Projektwoche WiSe 25/26

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zu unseren Veranstlatungen in der Projektwoche ein:

Reformen der Grundsicherung: Ist das Recht auf ein Existenzminimum verhandelbar?
am Montag, den 24.11.2025 von 13:30 bis 15:00 Uhr in Raum 4.08

Die Menschenwürde im Grundgesetz schützt den Anspruch auf eine menschenwürdige Existenz, was soziale, politische und kulturelle Teilhabe beinhaltet. Dafür reicht das sogenannte Existenzminimum des Bürgergeldes schon jetzt in vielen Fällen nicht. Und nun soll das Bürgergeld im durch Merz & Co. ausgerufenen „Herbst der Reformen“ noch weiter verschärft werden, bspw. durch Streichung der einjährigen Karenzzeit für als unangemessen betrachtete Kosten der Unterkunft.
Es stellt sich die Frage: Ist das mit unserer Verfassung vereinbar? Schon seit der Einführung der Hartz- IV-Gesetze 2005 werden die Sanktionsmöglichkeiten in Form von Kürzungen unter das Existenzminimum von Sozialverbänden scharf kritisiert. Ebenso wird kritisiert, dass in der öffentlichen Debatte, der Bezug von Bürgergeld als eigene Schuld und nicht mehr das Versagen des Staates, Vollbeschäftigung zu erreichen, dargestellt wird.
In der Veranstaltung wollen wir nach einem Input zu den geplanten Gesetzesänderungen und deren historischer Einordnung gemeinsam diskutieren:
Welche politischen Hintergründe gibt es für die geplanten „Reformen“? Wen treffen die Kürzungen und Sanktionen und welche Ideologien stecken dahinter? Und nicht zuletzt: Welche Initiativen und Aktivitäten gibt es, die sich gegen die geplante Rechtsentwicklungen des SGB II stellen? Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit? Und was sollte in der Sozialrechtslehre vermittelt werden, damit wir gemeinsam für einen gerechten Sozialstaat streiten können?

Juli 76 – Das Private ist politisch Wie in Hamburg das erste autonome Frauenhaus entstand Ein Film von Ulrike Schaz
am Montag, den 24.11.2025 von 16:00 bis 18:00 Uhr in Raum 3.09

1976. Frauenbewegung. Überall gibt es Gruppen, in denen Frauen nach anderen Lebensweisen und Perspektiven suchen. In Hamburg – wie in Berlin oder Köln – haben sich Frauen entschieden, gemeinsam ein autonomes Frauenhaus für misshandelte Frauen zu erkämpfen. Als Schutzraum für Frauen und ihre Kinder und als Zeichen gegen Männergewalt. Wie sie losziehen und ihre Idee umsetzen, davon erzählt die filmische Montage aus Rückblicken, Dokumenten und Bildern aus den ersten sechs Jahren des Projekts. „Das Frauenhaus sollte eine Art Gegenwelt sein, ein Ort, an dem sich Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten kennenlernen und gemeinsam eigene politische Aktionsformen entwickeln könnten. Wir schauten weit, bis zum Ende des Patriarchats. Und hatten dabei eine konkrete Utopie.“ Filmschau mit anschließender Diskussion mit den Zeitzeuginnen Nelly, Sibylle und Christine: Wie haben sie persönlich diese Zeit erlebt? Was hat sie geprägt? Und brauchen wir heute wieder mehr Frechheit und konkrete Utopien in der Sozialen Arbeit, für die es sich zu kämpfen lohnt?

Kommt dazu und diskutiert mit!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Petition und Kundgebung gegen Berufsverbote!

Liebe Kommiliton:innen,

der Hamburger Senat plant ab Januar 2026 die Einführung der Regelabfrage beim Verfassungsschutz für Bewerber:innen im öffentlichen Dienst – auch für studentische Hilfkräfte wie Tutor:innen. Damit droht die Rückkehr zu politisch motivierten Berufsverboten, Bespitzelungen und Gesinnungsprüfungen. 

Schon der Radikalenerlass von 1972 – ein unrühmliches Kapitel, das die Stadt noch vor wenigen Jahren selbst als Fehler bezeichnet hat – richtete sich gegen pazifistische, antifaschistische, sozialistische, kommunistisches und andere progressive Kräfte.

Dann müssen wir erst Recht für eine egalitäre, demokratische und zivile Gesellschaft streiten!
Als Fachschaftsrat sind wir Teil des Hamburger Bündnis gegen Berufsverbote und rufen zur Beteiligung an zwei Protestformen auf:

Kundgebung
Am 26. November will die Bürgerschaft über den Gesetzesentwurf beraten. Kommt zu den Kundgebungen gegen die Wiedereinführung der Regelanfrage durch den Verfassungsschutz!
Datum: Mittwoch, 26.11., 13 Uhr sowie 17 Uhr
Ort: Jungfernstieg

Petition
​Als Bündnis sammeln wir Unterschriften gegen die Einführung der Regelabfrage. Ihr findet die Unterschriftenliste vorne im Eingangsbereich und der Kontrabar sowie unter folgendem Link zum selber Drucken: https://gegen-berufsverbote.hamburg/wp-content/uploads/2025/11/20251107-Petition-Kein-Berufsverbot-4.3.pdf

Unterschreibt, nehmt Listen mit und sammelt selbst!
Volle Unterschriftenlisten könnt ihr in unser Postfach bis zum 01.12. einwerfen!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Sein wir realistisch, verlangen wir das Unmögliche. BAföG für Alle statt Strammstehen fürs Vaterland!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Kundgebung Sein wir realistisch, verlangen wir das Unmögliche. BAföG für Alle statt Strammstehen fürs Vaterland! ein, am Montag, den 17.11.2025, um 16 Uhr vor dem Audimax der Uni Hamburg (Von-Melle-Park).

„Me-Ti sagte: Umwälzungen finden in Sackgassen statt.“ (Bertolt Brecht)

Ein sozialstaatlich garantiertes, lebensgrundlagensicherndes Existenzminimum ist weder Almosen noch Utopie, sondern ein unveräußerliches Grundrecht (abgeleitet aus Art. 1 und 20 des antifaschistischen Grundgesetzes). Es gilt für Alle – auch für Studierende. Seine materielle Verwirklichung muss jedoch heute fundamental neu erkämpft werden.

Wenn nun die aktuelle Bundesregierung einen „Herbst der Reformen“ ankündigt und droht, noch die letzten Grundpfeiler des Sozialstaats zu schleifen, damit bei Rheinmetall die Kriegskasse klingelt, dann sagen wir: Schluss damit! Die politisch ungehemmte Bereicherung einiger Weniger auf Kosten der Vielen ist eine viel zu lange schon befahrene, gesellschaftliche Sackgasse. Es muss grundlegend anders werden, damit es besser werden kann.

Der Kampf für ein „BAföG für Alle“ als unbefristete, rückzahlungsfreie, alters-, eltern- und herkunfts – unabhängige Studienförderung, die die realen Lebenshaltungskosten (aktuell ca. 1200,- Euro) inflationsangepasst deckt, hat dabei beispielgebende gesellschaftliche Bedeutung. Für die allgemeinwohlorientierte Entfaltung kritischer Persönlichkeiten in Bildung und Wissenschaft kann gar nicht genug Geld ausgegeben werden. Das Produktivitätsniveau ist längst hoch genug, um Allen ein menschenwürdiges Leben rund um den Globus zu ermöglichen. Es braucht jedoch kluge Köpfe statt Kanonen – und zwar in allen gesellschaftlichen Bereichen – um die drängenden Menschheitsprobleme (Krieg/Frieden, soziale Ungleichheit, demokratische Teilhabe, nachhaltiges Wachstum, Umweltzerstörung, Hunger, Elend und Epidemien) zu lösen.

Studierenden kommt dabei eine entscheidende Initiativrolle zu. Davon zeugen nicht zuletzt die studentischen Kämpfe der Geschichte und Gegenwart. So erinnert der 1941 ins Leben gerufene International Students Day an den antifaschistischen Aufstand von Studierenden der Prager Karls-Universität am 17. November 1938, welcher für Zigtausende den Ausgangspunkt bildete, sich dem humanistisch-oppositionellen Widerstand zur Befreiung von Faschismus und Weltkrieg anzuschließen. Im Jahr 1973 schallte es am 17. November „Brot – Bildung – Freiheit“ durch die Straßen Athens. Studierende, Schüler:innen und Arbeiter:innen hatten das Polytechnikum besetzt und läuteten damit das Ende der US- und NATO-gestützten Militärdiktatur ein. Die griechischen Kommiliton:innen waren Teil der weltweiten Studierendenbewegung von 1968 ff., die antrat, um die notwendigen Schlussfolgerungen aus der Befreiung vom Faschismus für ein tatsächliches „Nie wieder!“ umfassend gesellschaftlich zu verwirklichen.

Darum geht es heute mehr denn je. An dieser grundlegenden Kehrtwende hin zur demokratisch-aufgeklärten, solidarischen Gestaltung umfassend humaner Lebensbedingungen mitzuwirken, ist der eigentliche, erfreuliche Sinngehalt von Studium und Wissenschaft. Davon sei niemand abgehalten. Deshalb: BAföG für Alle! Heraus zum Aktionstag!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Jeder Mensch braucht ein Zuhause – Wohnraum statt Verdrängung!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Demonstration Jeder Mensch braucht ein Zuhause – Wohnraum statt Verdrängung! ein, am Donnerstag, den 11.09.2025, um 18 Uhr auf dem Heidi-Kabel-Platz. Die Demonstration endet um 20 Uhr wieder auf dem Heidi-Kabel-Platz mit einer Abschlusskundgebung.

Hamburg ist eine Stadt der Gegensätze: Luxus und Millionärsdichte auf der einen Seite, Wohnungslosigkeit und Verdrängung auf der anderen. Wir sagen: Schluss damit!

Am Tag der Wohnungslosen gehen wir gemeinsam auf die Straße und setzen ein Zeichen: Für eine solidarische, soziale und gerechte Stadt, in der Platz für Alle ist – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Lebenslage!

Wir fordern:
– Konseqeunter Ausbau von Housing First
– Menschenwürdige Unterkünfte der Standt Hamburg mit Mindeststandards
– Mehr bezahlbaren Wohnraum für Alle
– Rückbau von defensiver Architektur
– Platz für Alle Menschen im öffentlichen Raum
– Angemessene Angebote für Beratung und Therapie
– Erleichterter Zugang zum Hilfesystem

Kommt vorbei, bringt Freund:innen mit und setzt mit uns ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und Verdrängung.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Mit Köpfchen aus der Krise – BAföG für Alle erkämpfen!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zum Kongress Mit Köpfchen aus der Krise – BAföG für Alle erkämpfen! ein, vom 05.09. bis 07.09.2025 an der Uni Köln.

„1. Jeder hat das Recht auf Bildung. […]
2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.”

– ART. 26 DER ALLGEMEINEN ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE

Das Recht auf Bildung wird in Deutschland seit langem mit Füßen getreten. In kaum einem industriell entwickelten Land ist der Zugang zu höherer Bildung so stark von der sozialen Herkunft abhängig wie hierzulande. Der Grund: Das BAföG, wie es im Zuge des Aufbruchs der Studierendenbewegung erkämpft wurde, um die Universitäten für die gesamte Bevölkerung zu öffnen und allgemeinwohlorientiert zu entwickeln, ist seit seiner Einführung 1972 von der Politik gezielt ausgehöhlt worden. Wer heute studiert, muss mit einem Leben in Armut rechnen. Rund ein Drittel aller Studierenden – unter denen, die alleine oder in WGs leben, sogar drei Viertel – lebt unterhalb der Armutsgrenze. Daran ändern auch periodische medienwirksame Beileidsbekundungen wenig.

Nur der gemeinsame Kampf für die Verbesserung der sozialen Lage und eine emanzipatorische Bildung für Alle bringt uns vorwärts. Die erfolgreichen Studierendenproteste für die Abschaffung der Studiengebühren in den Jahren der Finanzkrise haben das eindrücklich gezeigt. Die
globale Krise hat sich seit 2007 jedoch massiv verschärft. Der aktuelle Rüstungswahn untergräbt alle humanen und sozialen Errungenschaften und führt geradewegs in den Abgrund. Umso mehr braucht es nun erst recht ein lebensgrundlagensicherndes BAföG, das alters-, eltern- und herkunftsunabhängig allen Studierenden, Auszubildenden und Schüler:innen ab 18 Jahren rückzahlungsfrei gewährt wird. Denn Bildung und Wissenschaft tragen – gerade hierzulande – eine historisch gewachsene Verantwortung zur Humanisierung der Welt. Nur wenn Studierende als mündige Subjekte sozial gesichert, kulturell ungehemmt und mit produktiver Muße an ihrer inhaltlichen Ausgestaltung mitwirken können, können sie diese Verantwortung zur Lösung der globalen Probleme wahrnehmen.

Es ist an uns, mit dem BAföG für Alle einen grundlegenden Richtungswechsel hervorzubringen – hin zu einer zivilen, solidarischen, ökologisch nachhaltigen und demokratisch-aufgeklärten Entwicklung der Gesellschaft. Dafür wollen wir u.a. diskutieren, was erforderlich ist, um die längst überfällige BAföG-Reform gesellschaftlich durchzusetzen, was wir dafür von den Studierenden- und Auszubildendenprotesten der Vergangenheit lernen können, welchen Beitrag Gewerkschaften und Studierendenwerke zum gemeinsamen Kampf für das BAföG für Alle leisten können und wie die beispielgebende Auseinandersetzung um soziale Verbesserungen auch über das Bildungswesen hinaus zu verallgemeinern ist.

Mit Köpfchen aus der Krise – gemeinsam für…
…BAföG für Alle!
…Bildung und Wissenschaft für Frieden und Demokratie!
…ein neues 68!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Aktiven-Treffen gegen die Wiedereinführung der Regelanfrage im Öffentlichen Dienst

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zum ersten Aktiven-Treffen gegen die Wiedereinführung der Regelanfrage im Öffentlichen Dienst ein, am Montag, den 21.07.2025, um 18:30 Uhr im Gewerkschaftshaus (Besenbinderhof 60, Raum St. Georg (9. Stock))

Die rot-grüne Regierung in Hamburg will die so genannte Regelanfrage im Öffentlichen Dienst (wieder) einführen. Menschen, die sich im öffentlichen Dienst bewerben, sollen auf ihre Verfassungstreue durch den Verfassungsschutz überprüft werden können.

Das kennen wir schon: Nach dem sog. Radikalenerlass von 1972 und den Berufsverboten war mehr als deutlich: Die Regelanfrage wendet sich gegen uns als Aktive, gegen zivilrechtliches Engagement. Es reichte, dass man an Demos teilgenommen hatte, den Kapitalismus ablehnte, andere kritische Auffassungen vertrat oder Antifaschist:in war.

Nachdem diese politische Praxis in den 80ern wieder beendet wurde, liegt das Thema nun wieder auf dem Tisch und reiht sich ein als ein weiteres gesellschaftliches Rollback der aktuellen politischen Entwicklungen.

Deshalb regt sich Gegenwehr:

Die rot-grüne Koalition von ihrem politischen Willen abzubringen, wird keine leichte Auseinandersetzung. Wir wissen: Gegen die Restriktion gegenüber einzelner Kolleg:innen hilft nur unsre Solidarität – denn gemeint sind wir alle.

Deswegen wollen wir uns zusammentun und laden alle Aktiven und Interessierten zu einem ersten Aktiven-Treffen ein – in der Perspektive, dass wir in Hamburg ein Bündnis gegen die Regelabfrage gründen.

Vorschlag zum Ablauf:

  • Sachstand: was ist bisher gelaufen?
  • Kurzer Austausch – Was steckt hinter den Planungen?
  • Sammlung von Aktionsideen
  • Gründungstermin eines Bündnisses

Gebt uns gerne Bescheid, ob ihr kommt unter: fb-b.hh@verdi.de

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Freude am Lernen statt Zwang zur Anwesenheit! Einladung zum Austausch mit Lehrenden im Departmentrat!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur nächsten Sitzung des Departmentrats ein, am Donnerstag, den 10.07.2025, ab 14:30 Uhr im Raum Alsterblick (10.27).

Immer wieder erreichen uns Berichte über unrechtmäßige Anwesenheitspflichten in Seminaren.

Wir haben deshalb einen Tagesordnungspunkt für die Sitzung des Departmentrats diesen Donnerstag angemeldet, um mit den Lehrenden in den Austausch zu gehen. Zum einen wollen wir die Beweggründe der Lehrenden versuchen zu verstehen, zum anderen aber auch die studentische Perspektive einbringen und nachvollziehbar machen. Denn es gibt viele legitime Gründe, warum wir nicht im Seminar sein können oder wollen, die eine Anwesenheitspflicht nicht löst, sondern ignoriert. Dazu zählen unter anderem ein zu hoher Workload im Studium, Care-Arbeit, Lohnarbeit, persönliche Verfassung und Gesundheit sowie die Inhalte und Didaktik der Seminare.

Entgegen manchen irrwitzigen Behauptungen hilft Anwesenheitspflicht nicht gegen die Unterfinanzierung der HAW, so funktioniert die Mittelvergabe schlichtweg nicht. Vielmehr ist die Einführung illegaler Anwesenheitspflichten ein Ausdruck fehlender Mittel, da die mit unbesetzten Stellen einhergehende Mehrarbeit und Überforderung der Lehrenden zu Unvermitteltheit führt und entsprechende Versuche der Problembewältigung nahelegt. Ganz im Gegenteil behindert die Anwesenheitspflicht also, dass wir uns zusammen mit Lehrenden und weiteren Beschäftigten für eine bessere Finanzierung einsetzen, weil sie vom wirklichen Problem (einer Verbesserung der finanziellen Lage von Hochschule und Studierendenschaft) ablenkt und gegeneinander aufhetzt.

Auf Probleme mit vermeintlichen, unvermittelten und restriktiven Lösungen zu antworten ignoriert nicht nur die Ursachen des Problems (fehlende Anwesenheit) und steht dem Auftrag Sozialer Arbeit diametral entgegen, sondern ist auch Teil der Rechtsentwicklung, die wir in der Gesellschaft aktuell erleben. 
Ein Beispiel: auch der Koalitionsvertrag sieht durch den Druck von Rechts vor, wieder stärker den Gedanken von Fördern und Fordern, also von Eigenverantwortung und Strafe, in der Arbeitslosenhilfe zu verankern. Das ist dieselbe Logik.

Dass mit der neuen Prüfungsordnung auch qualifizierte Atteste und damit der Einschnitt der Privatsphäre wieder eingeführt werden reiht sich darin nahtlos ein. Dies als Schutz vor Willkür des Prüfungsausschusses zu verkaufen ist nur die Verlagerung der Verantwortung der Hochschule auf die Studierenden.

Unser Ziel ist es, Lösungen zu finden, die für beide Seiten gut sind. Wir wollen eine Lern- und Studienkultur des Vertrauens und der Kooperation fördern, bei der wir gerne zum Seminar gehen – Zwang ist dafür kontraproduktiv.

Der Tagesordnungspunkt ist für ca. 16:00 Uhr angesetzt. Wir sind ab 14:00 Uhr im FSR-Raum, von wo aus wir gemeinsam zum Sitzungssaal gehen können.

Was sind eure Gründe, was sind eure Ideen? Kommt dazu und sprecht mit!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Kundgebung gegen das Bettelverbot im HVV!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Kundgebung gegen das Bettelverbot im HVV der Lobbygruppe gegen Verdrängung und Diskriminierung (LoVD2030) und des Bündnis Solidarität statt Ausgrenzung, ein, am Freitag, den 20.06.2025, von 17 bis 19 Uhr vor der Neuen Großen Bergstraße 9 (Höhe Sparkasse).

Das Bettelverbot kriminalisiert Armut!
Es trifft die Schwächsten unserer Stadt – Menschen, die im öffentlichen Raum um Hilfe bitten.
Anstatt Armut zu bekämpfen, wird ihre Sichtbarkeit sanktioniert.

Doch jetzt wird geklagt!
Zwei Betroffene gehen mit rechtlicher Unterstützung gegen das Verbot vor.

Wir stehen solidarisch an ihrer Seite und fordern:
– Streichung des Bettelverbots aus den HVV-Fahrgastbestimmungen!
– Keine Ausgrenzung von Menschen in Not im öffentlichen Raum!
– Soziale Lösungen statt Repression!

Kommt zur Kundgebung – zeigt Haltung!

Gegen Diskriminierung, gegen Stigmatisierung, gegen das Schweigen. Für eine Stadt, in der Menschenwürde nicht zur Verhandlung steht.

Die Kundgebung wird veranstaltet von der Lobbygruppe gegen Verdrängung und Diskriminierung (LoVD2030), mit Unterstützung durch das Bündnis Solidarität statt Ausgrenzung.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Sommerfest

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zu unserem Sommerfest zusammen mit dem FSR Pflege und Gesundheit ein, am Mittwoch, den 04.06.2025, ab 14:00 Uhr auf dem Vorhof der Alexanderstraße 1.

Euch erwartet
Campus-Quiz – um 17.00Uhr!
BBQ & kalte Getränke – für euer leibliches Wohl ist gesorgt
DJane-Musik – gute Stimmung garantiert
und vieles mehr!

Kommt vorbei & bringt gute Laune mit – wir freuen uns auf entspannte Gespräche, leckeres Essen und gemeinsame Stunden!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Projektwoche SoSe 25

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zu unseren drei Veranstaltungen in der Projektwoche ein. Nach jedem Input zu den aufgemachten Fragen wollen wir diskutieren:
Was heißt das für unser Studium, für unsere Praxis und unser gesellschaftliches Engagement?

Wie beeinflusst der Rechtsruck in Politik und Gesellschaft die Soziale Arbeit?
am Montag, den 19.05.2025, von 13:00 bis 14:30 Uhr, in Raum 1.19

Die Grenze des Sagbaren hat sich in den letzten Jahren deutlich nach rechts verschoben. Die Soziale Arbeit ist davon unmittelbar und auf mehreren Ebenen betroffen. So bedeutet die rechte Hetze gegen Geflüchtete oder Arbeitslose nicht nur neue Herausforderungen in den Handlungsfeldern, sondern wirkt sich auch negativ auf die Gesetzgebung und die Finanzierung der entsprechenden sozialen Infrastruktur aus. Woher kommt der Rechtsruck und was kann die Soziale Arbeit also dagegen tun?

Sarah Meyer und Christof Beckmann lehren und forschen an der Evangelischen Hochschule des Rauhen Hauses u.a. zu Diversität und sozialer Differenz bzw. Ideologien von Ungleichwertigkeit und Auswirkungen des Rechtsrucks auf die Soziale Arbeit.

Demokratie verteidigen = demokratische Soziale Arbeit ausbauen!
am Dienstag, den 20.05.2025, von 11:00 bis 13:00 Uhr, in Raum 4.08

»Angriffe von Rechts« auf die Soziale Arbeit werden in den vergangenen Jahren immer häufiger. Mehr und mehr stehen hinter diesen Angriffen nicht nur ‚rechte‘ Akteure. Das lässt sich exemplarisch auch am Handlungsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) beobachten. Politische Interventionen sollen einschüchtern, Diskurse verschieben und werden häufig mit Kürzungsforderungen verknüpft. Dabei kommt der OKJA für die Verwirklichung einer gesellschaftlichen Alternative zu ‚Rechts‘ im Sinne von Demokratie, Bildung und Menschenrechten eine besondere Rolle zu.

Welche Aufgabe zur Demokratiebildung hat die Kinder- und Jugendarbeit? Welches Verständnis von Demokratie liegt dem zugrunde? Warum und auf welche Weise wird sie dafür angegriffen? Und welche Rolle spielen Profession und Wissenschaft Sozialer Arbeit, sowie Behörden und demokratischen Parteien für Gegenstrategien?

Moritz Schwerthelm lehrt und forscht an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg zu Demokratiebildung und Partizipation junger Menschen. Seit 2020 beschäftigt er sich mit Interventionen rechter Akteure auf die Bildungs- und Jugendpolitik insbesondere in der Kinder- und Jugendhilfe.

Soziale Arbeit zwischen systemstabilisierender und emanzipativer Praxis: Soziale Arbeit ist politisch!
am Mittwoch, den 21.05.2025, von 13:00 bis 15:00 Uhr, in Raum 4.08

Soziale Arbeit bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen staatlichen Auftrag, Interessen der Nutzer*innen, sowie einem eigenen Professionsverständnis. Innerhalb dieses Spannungsfeldes gilt es sich zu positionieren, zu vermitteln sowie die eigene Praxis kritisch zu hinterfragen und zu erweitern.

Denn wenn Soziale Arbeit nicht die Bedingungen reflektiert und kritisiert, in denen sie stattfindet und die Probleme der Adressat*innen entstehen, verkommt sie zu einer Ungerechtigkeit stabilisierenden und Probleme individualisierenden Praxis innerhalb einer neoliberalen Logik, die auch wir Sozialarbeiter*innen und unsere Adressat*innen zu großen Teilen bereits verinnerlicht haben und reproduzieren.
Was können wir tun, um die eigene Verwobenheit innerhalb einer solchen Logik zu erkennen und zu hinterfragen? Was haben wir mit unseren Adressat*innen als Lohnabhängige im Kapitalismus gemeinsam und ist es möglich im Miteinander für ein bessere Leben zu streiten? Wie kann Soziale Arbeit zu einer emanzipativen Praxis werden? Wie können wir als Profession gesellschaftliche und politische Bedingungen kritisieren und verändern?

Kommt dazu und diskutiert mit!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat