Würde kommt von Kämpfen. BAföG für Alle – statt Armut per Gesetz!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch zur Kundgebung Würde kommt von Kämpfen. BAföG für Alle – statt Armut per Gesetz! ein, am Montag, den 18.11.2024, um 16 Uhr vor dem Audimax der Uni Hamburg (Von-Melle-Park).

Auch wenn das Bundesverfassungsgericht in seinem jüngsten Urteil zum BAföG (veröffentlicht am 30.10.24) etwas Gegenteiliges festgestellt haben will: das Grundrecht auf ein lebensgrundlagensicherndes Existenzminimum gilt auch für Studierende. Die staatliche Ausbildungsförderung in der derzeitigen Form verletzt dieses elementare Grundrecht auf eklatante Weise. 77% der Studierenden, die nicht im Elternhaus wohnen, leben trotz Nebenjobs etc. unter der Armutsgrenze (vgl. in der Gesamtbevölkerung: 14%). Tendenz steigend.

Die prekäre soziale Lage von Studierenden ist jedoch kein Versehen. Sie ist politisch gewollt hergestellt und insofern auch veränderbar.

Seit jeher geht von studentischen Bewegungen ein emanzipatorisch-revolutionäres Potential aus. Daran erinnert nicht zuletzt der alljährlich am 17. November gefeierte International Students‘ Day.

Bereits 1941 vom International Student Council ins Leben gerufen, gemahnt er an den nur zwei Jahre zuvor stattgefundenen Widerstand tschechischer Studierender gegen die faschistische Besatzung der Prager Karls-Universität.

Im Bewusstsein der Bedeutung von Hochschulen als potentiellen Orten der kritischen Weltaneignung, der aufklärerischen Wahrheitsfindung und des gesellschaftlich-verantwortlichen Eingreifens für eine humane Zivilisationsentwicklung organisierten die tschechischen Kommiliton:innen ein bis dahin
beispielloses Aufbegehren gegen die Pläne der NS-Besatzungsorgane, die Karls-Universität zur „Frontuniversität“ und zum „Ausstrahlungspunkt des deutschen Geistes und der deutschen Leistung für den gesamteuropäischen Südosten“ umzugestalten.

Dieser humanistisch-oppositionelle Kampfesmut strahlte weit über die Landesgrenzen aus, ermutigte die Herausbildung antifaschistischer Widerstandsgruppen im Exil, trug auf diese Weise mit zur Befreiung von Faschismus und Weltkrieg bei und inspirierte nachfolgende Generationen kritisch engagierter Studierender in der ganzen Welt.

Am 17. November 1973 besetzten griechische Studierende Seite an Seite mit Schüler:innen und Arbeiter:innen das Athener Polytechnikum und leiteten so das Ende der von USA und NATO geduldeten Militärdiktatur Papadopoulos‘ ein.

Auch die Studierendenbewegung der 1968er, die weitreichende sozialstaatliche Reformen, eine Wende zur internationalen Entspannungspolitik, die soziale Öffnung der Hochschulen, eine allgemeinwohlorientierte Studienreform und zahllose Mitbestimmungsmöglichkeiten (FSRe, Studierendenparlamente, demokratisch gewählte Selbstverwaltungsgremien) an den Hochschulen durchsetzte, tat dies im Geiste des aufklärerischen Engagements für Frieden, internationale Solidarität, soziale Progression, kulturelle Emanzipation und eine antifaschistische Demokratisierung der gesamten Gesellschaft. In diesem Zusammenhang wurde auch das BAföG als kostendeckende, bedarfsunabhängige, rückzahlungsfreie staatliche Ausbildungsvergütung für alle Studierenden, Auszubildenden und Schüler:innen ab 18 Jahren erkämpft.

Die politisch Verantwortlichen wissen, welches progressiv transformatorische Potenzial von selbstbewusst eingreifenden, kritischen Studierenden ausgehen kann. Deswegen wurde das BAföG schrittweise über die letzten Jahrzehnte gezielt „ausgeblutet“. Das ist fundamental zu verändern.

Damals wie heute gilt: ein:e Jede:r hat das Recht auf Bildung und ein:e Jede:r ist bedeutsam dafür, durch sinnstiftende, erfreuliche kooperative Lern- und Erkenntnistätigkeit zur Schaffung global menschenwürdiger Lebensbedingungen beizutragen. Fernab von Bulimie-Lernen, blutigen Ellenbogen,
kulturellem Normierungsdruck und strukturellen sozialen Bedrängungen braucht es die Möglichkeit des uneingeschränkt kritischen Studierens, um tatsächliche, humane, solidarische Antworten auf die globalen Herausforderungen unserer Zeit (soziale Ungleichheit, Kriege, Klimakrise, etc.) zu finden. Prekäres Studieren im Hamsterrad kann sich keine Gesellschaft auf Dauer leisten.

Was wir uns leisten können, ist ein BAföG für Alle: mind. 1200€ monatlich, inflationsangepasst, rückzahlungsfrei, alters-, eltern- und herkunftsunabhängig. Geld ist genug da! Aus der Geschichte lässt sich lernen.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Für nachhaltige Lösungen statt Bettelverbot im ÖPNV!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Kundgebung der Lobby gegen Verdrängung und Diskriminierung ein, am Freitag, den 18.10.2024 von 13:30 – 15:00 Uhr am Brooktorkai 18. Die Gruppe hat die Durchsagen in Bus und Bahn seit Mai zum Anlass genommen, sich für ein Ende der Obdachlosigkeit statt einer Fortsetzung der Entmenschlichung einzusetzen:

Lasst sie betteln, bis sich das System verändert hat – Für eine Gesellschaft, in der niemand betteln muss!

Um 14:00 Uhr werden wir offiziell die Petition mit über 12.536 Unterschriften und den offenen Brief gegen das Bettelverbot an die Hamburger Hochbahn, die S-Bahn Hamburg und den HVV überreichen.

Unsere Forderungen sind klar:

  • Stopp der Kriminalisierung von Armut! Wir fordern die sofortige Aufhebung des Bettelverbots in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Faire und soziale Lösungen statt Strafen! Statt Menschen in Not weiter zu verdrängen und zu diskriminieren, brauchen wir nachhaltige Lösungen für von Armut betroffene, sowie obdach- und wohnungslose Menschen. 
  • Ein öffentlicher Raum für alle! Wir setzen uns für einen offenen und inklusiven öffentlichen Raum ein, in dem niemand ausgeschlossen wird.

Das Bettelverbot trifft vor allem diejenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind, und verschärft soziale Ungleichheiten. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen für Solidarität und ein soziales Miteinander in unserer Stadt.

Kommt zur Kundgebung, bringt eure Freund*innen mit und lasst uns gemeinsam laut werden!
Gemeinsam können wir für Veränderung sorgen!

Aber wie geht es danach eigentlich weiter?

Wir haben große Lust eine Demo (Samstag, 7. Dezember) zu organisieren und das am liebsten gemeinsam mit einem großen Netzwerk.

Wir wollen laut sein, bis sich in Hamburg und darüber hinaus etwas verändert.

Die Utopie dahinter:
Sicherer Wohnraum für Alle.
Existentielle Sicherung für Alle.
Gegen Verdrängung und Diskriminierung, für Soziale Gerechtigkeit!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Haltungen in Sozialer Arbeit

Unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu merken.

Rosa Luxemburg


Liebe Erstsemester,

hiermit laden wir euch herzlich zu unserer Veranstaltungen ein, am Donnerstag, den 10.10.24, um 17:00 Uhr in der Kontrabar (Alexanderstraße 1, Raum 0.15)

Wir freuen uns darauf, euch alle kennen zu lernen und laden euch herzlich ein zu einem gemeinsamen Diskussionsabend zur Rolle der Sozialen Arbeit für bzw. gegen die gesellschaftliche Rechtsentwicklung!

Die aktuellen Wahlergebnisse in Sachsen, Thüringen und Brandenburg machen deutlich – rechte Ideologien sind längst nicht mehr nur am Rande der Gesellschaft zu finden. Auch die letzten Verschärfungen des Asylrechts sind ein Indiz für die Rechtsverschiebung im gesamtpolitischen Diskurs. Was sind die Ursachen? Wie können wir dem aus der Sozialen Arbeit heraus entgegentreten? Gesellschaftliche Krisen wie steigende Armut, Militarisierung und Rechtsentwicklung beeinflussen unser Miteinander und wirken sich auch auf unser Studium und die Praxis Sozialer Arbeit aus.

Wir wollen mit euch in Kleingruppen diskutieren und uns mit Fragen und Thesen zu Themen wie Sozialstaat und Strafmentalität auseinandersetzen. Gemeinsam wollen wir erarbeiten, was wir gegen Rechts tun können und warum unsere Haltung dabei entscheidend ist. Anschließend wollen wir uns gemeinsam darüber austauschen, wie wir für eine demokratische Gesellschaft wirken können und warum unser aller Haltung dabei entscheidend ist.

Kommt vorbei, bringt eure Gedanken und eigene Fragen mit und lasst uns gemeinsam ins Gespräch kommen!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Solidarität statt Abschottung!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermiet laden wir euch herzlich zur Demonstration Solidarität statt Abschottung – Nein zur Grenzschließung und ‚Sicherheitspaket‘ ein, am Samstag, den 28.09.2024, um 12 Uhr auf dem Hansaplatz (St. Georg).

Die Schließung der deutschen Grenzen, die Verschärfung des Asylrechts, die Abschiebeoffensive und das sogenannte Sicherheitspaket der Bundesregierung sind ein massiver Angriff auf Menschen- und Grundrechte. Die Antwort der Ampelparteien auf rechte Hetze und den Vormarsch rechter Parteien besteht darin, Schutzsuchende weiter zu entrechten, die Grenzen zu schließen und den Überwachungsstaat weiter auszubauen. Damit befeuern sie die Spirale aus Hass und Hetze. Das müssen wir stoppen!

Die Einschränkungen in den Asyl- und Grundrechten verschlechtern die schon jetzt prekären Lebensbedingungen und den Alltag von Geflüchteten in Deutschland. Nur ein Ausdruck davon ist die Einführung der Bezahlkarte für Schutzsuchende. Die Ampelparteien treten Grund- und Menschrechte mit Füßen. Außerdem werden mit dem Sicherheitspaket polizeiliche Befugnisse in einem Maß ausgeweitet, das einen gravierenden Eingriff in unsere Freiheitsrechte darstellt – eine neue Form autoritärer Überwachung.

Diese Zustände und das Voranschreiten zu einem autoritären Staat, in dem Menschenrechte keinen Platz mehr haben, können wir nicht hinnehmen.

Lasst uns unsere Wut gegen die Asylverschärfungen und das Sicherheitspaket auf die Straße bringen. Gemeinsam sind wir laut, wütend und solidarisch.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Neue Zwänge – Alte Potenziale? 50 Jahre Absage des 5. Deutschen Jugendhilfetages

Liebe Kommiliton:innen, 

hiermit laden wir euch herzlich zur Erinnerungs- und Aktionstagung Neue Zwänge – Alte Potenziale? 50 Jahre Absage des 5. Deutschen Jugendhilfetages ein, am Freitag und Samstag, den 20.09.2024 und 21.09.2024, in der Fakultät für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg (Von-Melle-Park 8).

Die Veranstaltung wird in Kooperation vom Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (AKS) Hamburg, dem Verband Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) und den Arbeitsbereichen Sozialpädagogik sowie Pädagogik bei Behinderung und Benachteiligung der Uni Hamburg organisiert. 

Der Anlass für die Tagung ist der 50. Jahrestag der Absage des 5. Deutschen Jugendhilfetags, der 1974 unter dem Motto „Jugend und Recht“ vom 8.-11. September 1974 in Hamburg hätte stattfinden sollen. Die Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe (AGJ) sagte diesen jedoch ab – als Antwort auf die Aktivitäten der Sozialarbeiteropposition („Sozialistische Aktion“), die titulierte  „[…] daß der Jugendhilfetag lediglich der scheindemokratischen Legitimation der Jugendpolitik der regierungs- und verbandsbürokratischen Kräfte dienen und die Loyalität der Fachbasis gegenüber dem bürgerlichen Staat sicherstellen sollte.“ (Presseerklärung Sozialistische Aktion Jugendhilfetag Hamburg, 25.5.1974).

50 Jahre später soll zusammen mit Protagonist:innen der Sozialistischen Aktion, der AGJ und heutigen Aktiven die Absage des 5. DJHT zum Ausgangspunkt genommen werden, um über Kontinuitäten, Brüche, Unabgegoltenes, Hoffnungsvolles und Konsequenzen ins Gespräch zu kommen. Die damit in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Jugendhilfe verbundenen Themen sollen in Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und Workshops vertieft und auf ihre Aktualität überprüft werden.

Zum Beispiel:
– Sozialarbeit im Aufbruch: Von der Fürsorge zur Sozialarbeit im Kapitalismus
– Aktuelle Kontroversen in der Jugendhilfe – Zwischen Nothilfe und Emanzipation
– Widerspenstig, eigensinnig, unbequem: Die Behinderten(rechts)bewegung
– Von der Kinderladenbewegung zur institutionellen Erziehung und Bildung für alle?!
– (Offene) Kinder- und Jugendarbeit: Ein Ort autonomer Weltaneignung und politischer Bildung oder von Prävention und wohlkalkulierter Freizeitgestaltung?
– Selbstorganisation als Sozialarbeitsopposition
– Von der individualisierten Fallarbeit zur stadtteilorientierten Sozialarbeit und zurück?

Als Referent:innen werden sich neben uns beiden u.a. beteiligen: Stefan Köngeter, Timm Kunstreich, Susanne Maurer, Günter Pabst, Friedhelm Peters, Elisabeth Richter, Helmut Richter, Kira Gedik, Mark Schrödter, Udo Sierck, Norbert Struck, Heinz Sünker und Reinhart Wolff. 

Die aktuellen Rahmenbedingungen, unter denen Jugendhilfe und Soziale Arbeit insgesamt stattfinden führen vielfach zu restriktiven und auf Ausgrenzung und Anpassung gerichteten Tendenzen, anstatt die Entwicklung von Solidarität für eine demokratische Gesellschaft zu fördern. Grund genug, sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen und sich für die Verwirklichung von Alternativen zu bilden und zu organisieren!

Aufruf und Programm findet ihr hier.
Anmelden könnt ihr euch hier.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

BAföG für Alle – statt Profite für wenige!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Demonstration BAföG für Alle – statt Profite für wenige! ein, am Freitag, den 28.06.2024, um 16 Uhr am Campus Berliner Tor (alternativ Dammtor).

Eine grundsätzliche Reform des BAföGs ist dringend erforderlich: Rund zwei Drittel aller Studierenden verfügt trotz Nebenjobs und alledem über weniger als 60% des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung (1.251 €) und ist damit akut armutsgefährdet (Stand 2021). Nur 13% der Studierenden erhält mit dem BAföG überhaupt eine staatliche Ausbildungsförderung. Die schleichende Absenkung der Regelsätze (weit unter das reale Bedarfsniveau), der schrittweise aufgebaute Verschuldungsdruck und die immer restriktiveren Zugangsbeschränkungen haben die ursprünglich solidarisch erkämpfte Garantie des Rechts auf Bildung für Alle zu einer Farce verkommen lassen. Die für dieses Jahr vom Bundesbildungsministerium geplante Reform will diesen Zustand zementieren. Das Gegenteil ist geboten.

Es braucht einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel von der privatisierten Alltagsbewältigung hin zur gemeinschaftlichen Gestaltung allseitig humaner Lebensbedingungen durch die Vielen. Dafür haben die höheren Bildungseinrichtungen und ihre Mitglieder entscheidende Bedeutung. Auch deshalb braucht es endlich ein BAföG, das der aktuellen Lebensrealität von Studierenden und dem notwendigen Anspruch des sozial gleichen Zugangs zu Bildung für Alle gerecht wird. Das bedeutet auf

Höhe der Zeit eine staatliche Ausbildungsvergütung, die allen Studierenden, Auszubildenden und Schüler:innen über 18 Jahren folgendermaßen gezahlt wird:

1200€ Monatlich • Inflationsangepasst • Altersunabhängig • Unbefristet Elternunabhängig • Herkunftsunabhängig • Rückzahlungsfrei

Die Mittel dafür sind längst vorhanden: Statt immer neue Milliardengeschenke an Rüstungsindustrie, Banken und Großkonzerne zu schnüren und mithilfe der Schuldenbremse die allgemeinen Krisenlasten immer wieder auf die große Mehrzahl der Bevölkerung abzuwälzen, sind endlich die Krisenprofiteure zur Kasse zu bitten und massive Investitionen in den Erhalt und Ausbau der sozialen Daseinsvorsorge zu tätigen. Dazu gehört auch eine staatliche Ausbildungsförderung, die diesen Namen verdient. Es ist nicht zuletzt an uns Studierenden, eine solche Tendenzwende gesellschaftlich durchzusetzen. Die Zeiten dafür sind mehr als reif. Daher: Schluss mit Bildungsungleichheit und prekärem Studieren! Die Freude am Lernen kommt beim Demonstrieren! Hinaus zum bundesweiten Aktionstag: BAföG für Alle statt Profite für Wenige!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Grillfest

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zum Grillen zusammen mit dem FSR Pflege und Gesundheit ein, am Dienstag, den 18.06.2024 ab 16 Uhr auf dem Vorhof der Alexanderstraße 1!

Dort wollen wir auch mit euch zur sozialen Lage von Studierenden, über die BAföG-Kampagne und die Ausfinanzierung des Studierendenwerks ins Gespräch kommen.

Kommt vorbei!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Erhöhung des Semesterbeitrags? NEIN! Ausfinanzierung des Studierendenwerks JETZT!

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch zum Protest auf die Vertreterversammlung des Studierendenwerks ein, am Donnerstag, den 30.05.2024, um 14 Uhr im Konferenzraum des Studierendenhaus (Von-Melle-Park 2)!

Immer weniger Menschen können sich ein Studium noch leisten. Dabei brauchen wir mehr und nicht weniger Wissenschaftler:innen, um für die weltweiten Probleme (u.a. Krieg, Armut, Klimakrise) Lösungen zu erforschen und umzusetzen.
Das Studierendenwerk sollte dafür die sozialen und kulturellen Grundlagen schaffen. Aktuell sollen aber von den Studierenden zusätzlich 5 Millionen Euro für das Studierendenwerk aufgebracht werden (über erhöhte Semesterbeiträge, Mensapreise und Wohnheimmieten), weil laut der Stadt nicht genug Geld für mehr öffentliche Zuschüsse da sei.
Dass sich die Stadt Hamburg rund 50.000 Millionäre leistet, während rund 70 % der Studierenden von Armut bedroht sind, ist eine korrigierbare politische Fehlentscheidung und kein Naturgesetz. Statt die Schere zwischen arm und reich weiter zu vergrößern und vielen das Studium zu verunmöglichen, ist eine Umverteilung von oben nach unten notwendig. Dazu gehört auch eine deutliche Erhöhung der öffentlichen Finanzierung des Studierendenwerks, um Beitragssenkungen für Studierende zu ermöglichen. Dass wir gemeinsam mehr erreichen können, haben wir bereits gezeigt: Aufgrund von Protesten durch Studierende, Hochschulleitungen und Beschäftigte des Studierendenwerks wurde 2022 erreicht, dass die Wissenschaftsbehörde den Fehlbetrag des Studierendenwerks für die Jahre 2023 und 2024 ausgleicht.

Kommt dazu und mischt euch ein!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Tu was Hamburg! Kinder- und Jugendhilfegipfel

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zum Kinder- und Jugendhilfegipfel des Bündnis Tu was, Hamburg! ein, am Freitag, den 03.05.2024, von 9:00 – 18:00 Uhr in der Alexanderstraße 1.

Zurzeit erleben wir wachsende soziale Ungleichheit und politischen Rechtsruck. Während die sozialpolitischen Aufgaben wachsen, werden die zu ihrer Bewältigung bereit gestellten Ressourcen, unter dem Druck von Schuldenbremse und steigenden Militäretat, immer knapper. Die mangelnde Finanzierung von Sozialem und Bildung, die z.B. anhand der Unterfinanzierung der Hochschule deutlich wird, wirkt sich auch massiv auf die Soziale Arbeit aus. Dies wird besonders deutlich im Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe.

„Nicht zuletzt eine gut ausgebaute und verlässlich finanzierte soziale Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien ist jedoch essenziell für die Umsetzung der Kinderrechte und die Weiterentwicklung einer demokratischen Gesellschaft.“ (aus dem Flyer)

Vor diesem Hintergrund haben sich im Netzwerk „Tu was, Hamburg!“ deswegen im September 2023 viele Akteur*innen der Jugendhilfe in Hamburg zusammengeschlossen. Wir wollen gemeinsam einen gesellschafts‐ und sozialpolitischen Prozess anstoßen, der für grundlegende Verbesserungen in der Kinder‐ und Jugendhilfe sorgt.

Der Kinder‐ und Jugendhilfegipfel soll dazu beitragen, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsame Handlungsperspektiven zu entwickeln – auch über die Kinder- und Jugendhilfe hinaus.

Mit verschiedenen Redebeiträgen und Workshops wollen wir uns mit der aktuellen Lage der (offenen) Kinder- und Jugendarbeit beschäftigen und beratschlagen, wie wir aus Hochschule und Praxis für eine Verbesserung der sozialen Lage wirken können.

Aufruf und Programm findet ihr hier.
Anmelden könnt ihr euch per Mail an tu-was-hamburg@gmx.de.

Kommt dazu und mischt euch ein!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Konzept 2024

Liebe Kommiliton:innen,

wir begrüßen euch als neu gewählter Fachschaftsrat Soziale Arbeit und Bildung und Erziehung in der Kindheit!
Wir haben uns viel vorgenommen und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit – mit euch!

Hier unsere thematischen Schwerpunkte:

Studienreform
Wir lernen am besten aus Interesse und dem Wunsch, die Welt zu verstehen und zum positiven zu verändern. Vor diesem Hintergrund wollen wir uns auch stärker mit der Sinnhaftigkeit von Noten auseinandersetzen und wie Lernen wirklich gut funktionieren kann. Dementsprechend wollen wir das aktuelle Studiensystem reformieren. Wir wollen bereits im Studium gemeinsam mit Lehrenden und der Praxis anhand konkreter Projekte ins aktive Handeln kommen, forschend und interdisziplinär. Dabei können wir alle gemeinsam klüger werden und gleichzeitig zu gesellschaftlichem Fortschritt beitragen, z.B. orientiert an den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN!

Soziale Lage
Mehr als ein Drittel aller Studierender in Deutschland lebt in Armut, weniger als 13% in Deutschland erhalten BAföG. Für ihr Praxissemester müssen viele Studierende sparen oder sich verschulden. Wir arbeiten gemeinsam mit Fachschaftsräten der HAW und der Uni Hamburg an einer bundesweiten Kampagne, um für ein BAföG für alle (!) und in ausreichender Höhe zu streiten. Das Studium ist geistige Arbeit und gehört entsprechend entlohnt, damit wir uns im Studium auf die Durchsetzung sozialer Verbesserungen konzentrieren können!

Ausfinanzierung
Die HAW ist, wie andere Bildungseinrichtungen – und auch das Studierendenwerk – massiv unterfinanziert. Deswegen sind wir Teil der AG Ausfinanzierung. Gemeinsam mit Akteuren aus der Hochschule klären wir über Ursachen wie die Schuldenbremse auf und schaffen Öffentlichkeit, um Druck auf die Stadt für eine bessere Finanzierung auszuüben. Studienplätze ausbauen statt reduzieren!

Weitere Themen
Wir sind aktiv im Hamburger Sozialratschlag sowie im Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit (AKS). 
Und wir wollen uns intensiv mit der Gestaltung des Praktikums auseinandersetzen. Denn für ihr Praxissemester müssen viele Studierende sparen oder sich verschulden. Wir wollen uns für eine angemessene Bezahlung des Praktikums einsetzen, außerdem streben wir eine Reform der Theorie-Praxis-Seminare an, orientiert an den Bedarfen der Studierenden.

Kommt gern dazu und bringt euch ein (oder weitere Themen)!

Unsere Sitzungen sind offen und wir wollen auch wieder Sprechstunden anbieten. Dazu mehr in den nächsten Mails – und bei Instagram: @fsr_sozialearbeit_hawhamburg

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat