Heraus zum 1. Mai!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Demonstration des DGB am Tag der Arbeit am Donnerstag, den 01.05.2025 einWeitere Informationen zum Ablauf findet ihr unten.

Zusammen mit dem Bündnis „Tu was, Hamburg!“ rufen wir alle (angehenden) Kolleg:innen aus der Sozialen Arbeit dazu auf, gemeinsam für würdige Löhne und gute Arbeitsbedingungen zu demonstrieren.

Während die aktuelle Politik mit Kürzungen und Sozialabbau Subventionen für Unternehmen, Aufrüstung und schließlich Krieg mitfinanziert, dürfen sich die Reichen über ihre Profite freuen. Der Slogan „Bei der Rüstung sind sie fix – für Bildung und Soziales tun sie nix!“ ist aktueller denn je.

Die Budgets für Jugendhilfe, Bildung und Soziales stehen unter Druck. Die Bedingungen in unseren Arbeitsfeldern sind vielfach geprägt durch Überlastung, Fachkräfte‐ und Stellenmangel, starke Personalfluktuation und hohen Krankenstand, strukturelle Unterfinanzierung, mangelnde betriebliche Mitbestimmung, fremdbestimmte Arbeitsverdichtung, übermäßigen Kontrolldruck und eine inhaltliche Ausrichtung auf Effizienz und Anpassung. Rund Dreiviertel aller Sozialarbeiter:innen denken, nicht bis zur Rente durchhalten zu können.

So ist es kaum möglich, wirksam zur Verhinderung, Lösung oder zumindest Minderung der sozialen Probleme beizutragen. Doch eine gut ausgebaute und verlässlich finanzierte soziale Infrastruktur ist grundlegend für eine demokratische Gesellschaft!

Deswegen: Kommt mit uns zur 1. Mai Demonstration. Wir laufen gemeinsam und sagen: Schluss mit Überlastung, Kürzungen und Sozialabbau – Für mehr Kolleg:innen, höhere Löhne, Abrüstung und soziale Verbesserungen!

Wir laden euch herzlich ein zu einem gemeinsamen Startpunkt von Studierenden und Kolleg:innen der Sozialen Arbeit:

beim Auftakt um 10:15 Uhr vor dem Lautsprecherwagen von ver.di.

Der Lautsprecherwagen befindet sich weiter hinten im Demozug und wird mit Bannern erkenntlich sein. Hier gibt es zum Auftakt und auch während der Demo einige Redebeiträge. Auch das Bündnis „Tu was, Hamburg!“ wird einen Redenbeitrag halten.

 Ablauf der Demo:

  • Auftakt 10:30 Uhr: U-Bahn Habichtstraße
  • Start Demo: 11:00 Uhr
  • Abschluss Kundgebung: 12:00 Uhr, in Barmbek (Museum der Arbeit)
  • Danach: Maifest auf dem Bert-Kaempfert-Platz mit Infozelten etc.

 Weitere Infos findet ihr hier: 1. Mai 2025 in Hamburg | DGB Hamburg

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

BAföG für Alle neu erkämpfen: Grundrechte auf Ausbildungsvergütung statt Armut per Gesetz!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zu Diskussionsveranstaltung BAföG für Alle neu erkämpfen: Grundrechte auf Ausbildungsvergütung statt Armut per Gesetz! ein, am Montag, den 28.04.2025, um 18:00 Uhr im Hörsaal Rechtshaus der Uni Hamburg (Rothenbaumchaussee 33). Der Referent ist Wilhem Achelpöhler, Fachanwalt für Verwaltungs- und Hochschulrecht, Mitglied im Republikanischen Anwaltsverein, IALANA

Die soziale Prekarität von Studierenden schreit zum Himmel. Seit Jahren bereits reicht das BAföG – die studentischerseits erkämpfte staatliche Förderung von Studierenden, Auszubildenden und Schüler:innen über 18 Jahren – vorne und hinten nicht zum Leben, geschweige denn zum aufgeklärt-kritischen Studieren.

Nun war das Bundesverfassungsgericht aufgerufen, diesem Umstand Abhilfe zu schaffen und zu entscheiden, inwiefern auch für Studierende das aus Art. 1 GG („Menschenwürde“), Art. 12 GG („freie Wahl von Beruf und Ausbildungsstätte“) und Art. 20 GG („Sozialstaatsgebot“) abgeleitete Recht auf ein lebens grundlagensicherndes Existenzminimum gilt.

Herausgekommen ist eine faktische Revision dieser grundgesetzlichen Ansprüche, da laut Gericht generell die Wahrnehmbarkeit von Grundrechten gar nicht materiell durch den Staat abgesichert werden müsse und Studierende, wollten sie nicht unter dem Existenzminimum leben, ihr Studium jederzeit auch abbrechen könnten und dann „Bürgergeld“- empfangsberechtigt seien.

So redet das Bundesverfassungsgericht nicht nur einer Regierungspolitik das Wort, die den antifaschistischen Charakter des Grundgesetzes seit längerem schon zugunsten der „Kriegstauglichmachung“ der Gesellschaft zu untergraben versucht. Es wird auch das BAföG als sozialstaatliche Errungenschaft eines verbindlichen Rechtsanspruchs auf ein lebensgrundlagensicherndes Existenzminimum für Studierende und Auszubildende in Frage gestellt – und damit die Sozialstaatlichkeit der Bundesrepublik prinzipiell.

Das verdient unseren entschiedensten Widerspruch. Das BAföG wurde im Zuge der 1968er-Bewegung erkämpft als rückzahlungsfreier, lebensgrundlagensichernder Vollzuschuss für alle Studierenden, Auszubildenden und Schüler:innen ab 18 Jahren. Alle sollten so in den Genuss des Rechts auf höhere Bildung kommen können. Dies geschah in dem Bewusstsein, dass die wissenschaftlich-qualifizierte Weltaneignung zudem von zentraler Bedeutung für die allgemeinwohlorientierte Entwicklung der ganzen Gesellschaft ist.

Insofern ist es als „BAföG für Alle“ heute mehr denn je neu zu erkämpfen. Diese Auseinandersetzung hat zugleich paradigmatische Bedeutung für die Verwirklichung der Menschenwürde als universellem Gleichheitsmaßstab, der unteilbaren Grundrechte in ihrem sozialen Gehalt und einer zivil orientierten, aufgeklärten Sozialstaatlichkeit zur realen Krisenlösung. Sie reicht damit weit über die Grenzen des universitären Rahmens hinaus.

In diesem Zusammenhang wollen wir mit Wilhelm Achelpöhler u.a. diskutieren: Wie ist das aktuelle BAföG-Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu deuten?

Was bedeutet es für die heutigen Auseinandersetzungen um eine sozial gerechte, staatliche Studienförderung?

Auf welches historische Rechtsverständnis der Grundrechte im Allgemeinen und des BAföG im Konkreten lässt sich dabei zurückgreifen, um die notwendigen Verbesserungen gesellschaftlich durchzusetzen?

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Swing-Semesterauftaktparty in der Kontrabar!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Semesterauftaktparty Swing gegen Rechts ein, am Freitag den 24.04.2025, ab 19 Uhr in der Kontrabar (Raum 0.15)

“Wer den Swing im Blut hat, kann nicht im Gleichschritt marschieren!”

Coco Schumann

Feiern gegen Rechts, geht das?
Ein Rückblick: In den 1930er Jahren entwickelte sich in Deutschland eine Jugendbewegung, die sowohl die Liebe zum amerikanischen Jazz-Swing wie auch eine oppositionelle Haltung gegenüber dem faschistischen Regime verband. Dabei war das gemeinsame Tanzen selbst schon kultureller Ausdruck davon, wie sie sich die Gesellschaft vorstellten: nonkonform, egalitär und kreativ – eine lebensbejahende Perspektive, die auch heute noch rechten Kräften ein Dorn im Auge ist!

Widerstand an der HAW?
Dieses Jahr feiern wir 80 Jahre Befreiung vom Faschismus. Gegen jede Form von rechter Ideologie und wachsende Militarisierung – für den 8. Mai als Feiertag! Diskutieren wir auf Partys genauso wie in Seminaren darüber, wie wir dazu beitragen können, die Gesellschaft zum Positiven zu verändern: Solidarität statt Konkurrenz, Nonkonformität statt Leistungszwang, Emanzipation statt traditioneller Rollenbilder!

Starten wir dafür gemeinsam ins Semester. Lasst uns zusammenkommen, feiern, tanzen, uns (neu) kennenlernen und den Verhältnissen trotzen!

Programm
19:00 Uhr Swing gegen Rechts: Partybeginn mit Einstiegskurs und flottem Swingtanz
20:30 Uhr Bingo mit verschiedenen lauten und leisen, historischen und aktuellen, nachdenklichen und auffordernden Protestsongs der Welt.
Anschließend DJ spinny spears: mit Musik der 80s/90s/00s!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Tu was, Hamburg! 2. Kinder- und Jugendhilfegipfel

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zum zweiten, Kinder- und Jugendhilfegipfel Tu was, Hamburg! ein, am Freitag, den 04.04.2025, von 9-16 Uhr in der Patriotischen Gesellschaft von 1765 (Trostbrücke 6)!

„Die gesellschaftliche Lage ist geprägt von einer dramatischen Zunahme sozialer Ungleichheit, welche sich auch auf die Kinder‐ und Jugendhilfe auswirkt; die Budgets für Jugendhilfe, Bildung und Soziales stehen unter dem Druck von Schuldenbremse und steigenden Ausgaben für das Militär. Die sozialpolitischen Aufgaben wachsen, doch die Ressourcen fehlen. Nicht zuletzt eine gut ausgebaute und verlässlich finanzierte soziale Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien ist jedoch essentiell für die Umsetzung der Kinderrechte und die Weiterentwicklung einer demokratischen Gesellschaft.“

So hatten wir als Netzwerk am 3.5.2024 zum Kinder‐ und Jugendhilfegipfel unter dem Motto „Tu was, Hamburg!“ eingeladen und mit über 250 Personen über die aktuelle Lage und Handlungsmöglichkeiten für grundlegende Verbesserungen in den verschiedenen Feldern der Jugendhilfe diskutiert. Mit der verabschiedeten Resolution (https://tu-was-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/05/Resolution_Tuwas-Hamburg_A4.pdf) sind Forderungen an Bundesregierung, Hamburger Senat und weitere politisch Verantwortliche sowie die Kolleg:innen in der Jugendhilfe und alle Hamburger:innen gestellt worden, die hochaktuell geblieben sind.

Mit dem Kinder‐ und Jugendhilfegipfel am 4. April 2025 wollen wir an die aktuellen Debatten anknüpfen und dazu beitragen, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsame Handlungsperspektiven zu entwickeln. Es braucht sowohl die entsprechenden finanziellen Ressourcen für eine auskömmlich ausgestattete Kinder‐ und Jugendhilfe als auch einen gemeinsamen lösungsorientierten Diskurs für eine demokratische und emanzipatorische Ausgestaltung. Daran wollen wir gemeinsam weiter arbeiten!

Mit sechs verschiedenen Workshops (u.a. mit Basement e.V., Prof. Dr. Nikolaus Meyer (Uni Fulda), Kerstin Kubisch-Piesk (BAG ASD), Prof. Dr. Michael Klundt (HS Magdeburg-Stendal), Helen Vogel (SJD-Falken Hamburg), Dr. Wolfgang Hammer sowie Kollegen aus dem Fanladen St. Pauli und dem HSV-Fanprojekt) zu unterschiedlichen Herausforderungen der gegenwärtigen Jugendhilfe bzw. Sozialen Arbeit, einer Vollversammlung, moderiert von Burkhard Plemper, und einer Podiumsdiskussion zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe mit Dr. Dirk Bange (Sozialbehörde), Anja Post-Martens (VKJH), Ronald Prieß (AK Kinder, Jugend und Bildung der Patriotischen Gesellschaft), Klaus Wicher (SOVD), einem ver.di-Vertreter u.a. wollen wir an die Diskussionen, die wir bei den letzten Gelegenheiten geführt haben, anknüpfen.

Der Flyer mit dem ausführlichen Einladungstext sowie dem kompletten Programm ist hier abrufbar: https://tu-was-hamburg.de/?page_id=503
Wer gedruckte Flyer erhalten möchte oder Rückfragen hat, kann sich gerne per Mail an tu-was-hamburg@gmx.de wenden.

Die Teilnahme ist kostenfrei möglich. Für eine gute Planung bitten wir alle Interessierten um eine Registrierung/Anmeldung über die Homepage der Patriotischen Gesellschaft: https://www.patriotische-gesellschaft.de/veranstaltungen/tu-was-hamburg-kinder-und-jugendhilfegipfel-ii-2025

Wir freuen uns auf breites Interesse und vorwärtsweisende Diskussionen!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Obdachlose Kids von der Straße holen!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Fachveranstaltung Obdachlose Kids von der Straße holen! des Bündnis Tu was Hamburg! ein, am Freitag, den 21.02.2025 von 9:30 bis 14:30 Uhr im Wichern-Saal, Rauhes Haus, Horner Weg 190.

Immer mehr Minderjährige und junge Erwachsene sind ohne Obdach. Mindestens 150 Minderjährige leben in solchen Verhältnissen auf Hamburgs Straßen! Dieser Zustand ist nicht vom Gesetz gedeckt. Nach dem Kinder‐ und Jugendhilfegesetz müssen diese Kinder und Jugendlichen in Obhut  genommen werden. Zusätzlich soll einen Wohnungspool geben, aus dem mit Belegbindungen zeitnah geholfen werden kann.

Vorbild ist die Praxis der Werkstatt Solidarität Essen in Nordrhein‐ Westfalen: Ein integriertes Angebot von Straßensozialarbeit, pädagogisch intensiv begleitetem Einzelwohnen und Nachsorge. Wer erfolgreich bis zum 18. Lebensjahr in so einer Wohnung gewohnt hat, übernimmt die Wohnung mit einem eigenen Mietvertrag.

Auf der Veranstaltung berichtet die Werkstatt Solidarität Essen von ihren Erfahrungen und es werden die bisherigen Überlegungen sowie Möglichkeiten für eine Umsetzung in Hamburg vorgestellt und gemeinsam erörtert.

Aufruf und Programm findet ihr hier.
Anmelden könnt ihr euch per Mail an tu-was-hamburg@gmx.de.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat Soziale Arbeit und Bildung und Erziehung in der Kindheit

Kongress Armut und Gesundheit: Gesundheit fördern heißt Demokratie fördern!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zum Kongress Armut und Gesundheit ein, am 17.03 und 18.03,2025 in Berlin.

Was ist der Kongress und warum ist er spannend für uns?
Vor 30 Jahren hat der Kongress das erste Mal stattgefunden. Seitdem wird er jährlich vom Verein Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V. organisiert und bringt dabei Public-Health Akteure aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um über den Zusammenhang von Armut und Gesundheit öffentlich zu diskutieren. Das Ziel ist, die bestehende gesundheitliche Ungleichheit für und mit Menschen in Armut besprechbar zu machen und dauerhaft auf die politische Agenda zu setzen. Dabei leitet alle Teilnehmenden die Vision, „dass alle Menschen ein selbstbestimmtes und gesundes Leben führen können, so wie es entlang der Ottawa Charta aufgezeigt wird„. [1]
Anhand der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen im Bereich Public Health werden Themen und Fragestellungen ausgewählt. Der Kongress bringt Menschen aus diversen Bereichen zusammen – insbesondere Studierende sind, als Public Health-Nachwuchs adressiert.  Der Kongress dient zur Vernetzung mit Akteuren der PH-Community und anderen Studierenden, sowie zu der inhaltlichen Auseinandersetzung mit relevanten Themen zur Verwirklichung des Menschenrechts auf Gesundheit. [2]

Was ist dieses Jahr das Thema?
Der Kongress steht in diesem Jahr unter dem Titel „Gesundheit fördern heißt Demokratie fördern!”. Im Diskussionspapier, welches sich vollständig im Anhang befindet, heißt es:
Gesundheitsförderung ist ein Demokratieprojekt! Es gibt wechselseitige Beziehungen zwischen demokratischen Prozessen und Gesundheitsförderung: Die Stärkung demokratischer Prozesse fördert das gesellschaftliche Bewusstsein für   gesundheitliche Chancengleichheit, die Selbstbestimmung und Mitbestimmung. Durch die aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen erfahren Menschen Selbstwirksamkeit, stärken ihr Vertrauen in Institutionen und erleben soziale Unterstützung. All diese Faktoren sind wesentliche Determinanten für die Gesundheit. Zudem ermöglicht demokratische Teilhabe eine aktive Mitgestaltung der Gesellschaft hin zu gesundheitsförderlicheren Rahmenbedingungen. Umgekehrt kann die Förderung der Gesundheit dazu beitragen, die gesellschaftliche Teilhabe zu erhöhen, indem sie Menschen befähigt, ihre Rechte einzufordern und sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Der Kongress Armut und Gesundheit 2025 tagt daher unter dem Motto: „Gesundheit fördern, heißt Demokratie fördern!“ [3]
Demokratie ist ein Prozess, der nie abgeschlossen ist. Die Demokratisierung der Gesellschaft und die Umsetzung des Grundgesetzes als Lehre aus dem Faschismus ist kontinuierlich weiter zu verwirklichen. Wie können wir aus den Gesundheitswissenschaften dazu beitragen und inwiefern hat jede*r einzelne von uns dafür Bedeutung? Lasst es uns gemeinsam bei dem Kongress diskutieren.

Infos zur gemeinsamen Teilnahme

  • Jede*r kümmert sich selbst um die Anmeldung unter folgender Website: Anmeldung Kongress A&G
  • Das Ticket kostet 80€ und die Kosten (+Unterkunft, Anreise) müssen selbst getragen werden. – Wie immer gilt laut Kongressteam, dass jede*r teilnehmen können soll, daher kann man sich bei finanziellen Hürden an das Kongressteam wenden und ein Soli-Ticket erhalten. 
  • Studentische Vernetzung und Austausch von Tipps zur Anreise und Unterkunft finden hier statt: Einladungslink zur Austauschgruppe

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Quellen:
Weitere Infos findet ihr auf der Kongresswebsite: Armut und Gesundheit
1) https://www.armut-und-gesundheit.de/ueber-den-kongress/selbstverstaendnis#_ftn2
2) https://www.armut-und-gesundheit.de/fileadmin/user_upload/Kongress/Kongress_2025/Dokumente/Diskussionspapier_AuG2025.pdf
3) https://kongress.armut-und-gesundheit.de/frontend/index.php

Konzept 2025

Liebe Komiliton:innen,

heute hat die Vollversammlung der Fachschaft stattgefunden und wir sind als Liste kritische Soziale Arbeit zum Fachschaftsrat wiedergewählt! Hier findet ihr unser Programm samt Vorhaben für die nun startende Legislatur:

Für uns sind derzeit zentrale Themen die zunehmende Aufrüstung durch Sozialabbau, die politische Rechtsentwicklung, die einhergeht mit der Hetze gegen Migrant:innen, Geflüchtete und Bürgergeldempfänger:innen. Der gesellschaftliche Reichtum ist groß genug, um für alle die notwendigen Ressourcen bereitzustellen. Es ist an der Zeit, dass Hochschulen und insbesondere unser Department Soziale Arbeit sich aktiv in den politischen Diskurs einbringen und für Veränderungen kämpfen.
Unser Programm setzt genau hier an:

Unbegrenzte Prüfungsversuche
Der grundlegende Sinn von Prüfungen und Benotungen sollte grundsätzlich hinterfragt werden! Während der Pandemie war es durch den Druck von Studierendenvertretungen und entsprechende Anträge möglich, Fehlversuche bei Prüfungen nicht zu zählen. An der Universität Bielefeld ist dies bereits der Normalzustand – und genau das wollen wir auch an der HAW: ein dauerhaft angstfreieres und gesünderes Studium. Erste Schritte wurden bereits eingeleitet, Kontakte nach Bielefeld sind geknüpft und eine Veranstaltung an der HAW ist in Planung. Was erhoffen wir uns davon? Einen Beitrag zu einem Studium auf Augenhöhe, das sich an Interesse und nicht an Notendruck orientiert.

Studienreform und Projektstudium
Wir arbeiten an der Entwicklung eines Studienmodells, bei dem wir durch praxisorientierte Projekte während des Studiums die Kompetenzen erwerben, die später im Beruf von Bedeutung sind. In Zusammenarbeit mit Partnern aus der Praxis bearbeiten wir gesellschaftliche Herausforderungen und tragen so dazu bei, sowohl unser Studium als auch die Gesellschaft nachhaltig zu verändern. Ein erster Teil dieser Reform wurde bereits beschlossen und ist im Studienreformprozess verankert. Ab dem kommenden Jahr wird es möglich sein, Seminare in Projektform über zwei Semester zu studieren. Bei der weiteren Umsetzung und Planung wollen wir uns aktiv einbringen und mitgestalten. Wir setzen uns weiterhin für eine Ausweitung dieses Ansatzes ein.

Ausfinanzierung des Studierendenwerks
Wie auch die HAW ist das Studierendenwerk massiv unterfinanziert. In diesem Jahr gab es bereits Preiserhöhungen für Studierende, und weitere Erhöhungen stehen bevor. Im letzten Semester haben wir gemeinsam mit Kommiliton:innen aus unserem Department an der Vertreterversammlung des Studierendenwerks teilgenommen und gegen diese Preiserhöhungen protestiert. Wir wollen uns auch weiterhin für Verbesserungen und eine bessere Ausfinanzierung des Studierendenwerks starkmachen.

BAföG für Alle
Die soziale Lage der Studierenden in Deutschland ist dramatisch. Laut Daten des Deutschen Studierendenwerks, des Statistischen Bundesamts und unabhängiger Studien leben derzeit etwa zwei Drittel aller Studierenden unterhalb der Armutsgrenze. Mit der Forderung nach einem BAföG für alle stellen wir uns entschieden gegen die Armut unter Studierenden und setzen ein Zeichen gegen die neoliberale Ideologie der Eigenverantwortung und die Leistungsideologie des „Förderns und Forderns“. Es braucht einen Paradigmenwechsel in und durch soziale Kämpfe! Konkret bedeutet dies: Wir werden uns weiterhin an der laufenden Kampagne „BAföG für Alle!“ beteiligen und an der geplanten Demo sowie weiteren Aktionen mitwirken.

Studieneinstiegsphase – AG OE
Der Start ins Studium macht einen großen Unterschied! Gemeinsam mit Tutor:innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen und interessierten Studierenden wollen wir den Studienstart weiterentwickeln – auch
unter Berücksichtigung finanzieller Einschränkungen. Gerade deswegen ist es besonders wichtig, den Austausch zwischen Studierenden zu fördern, die Hochschule besser kennenzulernen und erste Inhalte des Studiengangs sowie der Praxisfelder zu entdecken. Zudem wollen wir die Studierenden anregen, eine kritische Haltung einzunehmen, um das Studium, den Fachbereich und die Hochschule aktiv mitzugestalten.

Soziale Ungleichheit am Beispiel des Cum-Ex-Skandals
Die soziale Ungleichheit in Deutschland verschärft sich zunehmend – und genau hier ist die Soziale
Arbeit gefragt! Im vergangenen Semester haben wir uns bereits mit dem Bürgergeld sowie der Lage von Wohnungs- und Obdachlosigkeit beschäftigt und uns an Aktionen sowie einer Demo beteiligt. Es braucht unter anderem umfangreichere Soforthilfeprogramme, massive Investitionen in den sozialen Wohnungsbau und eine stärkere Förderung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Doch die entscheidende Frage bleibt: Woher sollen diese Mittel kommen? Hier wollen wir uns in diesem Semester mit der Finanzierung befassen. Denn nicht Geflüchtete und Arbeitslose sind zu teuer – es sind „die Reichen“, die dem Staat auf der Tasche liegen. Ein Paradebeispiel hierfür ist der Cum-Ex-Skandal: Hier werden enorme Summen an Steuergeldern veruntreut, mit denen beispielsweise fünf Jahre lang der Hamburger Sozial- und Bildungshaushalt finanziert werden könnte.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Vollversammlung!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Vollversammlung der Fachschaft und Neuwahl des Fachschaftsrats ein, am Montag, den 20.01.2025, um 16:00 Uhr in der Versammlungsstätte (Alexanderstraße 1) statt.
Gemeinsam wollen wir die gesellschaftliche Lage einschätzen und dafür die Rolle Sozialer Arbeit bestimmen.

Was ist der Fachschaftsrat?
Fachschaftsräte wurden von Studierenden erkämpft und sind Teil der Verfassten Studierendenschaft. Ein Fachschaftsrat (FSR) ist die Interessensvertretung aller Studierender eines Departments und erste Anlaufstelle bei Problemen und Fragen im Studium sowie zur Gestaltung von Studium, Wissenschaft und Hochschule. Mit gemeinsam organisierten Veranstaltungen und Aktionen oder über aktive Arbeit in Gremien können Studierende als größte Mitgliedergruppe so für die Veränderung von Wissenschaftsinhalten, Studienstrukturen, Campuskultur und studentischen Lebensbedingungen wirken.

Hier die Punkte der vorläufigen Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Vorstellungsrunde
  3. Rechenschaftsbericht des amtierenden FSRs
  4. Vorstellungen der kandidierenden Listen
  5. Diskussion über Vorhaben und Themen
  6. Wahl des Fachschaftsrats
  7. Verschiedenes

Alle Studierende des Departments Soziale Arbeit (Bachelor-Studiengänge Soziale Arbeit sowie Bildung und Erziehung in der Kindheit und Master-Studiengänge Soziale Arbeit und Familienwissenschaften) sind berechtigt zu kandidieren und zu wählen.

Du hast Lust mitzumachen? Komm gern dazu und bring dich ein!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Für ein Recht auf Wohnen!

Wohnen ist ein fundamentales Menschenrecht und sollte als solches in der Verfassung verankert werden. Sicheres und angemessenes Wohnen ist die Basis für ein menschenwürdiges Leben, es fördert die persönliche Entfaltung und ermöglicht die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Der Zugang zu Wohnraum ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch Voraussetzung für Gesundheit, Bildung, Arbeit und wirtschaftliche Stabilität. Jeder Mensch, unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder Lebensumständen, sollte das einklagbare Recht auf eine Wohnung, die Schutz, Sicherheit und Geborgenheit bietet, erhalten.

Recht auf Wohnen garantieren! Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe

Liebe Kommiliton:innen,

in diesem Sinne laden wir euch herzlich zu folgenden Demonstrationen und Aktivitäten ein:

Demonstration „Offensiv für Wohnraum“ – Start am 05.12. um 17 Uhr auf dem Gänsemarkt
Die Wohnungskrise ist offenkundig. Die Mieten sind schon jetzt für viele nicht mehr bezahlbar. Stattdessen braucht es grundsätzliche Veränderungen und eine grundlegend andere Wohnungspolitik.Wir fordern einen Mietendeckel, einen besseren Kündigungsschutz, einen sozialverträglichen ökologischen Umbau, mehr gemeinnützigen Wohnungsbau, dauerhaft bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum, ein Ende der Spekulation mit Boden und Wohnungen durch Vergesellschaftung!

Demonstration „Solidarität statt Ausgrenzung“ – Start am 14.12. um 14 Uhr am Dammtor Bahnhof
Maßnahmen wie das Bettelverbot im HVV, die Überwachung und Verdrängung auf öffentlichen Plätzen oder die Bezahlkarte folgen einer Logik der Marginalisierung und Kriminalisierung von Menschen in prekären Lebenslagen. Stattdessen fordern wir sozialverträgliche Lösungen und eine Stadt, die allen Menschen Raum und Unterstützung bietet.
Es braucht bezahlbaren Wohnraum für Alle, die Umsetzung von Housing First und soziale Sicherheit für Alle statt Individualisierung von Armut!
Kommt auch vorab zur Bannermalakation am 09.12. ab 16 Uhr in der Kontrabar.

Petition „Ausfinanzierung des Studierendenwerks statt Preiserhöhung – Gemeinsam gegen die 13. Monatsmiete!“
Drei Viertel aller Studierender in Deutschland sind arm. Die anstehenden Mieterhöhungen in den Wohnheimen des Studierendenwerks – die eigentlich erschwinglich sein sollen – verschlimmern die Situation nur noch weiter. Das nehmen wir nicht hin. Wir fordern eine bessere Finanzierung des Studierendenwerks durch die Stadt Hamburg, um neue Wohnheimplätze zu schaffen, Mieten sowie Semesterbeitrag und Mensapreise deutlich zu senken!
Unterschreibt die Petition, verbreitet sie und macht mit: www.openpetition.de/!studiwerk
Kommt auch zur Bannermalakation und anschließender Party am 06.12. ab 18 Uhr im Wohnheim Margaretha-Rothe-Haus.

Kommt dazu!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Projektwoche WiSe 24/25

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zu unseren Veranstaltungen in der Projektwoche ein:

Armut sichtbar machen – Ziviler Widerstand gegen das Bettelverbot im HVV!
am Dienstag, den 26.11.2024 von 15:00 bis 16:30 Uhr in Raum 4.03

Armut darf nicht unsichtbar gemacht werden – sie muss aktiv bekämpft werden! Die Veranstaltung thematisiert, wie ziviler Widerstand und Soziale Arbeit zusammenwirken können, um die Kriminalisierung von Armut zu verhindern.
Am Beispiel des Bettelverbots im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) wird aufgezeigt, wie solche Regelungen Verdrängung fördern. Gemeinsam mit der ‚Lobby gegen Verdrängung und Diskriminierung‚ diskutieren Strategien zivilen Widerstands und Ansätze der Sozialen Arbeit, um Armut wirksam zu bekämpfen.

Armut – (k)ein individuelles Problem?!
am Donnerstag, den 28.11.2024 von 11:00 bis 13:00 Uhr

„Von sozialer Gerechtigkeit sind wir gesellschaftlich weit entfernt. Mehr soziale Gerechtigkeit kann nur durch eine substanzielle Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums mittels Steuer- und Abgabenpolitik erreicht werden. Alles andere ist Flickschusterei.“ – Harald Ansen (SOVD 12.07.2024)
Obwohl in Deutschland 237 Milliardäre leben und aktuell gut ein Fünftel der Bevölkerung von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht ist, verfängt weiterhin der Mythos „Wer arm ist, sei irgendwie auch selbst schuld.“
Der norwegische Kurzfilm „Grill“ erzählt die Geschichte einer Frau in existenzieller finanzieller Not. Weil ihr der Strom abgestellt wird, begibt sie sich auf eine Odyssee durch die Stadt, um einen kostenlosen Grill zu beschaffen, wie von der Sozialbehörde empfohlen. Die bitterböse Satire karikiert nicht nur das Versagen des Hilfesystems, sondern auch die Annahme, im Notfall sei ja die Familie zur Stelle.
Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Auswirkungen die Individualisierung von Armut auf den Einzelnen wie die Gesellschaft hat. Ist oder macht Armut kriminell? Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit bei der (Anti-)Diskriminierung von armen Menschen? Wie wirken wir für eine Soziale Arbeit, die Armut tatsächlich bekämpft statt sie (lediglich) zu verwalten?

SOLD CITY – Wenn Wohnen zur Ware wird
am Donnerstag, den 28.11. und 12.12.2024, um 18 Uhr in der Kontrabar (Raum 0.15)

77% der Studierenden sind von Armut gefährdet, auf dem Hamburger Wohnungsmarkt gibt es so gut wie keine bezahlbaren WG-Zimmer und die Wohnheimplätze des Studierendenwerks reichen nicht aus. Das verunmöglicht vielen das Studium! Noch bis 1989 war der Wohnungsbau an Gemeinnützigkeit gebunden, die Gewinne stark reguliert. Seit 1990 soll nur noch der Markt entscheiden.
Der Film SOLD CITY (2024 | 102 Min) macht nicht nur die Gefahren für die Stadtkultur und die Demokratie sichtbar, die von dieser Marktorientierung ausgeht, sondern geht auch den Ursachen und Möglichkeiten des Widerstands nach!
Wir wollen den Film gemeinsam schauen und diskutieren. Für eine starke öffentliche Finanzierung des Studierendenwerks!

Kommt dazu und diskutiert mit!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat