Dressur zur Mündigkeit?Über die Verletzung von Kinderrechten in der Heimerziehung in der Bundesrepublik

Wir laden alle herzlich zu dieser spannenden Tagung, an der wir als FSR involviert sind, ein!
Anlässlich der weiteren Verletzung von Kinderrechten hat der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Hamburg und das Aktionsbündnis gegen geschlossene Unterbringung Hamburg eine Veranstaltung initiiert: in Form eines Tribunals soll diese Kontroverse um pädagogisch legitimiertem Zwang und therapeutisch begründeter Einschließung zugespitzt werden. Im Mittelpunkt des Tribunals steht eine Jury, die mit in der Sache kompetenten Personen besetzt ist. Sie befragt Zeuginnen und Zeugen und hört Sachverständige an.

Mitwirkende der Veranstaltung u.A.:

Trietze (Momo, Vertretung der Straßenkinder), Sieglinde Frieß (ver.di), Prof. Dr. Fritz Sack (Universität Hamburg), „Rolf“, „Jana“ und „Fabian“ (Jugendliche mit Heimerfahrung), Christiane Knack-Wichmann (Anwältin von „David“), Prof. Dr. Christian Schrapper (Universität Koblenz), Wolfgang Rosenkötter (Betroffener der Heimerziehung der
60er Jahre) und einige mehr!


Dressur zur Mündigkeit?
Über die Verletzung von Kinderrechten in der Heimerziehung in der Bundesrepublik

„Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen werden in dieser Dressur verletzt; das sollte im Tribunal der zentrale Bezugspunkt sein.“
Prof. Dr. Lothar Krappmann, 2003 bis 2011 Mitglied im 13-köpfigen UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes

Liebe Kommiliton:innen,

hiermiet laden wir euch herzlich zum Tribunal Dressur zur Mündigkeit? Über die Verletzung von Kinderrechten in der Heimerziehung in der Bundesrepublik ein, am Dienstag, den 30.10.2018, von 14:00 – 21:00 Uhr im Wichernsaal des Rauhen Hauses (Horner Weg 180), veranstaltet vom Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Hamburg und Aktionsbündnis gegen geschlossene Unterbringung:

Es ist keineswegs so, dass mit dem Abschluss der beiden Runden Tische zur Heimerziehung in West und Ost alles zum Besten stünde – im Gegenteil: Trotz unbestreitbarer Verbesserungen gibt es eine zunehmende Tendenz der Verletzung von Kinderrechten.
Besonders deutlich wird diese Verletzung durch eine bislang im wissenschaftlichen und fachpolitischen Diskurs kaum beachtete, in der Praxis aber mittlerweile vorherrschende Technologie: die des „Stufen-Vollzugs“ oder des „Phasen-Modells“. Dieses Konzept – inspiriert von den Bootcamps in den USA und behavioristischen Dressurexperimenten – fußt auf entwürdigenden und stigmatisierenden Degradierungszeremonien, auch wenn findige Professionelle für deren Bezeichnung ständig neue Vokabeln finden.

Derartige Programme widersprechen grundlegenden Menschenrechten und sind nicht mit der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen zu vereinbaren (BMFSJ 2007). Sie verstoßen gegen den gesamten Tenor der Konvention, vor allem aber gegen Artikel 2: Achtung der Kinderrechte, Diskriminierungsverbot, gegen Artikel 9: Trennung von den Eltern, persönlicher Umgang, sowie gegen Arikel 12, in dem ausdrücklich festgehalten wird, dass die Willensäußerungen des Kindes „angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife“ zu berücksichtigen sind. Da diese Konvention in Deutschland unmittelbare Gültigkeit hat, müssen Einrichtungen, die mit derartigen Disziplinierungstechniken arbeiten, abgeschafft oder zumindest gezwungen werden, ihre Arbeitsweisen fundamental zu verändern. Diese Forderung ist allerdings durchaus umstritten. Die Befürworter von pädagogisch legitimiertem Zwang und therapeutisch begründeter Einschließung sehen darin vielmehr notwendige Interventionen, um gefährdete Kinder und Jugendliche vor ihrem eigenen, risikoreichen Verhalten zu schützen.
 
Diese Kontroverse soll in Form eines Tribunals zugespitzt werden. Die Jury des Tribunals  hört Zeugen und Sachverständige an; Anklage und Verteidigung halten Plädoyers; abschließend verkündet die Jury ihren Beschluss.

Programm
14:00 Uhr       Begrüßung, Überblick und Einleitung
14:15 Uhr       Vorstellung der Jury
14:30 Uhr       Verlesung der Anklage
14:45 Uhr       Verlesung der Verteidigung
15:00 Uhr       Befragung der Zeugen und Sachverständigen
16:15 Uhr       Pause
16:30 Uhr       Fortsetzung der Befragung der Zeugen und Sachverständigen
18:00 Uhr       Pause
18:30 Uhr       Plädoyer der Anklage
19:00 Uhr       Plädoyer der Verteidigung
19:30 Uhr       Pause mit Snacks/ die Jury berät
20:15 Uhr      Verkündung des  Beschlusses der Jury
20:45  Uhr     Die Zeuginnen und Zeugen haben das letzte Wort
21:00 Uhr       Ende des Tribunals   
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Das Tribunal kann unterstützt werden: „Ich trete dafür ein, dass die Ergebnisse dem Ausschuss für die Rechte des Kindes nach Art. 43 der UN-Kinderrechtskonvention vorgelegt werden“

Unterschriften können an Timm Kunstreich und Wolfgang Rosenkötter geschickt werden: timmkunstreich@aol.com oder wolfgang.rosenkoetter@gmx.de

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Krieg dem Kriege​ – Internationale Postkarten 1918 bis 1939

Eröffnung der Ausstellung am 16.5. um 18 Uhr in der Versammlungsstätte:
Als in Europa Faschisten unterstützt von Großkonzernen und Kirchenfürsten mit Gewalt, Unterdrückung und Krieg den demokratischen und sozialen Fortschritt aufzuhalten drohten, antworteten weltweit Organisierte der Friedensbewegung, des Antifaschismus und der Arbeiterbewegung mit Solidarität für das Wohl der Arbeitenden und für Frieden. Damit gaben sie Vielen Mut und Hoffnung.
Die Ausstellung „Krieg dem Kriege“ zeigt auf 20 Tafeln mit internationalen Postkarten der Zwischenkriegszeit (1918 bis 1939) einen Teil dieser Kämpfe. Künstlerisch und analytisch wandten sich die Ersteller gegen die laufenden Kriege, die Geschäfte damit und die drohende Gefahr des zweiten Weltkrieges. Von ihnen können wir lernen für heute, wo die Welt mit Kriegen überzogen wird und (nicht nur) die Bundesregierung massive militärische Aufrüstung plant. Der gesellschaftlich erarbeitete Reichtum dagegen ist immens. Ob er weiter für Krieg und Unterdrückung oder stattdessen für ein Leben in Würde für Alle genutzt wird, liegt mit an uns.
Welche Bedeutung für eine friedliche, demokratische und soziale Gesellschaftsentwicklung haben dabei Kunst und Wissenschaft, welche sollen sie in Zukunft haben?

Eröffnung der Ausstellung am 16.5. um 18 Uhr in der Versammlungsstätte mit:
– Begrüßung
– Lieder und Texte der Friedensbewegung, gespielt von Uwe Levien und gesprochen von Klaus Robra
– Führung durch die Ausstellung mit René Senenko (Willi-Bredel-Gesellschaft)
– Beisammensein und Austausch

Die Ausstellung ist bis zum 19.6. in der Versammlungsstätte zu sehen. Alle sind herzlich eingeladen!

Konzept 2018

Konzept der Liste
Kritische Soziale Arbeit  
zur Wahl Sommersemester 2018

Schluss mit Austerität
Wir befinden uns in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. Immer mehr Menschen wollen die steigende soziale Ungerechtigkeit, Kriege und Flüchtlingskatastrophen nicht mehr akzeptieren und drücken ihren Unmut in Protesten aus. Gegen die Ideologie der Alternativlosigkeit und die zerstörerische Austeritätspolitik – für ein menschenwürdiges Leben für Alle.
Denn der Widerspruch des enormen gesellschaftlichen Reichtums in den Händen einiger Weniger – und das weltweit wachsende Elend der Mehrheit der Menschen drängt auf eine Aufhebung. Eine relevante Rolle in dieser Polarisierung spielen die Hochschulen. Aus ihr heraus können die gesellschaftlichen Schlüsselprobleme wissenschaftlich durchdrungen und Lösungen hin zu einer sozialen, friedlichen und demokratischen Entwicklung erarbeitet werden. Vermeintlich individuelle Probleme Einzelner werden in den sozialen Wissenschaften als gesellschaftliche begriffen.
Um diesen entgegen zu wirken, sollten die Ursachen für soziale Ungleichheit in den Fokus genommen werden, anstatt sich lediglich mit der Behandlung von Symptomen zu befassen. Eine der grundlegenden Ursachen für die soziale Ungleichheit, die Unterfinanzierung im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen, sowie Einsparungen in Kultur, ist die Schuldenbremse und die damit verbundene Austeritätspolitik.
Die Schuldenbremse ist ein Verbot staatlicher Kreditaufnahme und somit eine harte Absage an die öffentliche Gestaltungsmöglichkeit. Deswegen setzen wir uns gegen die Schuldenbremse ein – für sozialen Fortschritt in globaler Solidarität!

Vor diesem Hintergrund setzten wir uns für die nächste Amtszeit als FSR folgende Schwerpunkte:

Anti-Austerity an der HAW
Die Einsparungen im Sozial- und Bildungswesen machen sich nicht nur an den Schulen und Kitas bemerkbar. Auch bei uns an der Hochschule fehlt es an Investitionen. Department übergreifend ist ein Mangel an Lehrpersonal und das Fehlen von geeigneten Räumlichkeiten zum Lehren, Lernen und Austauschen zu beobachten. Durch fehlende staatliche Studienförderung müssen viele Studierende neben dem Studium arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Unbezahlte Pflichtpraktika verschärften die Situation zusätzlich. Diese staatlich bedingten Gegebenheiten zu Lasten von Studierenden, Lehrenden und Wissenschaftlichen Mitarbeitern gilt es nicht länger zu akzeptieren.
In Zusammenarbeit mit Aktiven des AStA, der FSRK und der Universität Hamburg setzen wir uns für eine umfangreiche Finanzierung der Hochschule, Elternunabhängiges BAföG für ALLE und eine angemessene Praktikumsvergütung ein.
Um den Dialog um die Abschaffung der Schuldenbremse an der HAW voranzubringen schlagen wir vor, die kommende Projektwoche dem Thema Anti-Austerität zu widmen. Langfristig planen wir die Entwicklung eines Zusatzangebots oder autonomen Seminars zum Thema im kommenden Sommersemester.
Als Unterstützer*Innen der Kampagne „International Solidarisch – Schluss mit Austerität“ werden wir uns weiterhin an den Bündnistreffen beteiligen. Wir setzten uns gemeinsam für die Abschaffung der Schuldenbremse und statt ihrer für Investitionen in Bildung, Kultur, öffentliche soziale Infrastruktur und Sozialprogramme wie bspw. eine sanktionsfreie, einträgliche Grundsicherung (statt Hartz IV) ein.

Für ein Generalistisches Studium der sozialen Arbeit in gesellschaftlicher Verantwortung statt eines Dualen Studiums
Für den Studiengang Soziale Arbeit wird bundesweit und auch an der HAW die Einführung Dualer Studiengänge geplant.
Dieses Vorhaben würde die Autonomie der Hochschule, die Freiheit von Wissenschaft und Forschung und die Möglichkeit eine eigene fachliche Haltung zu entwickeln massiv einschränken.
Wir setzen uns gegen eine ökonomische und inhaltliche Steuerung der Praxis der Sozialen Arbeit ein – für ausreichende Investitionen, um einen Rahmen für die Praxis und Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen, der den Ansprüchen einer ganzheitlich orientierten Sozialen Arbeit in ihrer komplexen Auftragsgestaltung gerecht werden kann.
Für Studienbedingungen, welche den Studierenden die Reflexion der eigenen Wissenschaftsdisziplin und Rolle in einer späteren Praxis, so wie eine kritikfähige Persönlichkeitsentwicklung ermöglichen: Wissenschaftliche Qualität bedeutet nicht nur die Unabhängigkeit der Lehre und Forschung, sondern auch die Möglichkeit der Studierenden, eine unabhängige Meinung/Haltung auf wissenschaftlicher Basis entwickeln zu können. Deswegen werden wir uns mit dem geplanten Dualen Studiengang weiterhin kritisch auseinander setzten.
Dafür haben wir uns auf dem vergangenen Fachtag an der HAW mit Fachschaftsvertreter*innen aus dem Bundesgebiet vernetzt und werden u.a. das Thema auf der nächsten – bei der Gelegenheit neu ins Leben gerufenen Bundesfachschaftentagung – diskutieren.

Campuskultur
Die auferlegten Studienstrukturen, der Prüfungsdruck und die Notwendigkeit der Studienfinanzierung lassen uns oft vergessen, dass die Hochschule auch ein Ort des Miteinanders und des Austausches ist. Wir wollen dazu beitragen den Campus mehr zu beleben und Räume der Begegnung zu schaffen. Dazu planen wir in Zusammenarbeit mit Aktiven der Kontrabar, sowie anderen Gruppen verschiedene Veranstaltungen. Gemeinsam wollen wir feiern, Filme sehen, kritisch diskutieren und Spaß haben!

Studienreform
Wie bereits an mehreren Punkten im Konzept angedeutet, ist das Bachelor Mastersystem krachend gescheitert. Statt ein reales Lernen zu verfolgen, welches auf Persönlichkeitsentwicklung gerichtet ist, geht es momentan hauptsächlich darum, zurechtzukommen im Hochschulalltag.
Das wollen wir ändern, weswegen wir uns auch in Zukunft in die Studienreform einmischen. Statt Bullimielernen muss es um Persönlichkeitsentwicklung gehen – Bildung zum kritischen Denken und aktiver gesellschaftlicher Subjektwerdung. Deswegen wollen wir uns auch weiter an der OE beteiligen, in dem wir z.B. das Planspiel entwickeln, das die Beteiligungsmöglichkeiten an der Hochschule aufzeigt oder in der AG Jura, die aktiv an der Reduzierung von Noten und Prüfungen arbeitet. Ebenso im Studienreformausschuss, wo u.a. das Thema Praktikum weiterhin Thema ist.

Frieden/ gegen Rechts
Wir werden weiter entschieden gegen alle rechten und menschenfeindlichen Ideologien vorgehen, gegen alle Behauptungen von Hierarchien und Ungleichheiten zwischen Menschen, die der Spaltung der Solidarität dienen sollen.
Wir werden an antifaschistischen und Friedens-Aktivitäten und Demonstrationen mitwirken und dazu aufrufen. Dazu gehört die Aufklärung über die Ursachen und Hintergründe von Kriegen, Flucht und Vertreibung.

Der Fachschaftsrat
Der Fachschaftsrat (FSR) ist als erkämpfte Basisorganisation der Verfassten Studierendenschaft (VS) ein wichtiger Anlaufpunkt in den Fachbereichen Soziale Arbeit und Bildung und Erziehung in der Kindheit. Hier können Studierende zusammenkommen um sich über Fragen und Probleme im Studium auszutauschen, sowie sich über die Verhältnisse an der Hochschule und in der Welt kritisch zu verständigen und gemeinsam Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Der FSR ist zudem wichtiger Bezugsort mit Aktivitäten zum Studienbeginn, in der Projektwoche und bei der Mitarbeit in den akademischen Gremien der Hochschule.
Alle Hochschulmitglieder können im FSR Kontakt zu hochschulpolitisch aktiven Studierenden herstellen, gemeinsam Initiativen unternehmen oder Feiern organisieren.
Gemeinsam schaffen wir gegen die vielerorts praktizierte Kultur des Misstrauens eine Kultur der Solidarität und Anteilnahme. ALLE sind eingeladen, sich daran zu beteiligen!

Gemeinsam Denken! Gemeinsam Handeln!

Liebe Freunde, Kolleginnen und Unterstützerinnen!

Wir möchten euch alle gerne zu unserem ersten Fachtag in Kooperation mit der BASFI und dem PARITÄTISCHEN HAMBURG einladen. Einen Flyer findet ihr im Anhang.
Gemeinsam Denken! Gemeinsam Handeln! ist das Motto des Fachtages. Wir möchten gemeinsam mit euch nach der Fischbowl Methode an verschiedenen Themen die junge Menschen betreffen arbeiten und diskutieren.
Auf eine zahlreiche Anmeldung unter fachtag@gmx.net würden wir uns sehr freuen. Gerne könnt ihr die Veranstaltung auch anderen weiterleiten.

Bis zum 06.04.2018!
Eure MOMOs


Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freunde, Liebe MOMOs!

Wir können es selber gar nicht fassen – MOMO Hamburg wird zwei Jahre alt! Zu diesem Anlass möchten wir in Kooperation mit der BASFI und dem PARITÄTISCHEN HAMBURG einen Fachtag veranstalten und Sie gerne einladen.

MOMO Hamburg beschäftigt sich seit zwei Jahren rund um das Thema junge Menschen in prekären Lebenssituationen. Doch wie sind sie in diese Situation geraten? Was hat gefehlt?

Genau das möchten wir am 06.04.2018 von 12-17:30 Uhr im Nochtspeicher (Bernhard- Nocht- Str. 69a) mit Ihnen herausfinden. Wir möchten in Form von Fischbowls mit jungen Menschen, Sozialarbeiterinnen, Behördenmitarbeiterinnen und natürlich mit uns herausfinden, welche Konflikte bestehen und was zu einer Verbesserung der Jugendhilfe beitragen könnte. Wir denken, dass nur der Austausch mit allen beteiligten eine Veränderung erzeugen kann.

Wir laden Sie herzlich ein, uns bei diesem Weg zu begleiten!

Ablauf:
Moderation: Prof. Dr. Michael Lindenberg (Ev. Hochschule Rauhes Haus)
12 Uhr Ankommen
12:30-13:30 Uhr Begrüßung, Vorstellung des Tages
Grußworte von Sozialsenatorin Melanie Leonhard, Dirk Bange uvm.
13:30-15:00 Uhr Workshop I (Methode Fischbowl)
15:00-15:30 Uhr Pause mit kleinem Snack
15:30-17:00 Uhr Workshop II (Methode Fischbowl)
17:00-17:30 Uhr Auswertung (Kurzpräsentation im Plenum)
Ab 17:30 Uhr Abendprogramm mit Livemusik

Es werden 9 Workshops angeboten zu den Themen: Finanzen von jungen Menschen, Regelverstöße in Einrichtungen, Housing First, geschlossene Unterbringung, Jugendamt vs. Sozialarbeiter vs. Junge Menschen, Kriminalisierung, Kinderrechte, Notschlafstelle und Bildung.

Alle Teilnehmer*innen können sich im Anschluss auf eine Liste schreiben lassen um die Ergebnisse per Mail zu bekommen. Zudem können alle eine Teilnahmebescheinigung von uns erhalten.

Wir bitten um eine kurze Rückmeldung unter fachtag@gmx.net ob Sie an dem Fachtag teilnehmen werden. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Da die Veranstaltung als bunter Austausch geplant ist sind junge Menschen natürlich herzlich willkommen.

Wir sind gespannt!
Eure MOMOs

Würden Sie hier schlafen wollen? Aktion zum Ende des Winternotprogramms

Liebe Kommiliton:innen,

hiermit laden wir euch herzlich zur Aktion zum Ende des Winternotprogramms Würden Sie hier schlafen wollen? ein, am Donnerstag, den 29.03.2018, um 12:00 Uhr auf dem Ida-Ehre-Platz:

Das Winternotprogramm geht nächste Woche zu Ende. Dann werden wieder viele obdachlose Menschen mehr in unserer reichen Hansestadt gezwungen sein, ihr Leben auf der Straße zu verbringen. Auch in diesem Winter wurde wieder vielen osteuropäischen Obdachlosen der Erfrierungsschutz des Winternotprogramms verwehrt. Die Ausgrenzungspolitik des Hamburger Senats führt zu immer stärkerer Verelendung und Ressentiments gegenüber diesem Personenkreis und muss überwunden werden.
Die Lebenssituation der wohnungs- und obdachlosen Menschen müssen dringend verbessert werden. Es darf nicht sein, dass wir als Stadtgesellschaft diese Form absoluter Armut tolerieren. Der Hamburger Senat muss seine restriktive Politik aufgeben und darf diese menschunwürdigen Bedingungen nicht länger ignorieren.

Das Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot fordert den Senat auf:

  • Ein spezielles Programm im Wohnungsbau für obdachlose und vordringlich wohnungssuchende Menschen zu schaffen. Der angestrebte Drittelmix (jeweils 33% geförderter Wohnungsbau, 33% freifinanzierter Wohnungsbau und 33% Eigentumswohnungen) reicht bei weitem nicht aus.
  • Wir fordern 52% geförderten Wohnungsbau, weil 52% der Hamburger Haushalte sozialwohnungsberechtigt sind. Die Marktmechanismen des angespannten Hamburger Wohnungsmarkts hemmen die Vermittlung in Wohnraum.
  • Ganzjährig menschenwürdige Unterkünfte für alle obdachlosen Menschen in Hamburg zur Verfügung zu stellen und jedem einen Platz zu garantieren, egal aus welchem Herkunftsland er stammt.
  • Eine Brücke ist kein Zuhause – Wohnungsbau für Obdachlose sofort!

Viele Grüße
euer Fachschaftsrat

Aufruf zur Gründung einer landesweiten Interessenvertretung der OKJA

Seit Jahren kämpft die OKJA bundesweit und auch in Hamburg mit einer dauerhaften Unterfinanzierung und tendenziellen Prekarisierung. Eine schlechte Bezahlung; unattraktive Arbeitszeiten; politischer Druck, sich als „Dienstleister“ in die Kooperation mit Schulen begeben zu müssen sowie eine zunehmende Problem- und Defizitorientierung auch in der OKJA führen dazu, dass die eigentlichen Leistungen und Potentiale der OKJA im Sinne einer „Erziehung in Freiheit zur Freiheit“ zu wenig sichtbar sind. Wir sehen die Gefahr, dass das Arbeitsfeld zwischen den Bereichen Schule, Kita und HzE „zerrieben“ bzw. seines eigenen fachlichen Auftrages völlig entkleidet wird.

Wir müssen uns wieder auf unsere vorhandenen Qualitäten besinnen, anstatt dazu beizutragen, dass sich die positiven strukturellen Grundlagen des Arbeitsfeldes in ihr Gegenteil verwandeln, weil wir die organisationellen Merkmale der OKJA im Sinne der emanzipativen Assistenz von Subjektbildung der Kinder und Jugendlichen zu wenig nutzen (vgl. hierzu auch Scherr und Sturzenhecker, 2014).

Eine fehlende (fach-)öffentliche Präsenz des Arbeitsfeldes hat aber auch etwas mit fehlenden Vertretungsstrukturen gegenüber Fachpolitik und Fachverwaltungen zu tun. Die Kampagnen der Jahre 2007 und 2012 (Entschlossen Offen) sowie die Aktivitäten im Zusammenhang mit den Kürzungen 2013 haben deutlich gemacht, dass bei einem organisierten Auftreten in der (Fach-)Öffentlichkeit das Interesse für das Arbeitsfeld neu geweckt werden kann. Dazu bedarf es aber einer kontinuierlichen fachlichen Verständigung untereinander mit dem Ziel der Absicherung der OKJA als Gesamtarbeitsfeld.

In Hamburg stellt sich die Situation der OKJA wie folgt dar:

  • 2013 wurden dem Arbeitsfeld pauschal 10% der Zuwendungen gekürzt. In einigen Bezirken wurden ganze OKJA-Einrichtungen komplett auf eine SHA-Finanzierung umgestellt. In der Folge gingen damit erhebliche Verluste einer Offenen Kinder- und Jugendarbeit und ihrer fachlichen Ausrichtung einher
  • Die Regelfinanzierung für die Offene Arbeit ist seit Jahren nicht auskömmlich. Aktuell liegt die Steigerungsrate bei den Zuwendungen für die OKJA und Familienförderung für die Jahre 2017 auf 2018 bei lediglich 0,38% (im Vergleich: Kita 2,5%, HzE 2,25%). Das Gesamtbudget für die Offene Arbeit in Hamburg liegt aktuell auf dem Niveau von 2013.
  • Eine Refinanzierung von Tarifsteigerungen findet nur teilweise statt.
  • Von rund 300 Einrichtungen im Jahr 2005 (Fachgespräch vom 8.6.2005: OKJA in den HH-Bezirken) existieren 2017 noch 244, davon verfügen 93 über bis zu einer und 124 über weniger als 2 Vollzeitstellen (Drs. 21/8806).
  • Die in §4 SGB VIII festgeschriebene partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und freien Jugendhilfeträger weicht einer zunehmenden Kontrolle und Steuerung durch die jeweiligen Jugendämter.
  • Ehrenamtliche Vorstände kleiner freier Träger sind kaum noch in der Lage die gestiegenen administrativen Anforderungen zu bewältigen. In der Folge kommt es zu einem „Ausverkauf“ solcher Einrichtungen, die von großen Verbänden, HzE-Trägern oder sogar völlig fachfremden Trägern„geschluckt“ werden.
  • Der eigenständige primär außerschulische Bildungsauftrag der Offenen Arbeit im Sinne der Unterstützung von Subjektbildung (wilde Bildung) verwandelt sich zunehmend in die Unterstützung eines institutionalisierten Bildungsverständnisses der Schulen. Gleichzeitig erfüllen solche Kooperationen oft nicht einmal die Mindestanforderungen an eine fachliche Zusammenarbeit; Standards der Offenen Arbeit kommen wenig zum Tragen.
  • Wir beobachten, dass die Offene Kinder- und Jugendarbeit als relevantes Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe zunehmend auch aus dem Lehrangebot von Hochschulen und Universitäten verschwindet. Angesichts einer zu erwartenden „Verrentungswelle“ droht die Gefahr, dass es zukünftig an qualifiziertem Nachwuchs für das Arbeitsfeld fehlen wird.

Gleichzeitig erleben wir eine Politik, in der Kinder, Jugendliche und Familien – wieder einmal – zunehmend als „verhaltensauffällig“, „defizitär“ oder auch als „gefährlich“ stigmatisiert werden und im Zuge dessen verstärkt reglementiert, kontrolliert und normiert wird.

Wir erleben eine öffentliche Jugendhilfe und Fachpolitik, die auf gesellschaftliche Entwicklungen – wie beispielsweise eine auf hohem Niveau stagnierende Armutsentwicklung – mit Maßnahmen reagiert, die sich an althergebrachten „fürsorgerischen“ bis massiv intervenierenden Reaktionsformen orientiert.

Wir benötigen dringend eine kontinuierliche fachliche Verständigung untereinander mit dem Ziel einer fachlichen und politischen Absicherung der Offenen Arbeit als Gesamtarbeitsfeld.

Aus den genannten Gründen rufen wir auf zur Gründung einer landesweiten Interessenvertretung der Offenen Arbeit und laden alle Interessierten ein an diesem Vorhaben teilzunehmen, seien sie aktiv als Träger, MitarbeiterInnen in den Einrichtungen (kommunal oder in freier Trägerschaft), in den Verwaltungen und an den Hochschulen.

Das Auftakttreffen findet statt am Dienstag, den 17. April um 10 Uhr, der genaue Ort sowie der Ablauf werden noch in einer gesonderten Einladung mitgeteilt.
Am 29. März findet um 10 Uhr ein letztes Vorbereitungstreffen für diese Auftaktveranstaltung
im Verband Kinder- und Jugendarbeit in der Budapester Str. 42 statt. Alle Interessierten sind
herzlich eingeladen, um eine Anmeldung per Mail ( info@vkjhh.de) wird gebeten.

Erstunterzeichner_innen:
Conny Fiedler-Hellmann, Streetlife e.V.; Marion Lewandowski, Haus Warwisch e.V.; Jörn Stronkowski, Streetlife e.V., Jeung-A Anna Kim, Jugendclub Mittendrin; Rene Plettner, Bauspielplatz Berne e.V.; Stefan Baumann, INVIA Hamburg e.V.; Evin Kandemir, Dolle Deerns e.V.; Heike Rupp, Mädchentreff Schanzenviertel e.V., Dagmar Klages, AK Spielhäuser; Joachim Gerbing, VKJH e.

Vollversammlung

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

wir laden euch herzlich ein zur

Vollversammlung des 1. Semesters im Bachelor Soziale Arbeit
am Dienstag, den 20.12.16 um 13:30 Uhr in der Versammlungsstätte.

Auf der Vollversammlung wollen wir über das „Gemeinsame Belegen“ als Alternative zum aktuellen Seminarzuteilungsverfahren beraten und abstimmen. Die Idee ist sich gemeinsam über die Seminarverteilung zu einigen, sich inhaltlich mit den Seminaren zu befassen und strukturelle Probleme zu erkennen sowie Initiativen für deren Lösung anzustoßen, statt die Verteilung einem Zufallsgenerator zu überlassen. Das Konzept findet ihr hier auf der Website des FSR Soziale Arbeit.

Für die Versammlung schlagen wir folgende Tagesordnung vor:

  1. Begrüßung
  2. Einleitung in das Gemeinsame Belegen und aktueller Stand des Verfahrens
  3. Diskussion
  4. Abstimmung

Nach dem Probelauf in der Projektwoche haben wir viele Anregungen für die Ablaufplanung einbezogen und arbeiten derzeit eine Feinplanung aus, welche in den nächsten Tagen fertiggestellt und auch auf der FSR-Website eingestellt wird.

Wir freuen uns auf eine lebendige und produktive Vollversammlung!

Die Vorbereitungsgruppe Gemeinsames Belegen

Projektwoche WiSe 16/17

Gemeinsames Belegen: Für eine Alternative zum Zuteilungsverfahren
Dienstag, 22.11.16, 13:45 – 15:45 Uhr, Versammlungsstätte

Früher sind Studierende zu Beginn des Semesters einfach in die Seminare gegangen, die sie interessierten, ohne sich zu koordinieren. Das führte zu viel Chaos und erschwerte die Lehr- und Lernbedingungen zusätzlich.

Das Zuteilungsverfahren wie es jetzt ist, sollte ein Kompromiss sein zwischen individueller Beliebigkeit und einem starr vorgegebenen Stundenplan als Lösung. Doch zufriedenstellend ist es nicht (zufälliges Auslosen, überfüllte Seminare, genervte Studierende und Lehrende etc.). Aus der zunehmenden Kritik daran haben Studierende und Lehrende sich in den vergangenen Semestern mit möglichen Alternativen auseinandergesetzt.

Eine davon ist das „Gemeinsame Belegen“, ein Konzept, das bereits an der Alice-Salomon-Hochschule für Soziale Arbeit in Berlin erfolgreich praktiziert wird.
Im Kern geht es darum: Sich gemeinsam – bei Bedarf moderiert – über Wünsche, Interessen, Gründe, warum man ein Seminar besuchen möchte, etc. kooperativ zu verständigen und zu einigen. Damit wollen wir nicht nur die Seminare in einer kürzeren Zeit verteilen, sondern sie auch mit neuen Anregungen beginnen (statt passiv vor dem Computer zu sitzen und die Daumen zu drücken, dass man „gewinnt“).

Auf der Veranstaltung wollen wir einen Probedurchlauf durchführen, bei dem das Verfahren vorgestellt und dann an einer exemplarischen Wahl erprobt werden soll. Dabei können wir uns alle ein genaueres Bild machen, Fragen klären oder neue aufwerfen.

Das Straßenkinderprojekt KIDS: Es ist Zeit für eine Wende der Privatisierungspolitik!
Mittwoch, 23.11.16, 10:00 – 12:00 Uhr, im ZG 10 (Zwischengeschoss)

Aktuell droht das KIDS, Deutschlands größtes Straßenkinderprojekt am Hauptbahnhof, die räumliche Grundlage seiner Arbeit dauerhaft zu verlieren: Im Oktober wurden dem KIDS seine Räume im Bieberhaus, welche seit 1993 genutzt wurden, gekündigt. Als kurzfristige Zwischenlösung sollen Container in der Nähe des Hauptbahnhofs dienen, eine langfristige Perspektive fehlt jedoch, was bereits jetzt die jugendlichen Nutzerinnen und Nutzer gefährdet.

Im Jahre 2006 wurde das Bieberhaus zusammen mit 38 anderen Immobilien, die sich im Eigentum der Stadt Hamburg befanden, an die neu gegründete Investmentgesellschaft Alstria verkauft. Deren Geschäftsmodell basiert darauf, Gebäude ihren früheren Eigentümern teuer zurück zu vermieten.
Im Rahmen des Konzepts eines „sauberen Hauptbahnhofs“ vom Senat soll das KIDS nun einem protzigen Eingang für die „Belétage“ im 1. Stock weichen.

Was mit dem KIDS passiert, ist ein deutliches Beispiel der Konsequenzen von Privatisierungspolitik: Durch diese Politik wird das Allgemeinwohl hinter die Profitinteressen einzelner zurückgedrängt. Der Ausverkauf städtischen Eigentums bzw. Allgemeineigentums, erweist sich immer als schädlich für die Gesellschaft und die sozialen Belange der Menschen der Stadt. So wie der Verkauf des Landesbetriebs Krankenhäuser an den Asklepios-Konzern hat auch der Verkauf des Bieberhauses zu einem Verlust von demokratischen Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten geführt.

Auf der Veranstaltung wollen wir mit Burkhard Czarnitzki vom KIDS und Florian Muhl, Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Kindheit und Jugend (LAG KiJu), die Geschichte des Straßenkinderprojektes und den neuen Ansatz in den frühen 90er Jahren der niedrigschwelligen Sozialarbeit kennenlernen, sowie die aktuellen Konflikte diskutieren.
Warum muss das KIDS am Hauptbahnhof bleiben?
Wie können wir als Fachbereich im Sinne des Allgemeinwohls gegen die Privatisierungspolitik eingreifen und das KIDS im Kampf um seine Räume unterstützen?

Mahnwache

anlässlich des 78. Jahrestags der Reichspogromnacht
am Mittwoch, den 9. November 2016 von 15.30 – 17.00 Uhr
Joseph-Carlebach-Platz (Grindelhof).