hiermiet laden wir euch herzlich zur Demonstration Solidarität statt Abschottung – Nein zur Grenzschließung und ‚Sicherheitspaket‘ ein, am Samstag, den 28.09.2024, um 12 Uhr auf dem Hansaplatz (St. Georg).
Die Schließung der deutschen Grenzen, die Verschärfung des Asylrechts, die Abschiebeoffensive und das sogenannte Sicherheitspaket der Bundesregierung sind ein massiver Angriff auf Menschen- und Grundrechte. Die Antwort der Ampelparteien auf rechte Hetze und den Vormarsch rechter Parteien besteht darin, Schutzsuchende weiter zu entrechten, die Grenzen zu schließen und den Überwachungsstaat weiter auszubauen. Damit befeuern sie die Spirale aus Hass und Hetze. Das müssen wir stoppen!
Die Einschränkungen in den Asyl- und Grundrechten verschlechtern die schon jetzt prekären Lebensbedingungen und den Alltag von Geflüchteten in Deutschland. Nur ein Ausdruck davon ist die Einführung der Bezahlkarte für Schutzsuchende. Die Ampelparteien treten Grund- und Menschrechte mit Füßen. Außerdem werden mit dem Sicherheitspaket polizeiliche Befugnisse in einem Maß ausgeweitet, das einen gravierenden Eingriff in unsere Freiheitsrechte darstellt – eine neue Form autoritärer Überwachung.
Diese Zustände und das Voranschreiten zu einem autoritären Staat, in dem Menschenrechte keinen Platz mehr haben, können wir nicht hinnehmen.
Lasst uns unsere Wut gegen die Asylverschärfungen und das Sicherheitspaket auf die Straße bringen. Gemeinsam sind wir laut, wütend und solidarisch.
hiermit laden wir euch herzlich zur Erinnerungs- und AktionstagungNeue Zwänge – Alte Potenziale? 50 Jahre Absage des 5. Deutschen Jugendhilfetages ein, am Freitag und Samstag, den 20.09.2024 und 21.09.2024, in der Fakultät für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg (Von-Melle-Park 8).
Die Veranstaltung wird in Kooperation vom Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (AKS) Hamburg, dem Verband Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) und den Arbeitsbereichen Sozialpädagogik sowie Pädagogik bei Behinderung und Benachteiligung der Uni Hamburg organisiert.
Der Anlass für die Tagung ist der 50. Jahrestag der Absage des 5. Deutschen Jugendhilfetags, der 1974 unter dem Motto „Jugend und Recht“ vom 8.-11. September 1974 in Hamburg hätte stattfinden sollen. Die Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe (AGJ) sagte diesen jedoch ab – als Antwort auf die Aktivitäten der Sozialarbeiteropposition („Sozialistische Aktion“), die titulierte „[…] daß der Jugendhilfetag lediglich der scheindemokratischen Legitimation der Jugendpolitik der regierungs- und verbandsbürokratischen Kräfte dienen und die Loyalität der Fachbasis gegenüber dem bürgerlichen Staat sicherstellen sollte.“ (Presseerklärung Sozialistische Aktion Jugendhilfetag Hamburg, 25.5.1974).
50 Jahre später soll zusammen mit Protagonist:innen der Sozialistischen Aktion, der AGJ und heutigen Aktiven die Absage des 5. DJHT zum Ausgangspunkt genommen werden, um über Kontinuitäten, Brüche, Unabgegoltenes, Hoffnungsvolles und Konsequenzen ins Gespräch zu kommen. Die damit in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Jugendhilfe verbundenen Themen sollen in Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und Workshops vertieft und auf ihre Aktualität überprüft werden.
Zum Beispiel: – Sozialarbeit im Aufbruch: Von der Fürsorge zur Sozialarbeit im Kapitalismus – Aktuelle Kontroversen in der Jugendhilfe – Zwischen Nothilfe und Emanzipation – Widerspenstig, eigensinnig, unbequem: Die Behinderten(rechts)bewegung – Von der Kinderladenbewegung zur institutionellen Erziehung und Bildung für alle?! – (Offene) Kinder- und Jugendarbeit: Ein Ort autonomer Weltaneignung und politischer Bildung oder von Prävention und wohlkalkulierter Freizeitgestaltung? – Selbstorganisation als Sozialarbeitsopposition – Von der individualisierten Fallarbeit zur stadtteilorientierten Sozialarbeit und zurück?
Als Referent:innen werden sich neben uns beiden u.a. beteiligen:Stefan Köngeter, Timm Kunstreich, Susanne Maurer, Günter Pabst, Friedhelm Peters, Elisabeth Richter, Helmut Richter, Kira Gedik, Mark Schrödter, Udo Sierck, Norbert Struck, Heinz Sünker und Reinhart Wolff.
Die aktuellen Rahmenbedingungen, unter denen Jugendhilfe und Soziale Arbeit insgesamt stattfinden führen vielfach zu restriktiven und auf Ausgrenzung und Anpassung gerichteten Tendenzen, anstatt die Entwicklung von Solidarität für eine demokratische Gesellschaft zu fördern. Grund genug, sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen und sich für die Verwirklichung von Alternativen zu bilden und zu organisieren!
Aufruf und Programm findet ihr hier. Anmelden könnt ihr euch hier. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.