss ein aktiver, friedensbewegter Widerstand werden, denn: Der Kriegspropaganda, die immer Unheil stiftet, ist massiv zu widersprechen und alles zu unternehmen, was zu gewaltfreien Lebensverhältnissen der Menschen führt.

Die Prinzipien des Gewaltverzichts, der zivilen Konfliktlösung und des gemeinsamen sozialen wie kulturellen Aufbaus, die nach 1945 bis in die 1970er und 80er Jahre hinein bestimmend waren für Institutionen wie die UNO und die OSZE, müssen wieder zur Geltung gebracht werden.
Anstatt weiter an der Rüstungsspirale zu drehen, wie mit den beabsichtigten Waffenlieferungen in den Irak und die Anschaffung neuer militärischer Drohnen, müssen auch in Deutschland Fragen der Rüstungs-Konversion, des Umbaus der Produktion in eine rein zivile, neu auf die Tagesordnung gesetzt werden um das Geschäft mit dem Krieg zu beenden.

Dafür eingreifend engagieren sich bundesweit Hochschulmitglieder, um gegen die Militarisierung und Ökonomisierung der Bildungseinrichtungen einen Mentalitätswechsel hervorzubringen und diese als Orte der Aufklärung für den Frieden und für gesellschaftliche Veränderung zu rekonstituieren. Die Parteinahme der wissenschaftlichen Arbeit der Hochschulmitglieder für den Menschen ist notwendig, um Armut und Unterentwicklung nachhaltig zu überwinden, Fragen der Entspannung, Abrüstung und Konversion tatkräftig anzugehen und echte Schritte dafür zu tun, globale Probleme wie soziale Ungleichheit oder Klimaveränderungen zu lösen.

Daher rufen wir alle Hochschulmitglieder auf,
sich an der Demonstration zum Antikriegstag zu beteiligen!
In Solidarität mit den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen und politischen Kräften in aller Welt engagieren wir uns gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg, für eine Welt des Friedens.

„Mit den Waffen des Geistes gegen den Geist der Waffen.“
Martin Löwenberg, Widerstandskämpfer gegen den deutschen Faschismus, KZ-Häftling und Zwangsarbeiter, Gründung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes.