Liebe Kommiliton:innen,
hiermit laden wir euch herzlich zu unseren Veranstaltungen in der Projektwoche ein:
Armut sichtbar machen – Ziviler Widerstand gegen das Bettelverbot im HVV!
am Dienstag, den 26.11.2024 von 15:00 bis 16:30 Uhr in Raum 4.03
Armut darf nicht unsichtbar gemacht werden – sie muss aktiv bekämpft werden! Die Veranstaltung thematisiert, wie ziviler Widerstand und Soziale Arbeit zusammenwirken können, um die Kriminalisierung von Armut zu verhindern.
Am Beispiel des Bettelverbots im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) wird aufgezeigt, wie solche Regelungen Verdrängung fördern. Gemeinsam mit der ‚Lobby gegen Verdrängung und Diskriminierung‚ diskutieren Strategien zivilen Widerstands und Ansätze der Sozialen Arbeit, um Armut wirksam zu bekämpfen.
Armut – (k)ein individuelles Problem?!
am Donnerstag, den 28.11.2024 von 11:00 bis 13:00 Uhr
„Von sozialer Gerechtigkeit sind wir gesellschaftlich weit entfernt. Mehr soziale Gerechtigkeit kann nur durch eine substanzielle Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums mittels Steuer- und Abgabenpolitik erreicht werden. Alles andere ist Flickschusterei.“ – Harald Ansen (SOVD 12.07.2024)
Obwohl in Deutschland 237 Milliardäre leben und aktuell gut ein Fünftel der Bevölkerung von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht ist, verfängt weiterhin der Mythos „Wer arm ist, sei irgendwie auch selbst schuld.“
Der norwegische Kurzfilm „Grill“ erzählt die Geschichte einer Frau in existenzieller finanzieller Not. Weil ihr der Strom abgestellt wird, begibt sie sich auf eine Odyssee durch die Stadt, um einen kostenlosen Grill zu beschaffen, wie von der Sozialbehörde empfohlen. Die bitterböse Satire karikiert nicht nur das Versagen des Hilfesystems, sondern auch die Annahme, im Notfall sei ja die Familie zur Stelle.
Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Auswirkungen die Individualisierung von Armut auf den Einzelnen wie die Gesellschaft hat. Ist oder macht Armut kriminell? Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit bei der (Anti-)Diskriminierung von armen Menschen? Wie wirken wir für eine Soziale Arbeit, die Armut tatsächlich bekämpft statt sie (lediglich) zu verwalten?
SOLD CITY – Wenn Wohnen zur Ware wird
am Donnerstag, den 28.11. und 12.12.2024, um 18 Uhr in der Kontrabar (Raum 0.15)
77% der Studierenden sind von Armut gefährdet, auf dem Hamburger Wohnungsmarkt gibt es so gut wie keine bezahlbaren WG-Zimmer und die Wohnheimplätze des Studierendenwerks reichen nicht aus. Das verunmöglicht vielen das Studium! Noch bis 1989 war der Wohnungsbau an Gemeinnützigkeit gebunden, die Gewinne stark reguliert. Seit 1990 soll nur noch der Markt entscheiden.
Der Film SOLD CITY (2024 | 102 Min) macht nicht nur die Gefahren für die Stadtkultur und die Demokratie sichtbar, die von dieser Marktorientierung ausgeht, sondern geht auch den Ursachen und Möglichkeiten des Widerstands nach!
Wir wollen den Film gemeinsam schauen und diskutieren. Für eine starke öffentliche Finanzierung des Studierendenwerks!
Kommt dazu und diskutiert mit!
Viele Grüße
euer Fachschaftsrat