Filmabend Die Anstalt

Wir wollen uns die Reichen nicht mehr leisten!

Wir laden ein zu einem Filmabend mit der Sendung „Die Anstalt“:
Mittwoch, 18.05.16, 18:30- 20:00 Uhr,
Alexanderstraße 1, Kontrabar (R.0.15)

Die Anstalt ist eine politische Kabarettsendung. Durch die Sendung führen die Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner. Zu ihnen gesellen sich bekannte Gäste aus dem Bereich der Kleinkunst. Regisseur der Sendung ist Frank Hof.

Die Folge, welche wir gucken wollen, handelt von der Schere zwischen Reich und Arm. Dabei wird deutlich: Hinter der wachsenen Sozialen Ungleichheit stehen politische Entscheidungen.

(N)Olympia – Etwas Besseres als Olympia

Forschendes Lernen ist Lernen in der Auseinandersetzung mit den zentralen Fragen unserer Zeit:
Am 29.11. ist die Hamburger Bevölkerung aufgerufen, abzustimmen, ob sich Hamburg für die Olympischen Spiele 2024 bewerben soll. Wie an den vergangenen Olympia-“Events“ deutlich wurde, erwarten uns: Milliarden Kosten und Profite für Coca Cola, McDonalds und Co., Mietensteigerung, unvernünftige Infrastrukturprojekte, Leistungswahn und Aufrüstung des Sicherheitsapparates.

Stattdessen benötigen die öffentlichen Bereiche in Sozialem, Kultur, Gesundheit, Bildung und Infrastruktur opulente Ausgaben, um die städtischen Bedarfe zu erfüllen und eine menschenwürdige Lebensperspektive für alle zu realisieren.

Um diesen Widerspruch zu verdecken, werden seit Monaten Millionen für eine Pro-Olympia-Kampagne missbraucht, die nicht der Mehrheit der Bevölkerung dient, sondern einer kleinen Clique aus Handelskammer, korrupten PolitikerInnen und journalistischen LohnschreiberInnen, die daran verdienen wollen.

Die Hamburger Hochschulen sind aufgerufen, sich zu Olympia zu positionieren. Das wollen wir tun: Wir wollen eine gemeinsame Position diskutieren und weitere Konsequenzen in Form von Aktivitäten, Veranstaltungen und Publikationen vereinbaren, um etwas Besseres als Olympia zu verwirklichen.

Veranstaltung im Rahmen des Hochschultages der HAW Hamburg
am 14.10.15
Zeit: 09:30 – 12:00 Uhr
Raum: Kontrabar, Alexanderstraße 1, R0.15

Etwas Besseres als Olympia

Die Sticker und Bilder auf den Bussen und Bahnen, Geldautomaten, Einkaufzentren usw. machen deutlich: Es wird sich viel Mühe gemacht, der Hamburger Bevölkerung die Olympianischen Spiele schmackhaft zu machen.
Zusammen mit einem Referenten aus dem Nolympia Bündnis wollen wir einen Blick hinter die Fassade der Marketing-Kampagnen und des Tamtams werfen.
Welche Rolle können wir als Mitglieder der Hochschule einnehmen, um etwas Besseres als Olympia zu realisieren?


Die Olympischen Idee war, in der Begegnung von Sportlern aus aller Welt, zu Frieden und internationaler Verständigung beizutragen und damit die Überwindung nationaler Egoismen zu fördern. Fairness und nicht Höchstleistung sollte im Vordergrund stehen. Was ist von diesem Leitgedanken heute übrig?

Die Olympischen Spiele der letzten Jahrzehnte zeigen das Gegenteil: Nationenkonkurrenz und Medaillenspiegel rücken in den Vordergrund,_Militär und Sicherheitsapparat werden aufgefahren, um eine_Eliteveranstaltung von gesundheitsschädlich übertrainierten, oft gedopten Berufssportlern mit viel Show und Brimborium „abzusichern“.
Während die Konsequenzen der geführten Kriege und die wachsende soziale Ungleichheit in der Welt aktuell besonders deutlich werden, soll statt ihnen sinnvoll zu begegnen alles in einen glitzernden Schleier des Verdrängens gehüllt werden.

„Baustellen“ gibt es dabei genügend: Mit der „Schuldenbremse“ als Begründung hat der Senat im Bündnis mit Handelskammer und Konzernen seit Jahren Hamburgs Infrastruktur sowie den Sozialen Sektor verfallen lassen. Jetzt wird von den entsprechenden Akteuren gelockt, in dem versprochen wird z.B. die dringend benötigten Wohnungen, Sportstätten und neue Straßen im Zuge der Olympischen Spielen zu bauen. Warum dies nur mit Olympia möglich sein soll, bleibt fragwürdig. Zudem ist aus den Erfahrungen der vergangenen Olympiaden  bekannt, dass sich die Ausrichtung der Spiele schädlich auf die soziale Entwicklung der Stadt auswirkt: Lebenserhaltungskosten und Mieten steigen erheblich und Menschen mit wenig Geld werden verdrängt.

Gegen diese Pläne hat sich erheblicher Widerstand aus der Bevölkerung organisiert,  um die Gründe aufzuzeigen, warum die Stadt etwas Besseres als Olympia braucht – das Geld ist offensichtlich da.
Aber warum will der Senat gegen die Interessen der Hamburger Bevölkerung Milliarden an Steuergeldern für Olympia ausgeben, die bisher für eine soziale_Stadtentwicklung zurückgehalten wurden – etwa für die Sanierung von Turnhallen und Schwimmbädern, die bedarfs­gerechte Ausstattung von Hoch­schu­len und Schulen, den sozialen Wohnungs­bau, den Aus­bau des öffent­lichen Personen­nahverkehr (HVV) und die menschen­würdige Unterstützung von Menschen auf der Flucht oder die sonst gesellschaftlich ausgegrenzt werden?
Warum haben München, Boston, Oslo und andere Städte es vorgezogen, dass Olympia bei ihnen nicht stattfindet?
Wer profitiert von Olympischen Spielen (in Hamburg)?
Und welche Rolle können wir als Mitglieder der Hochschule einnehmen, um etwas Besseres als Olympia zu realisieren?

Diesen und anderen Fragen wollen wir zusammen mit einem Referenten des Nolympia Bündnisses
nachgehen und dabei die sozialen Aspekte rund um die Olympischen Spiele beleuchten.

Etwas Besseres als Olympia!
Informations- und Diskussionsveranstaltung
Mittwoch,  23.09.15, 18.00 Uhr in der Kontrabar (R.0.15)

Solidarität mit der griechischen Bevölkerung: Zwischen Austeritätsdiktat und solidarischem Aufbruch

Do., 25. Juni 15, 19 Uhr
Ort: Barmbek Basch, Wohldorfer Straße 30, HH(U- Dehnhaide)

Referenten:
Ioannis Stathas (SYRIZA, Mitglied des griechischen Parlaments)
Gabriele Heinecke (Juristin, AK Distomo) zur Entschädigung
Rolf Becker (Schauspieler) zu sozialen Bewegungen (angefragt)

Nachdem die neue griechische Regierung die Frage der Kriegsentschädigungen wieder auf die Tagesordnung gesetzt hat, sind in der hiesigen Presse vermehrt Meldungen über die angeblich ‚faulen‘ und ‚gierigen‘ Griechen zu finden. Diese Hetze soll ablenken:
70 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Faschismus sind die Verheerungen, die die Truppen des faschistischen Deutschen Reichs während der vierjährigen Besatzung Griechenlands angerichtet haben, immer noch ungesühnt. Im Interesse des deutschen Kapitals wurden damals in riesigem Ausmaß Rohstoffe und Industrieanlagen geraubt und dem griechischen Staat eine Zwangsanleihe abgepresst. Die direkte Folge war eine schwere Hungernot im Herbst und Winter 1941/42 bei der fast eine halbe Millionen Menschen starben. Darüber hinaus wurden von deutschen Faschisten in ganz Griechenland Massaker an der Zivilbevölkerung verübt, so etwa 1944 in dem Ort Distomo. Für diese Verbrechen wurden vom Rechtsnachfolger des Deutschen Reichs und den Konzernen, die damals von den Raubzügen profitierten, nie Entschädigungen geleistet. Die griechischen Regierungen haben sich immer wieder für die Begleichung der deutschen Reparationsschulden eingesetzt – aber weitgehend erfolglos. Von einer griechischen Kommission wurden die bestehenden Schulden im April auf 278 Mrd. Euro beziffert.

Schulden müssen bezahlt werden!?
Wie verlogen die Diskussion um die gegenwärtigen Schulden Griechenlands ist, wird angesichts der Dreistigkeit mit der durch das Auswärtige Amt über Jahrzehnte das Begleichen der Kriegsschulden verhindert wurde, besonders deutlich.
Infolge der so genannten Bankenkrise der Jahre 2007ff. geriet Griechenland unter das Diktat der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF und wurde zum Testfeld für die Zerstörung des Sozialstaats. Die privaten Gläubiger (deutsche, französische u.a. Banken) wurden „gerettet“ und es fand eine massive Umschuldung hin zu den öffentlichen Gläubigern und damit eine verstärkte Belastung der Bevölkerung statt. Gleichzeitig wurde mit Unterstützung der griechischen Eliten eine neoliberale Politik durchgesetzt, die massive Zerstörungen zur Folge hatte: So kollabierte das öffentliche Gesundheitswesen, ein Drittel der Menschen ist derzeit nicht krankenversichert, mehr als die Hälfte der Krankenhäuser wurden geschlossen, die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei ~60 %. Die Selbstmordrate und die Säuglingssterblichkeit sind signifikant angestiegen.
Gegen diese Krisenpolitik wurde in den vergangenen Jahren von der griechischen Bevölkerung in außerparlamentarischen Bewegungen breiter Widerstand organisiert (Generalstreiks, Besetzung öffentlicher Plätze, Fabrikübernahmen unter ArbeiterInnenkontrolle (VIOME) etc.) und mit der Gründung von solidarischen Gesundheitseinrichtungen die soziale Not selbstorganisiert bekämpft.

Solidarischer Aufbruch
Mit dem Wahlerfolg des linken SYRIZA-Bündnisses hat diese Opposition gegen die neoliberalen Verhältnisse auch Eingang ins griechische Parlament gefunden. Es konnten auf diesem Weg bereits einige Erfolge errungen werden, so etwa ein Armutsbekämpfungsprogramm mit kostenloser Stromversorgung und Essensausgabe sowie Mietunterstützung und die Schließung einiger der schlimmsten Auffanglager für Geflüchtete.
Die Härte und Kompromisslosigkeit mit der von der Mehrheit der EU-Staaten gegen die Bestrebungen von SYRIZA reagiert wird, zeigt, dass die neoliberale Hegemonie in Griechenland angekratzt wurde. Um diese Kämpfe zu vertiefen, müssen wir hier (im Kern des EU-Imperialismus) die gescheiterte Austeritätspolitik angreifen und beseitigen, das ist gelebte Internationale Solidarität. Die Sühne der Verbrechen des (deutschen) Kapitals an der griechischen Bevölkerung wäre ein entscheidender Schritt.
Mit dieser Veranstaltung wollen wir über die reale Situation in Griechenland aufklären, gemeinsam von den sozialen Bewegungen lernen und diskutieren, wie wir sie unterstützen können.

Veranstalter: VVN BdA-Hamburg Nord, AG Antifa / Gegen Rechts LINKE Hamburg

Unterstützer: ver.di Jugend Hamburg, ver.di AntiRa, Hamburger Bündnis gegen Rechts, Barmbeker Ini gegen Rechts, Gedenkstätte Ernst Thälmann, Deutscher Freidenker-Verband Landesverband Nord e.V., Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V., Verein Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik e.V., MC Kuhle Wampe, Willi-Bredel-Gesellschaft

Solidarität statt Konkurrenz! Lernfabriken … meutern

Aufruf der LandesAstenKonferenz:

Hochschulen haben den Auftrag für die positive Entwicklung der Menschheit tätig zu sein! Denn »der Hochschulbetrieb ist [als antifaschistische Konsequenz] nur soweit gerechtfertigt, als er Dienst am Menschen bleibt.« (»Blaues Gutachten« zur Hochschulreform, 1948). In Solidarität gelingt dieser Auftrag durch kritisch-eingreifende Wissenschaft, emanzipatorische Studienreform und demokratische Hochschulentwicklung.
Alle, die dafür eintreten, bilden die Alternative zu Verwertungszwängen und Entfremdung der »unternehmerischen Hochschule«. Durch bedarfsgemäße Finanzierung, (Re-)Demokratisierung und Abschaffung
aller Konkurrenz schürenden Instrumente können die Hochschulen stärker durch Forschung, Lehre und Bildung zur Schaffung sozialer Gleichheit, ökologischer Nachhaltigkeit und Frieden beitragen.
Die aktuelle humanitäre Krise, die perspektivlos in der Zuspitzung des profitgetriebenen Gegeneinander besteht, zeigt deutlich die Bedeutung von Bildung für die gesellschaftliche Entwicklung. Denn für echte Problemlösung und eine befreiende Entwicklung sind mündige Menschen unerlässlich. Bildung ist kritische
Aneignung der Welt in ihrer widersprüchlichen Geschichte und Gegenwart, um als verantwortliche Persönlichkeiten die humane Entwicklung der Gesellschaft mitzugestalten. Davon sollen uns die aktuell katastrophalen Bedingungen, unter den Bildung stattfindet, abhalten. Exemplarisch hierfür stehen: Prüfungen und Androhung der Zwangsexmatrikulation, begrenzte Studien- und Seminarplätze, fehlende Master-Plätze und der damit gewollten Konkurrenz unter Studierenden ab dem 1.Semester. Diese Instrumente sind nicht auf wissenschaftliche Erkenntnis oder selbstständiges, kritisches Denken gerichtet, sondern auf Aussieben und Konformität. Sie führen zu einem verschärften Gegeneinander und dem Druck als Individuum damit allein klarkommen zu müssen. Das macht Menschen kaputt.
Deswegen sollten wir uns nicht mehr gegenseitig suggerieren, wer es nicht schaffe, sei ein Versager und selber schuld, sondern im Austausch als Gleiche uns über unsere Bedürfnisse und Ansprüche verständigen.
Wissenschaft als solidarische Angelegenheit trägt so zur Entfaltung des Menschen bei.

Nehmen wir es in die Hand:
am Mittwoch, den 17. Juni 2015, um 18 Uhr als Demonstration ab Hauptbahnhof zum Uni-Campus: Solidarität statt Konkurrenz!
Lernfabriken … meutern!

60 Tage nach dem Senatsantritt von SPD und Grün bekräftigen wir unsere Ansprüche und treten ein für:

  • Paritätische, demokratische und entscheidungsbefugte Gremien auf allen Ebenen und Abschaffung des Hochschulrats durch eine erneute Novelle des Hamburgischen Hochschulgesetzes (HmbHG)
  • Masterplätze für Alle durch die kombinierte Zulassung, Aufstockung der Studienplätze in Bachelor und Master und die sofortige Umsetzung als ersten Schritt der sog. »Experimentierklausel« für die kombinierte Zulassung in den Lehramtsstudiengängen und der Psychologie
  • Menschliche Arbeitsbedingung für alle Beschäftigten durch die Entprekarisierung und Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, wie sofort durch Ausfinanzierung des Code of Conducts
  • Die Ausfinanzierung der Hochschulen, angefangen durch BAföG-Millionen und die Überwindung des Drittmittelwahns, zur Ermöglichung von ziviler Wissenschaft im Dienst der Allgemeinheit

Mit dem Eintreten für demokratische Hochschulen für die Allgemeinheit, ein gesamt solidarisches Bildungssystem und bessere Arbeitsbedingung wirken wir mit allen solidarisch, die für die soziale, kulturelle und demokratische Teilhabe aller Menschen und damit die Überwindung von Partikularinteressen streiten.

Semesterauftakt 2014

Solidarität statt Konkurrenz
Für einen befreienden Semesterbeginn

Weltweit spitzt sich die soziale Ungleichheit zu. Der Zugang zu menschenwürdiger Arbeit, Wohnung, Gesundheit, Kultur und Bildung ist immer mehr denjenigen vorbehalten, die das Geld dafür haben und wird zunehmend denjenigen verwehrt, die dies nicht haben.

Statt zur Lösung dieser gesellschaftlichen Problemlagen beizutragen, sorgen die Regierungen in Deutschland wie im übrigen Westen durch Kürzungs- bis hin zur Kriegspolitik für eine weitere Verschärfung der Krise.

Dieser weitgehende Ausschluss der Mehrheit vom gesellschaftlich hervorgebrachten Reichtum wird seitens Wirtschaft und Politik mit der Behauptung es sei kein Geld da (Schuldenbremsenideologie) versucht zu legitimieren. Für die Gewinnmaximierung der Wenigen soll die Mehrheit der Bevölkerung den Gürtel enger schnallen.

Gegen diese fortgesetzte Ausbeutung der Menschen für Profitinteressen müssen die Ursachen von Armut und sozialer Ungleichheit wissenschaftlich durchdrungen werden, um Partei zu ergreifen für eine soziale, demokratische und friedliche Entwicklung der Gesellschaft. Dies stellt die Wissenschaft vor ihre eigentlichen Aufgaben.

Vor diesem Hintergrund müssen am Fachbereich Soziale Arbeit soziale Errungenschaften und Problemlagen analysiert, beschrieben und Lösungen (weiter)entwickelt werden.

Der Fachschaftsrat (FSR) ist – als Teil und im Geiste der durch die ’68er Studentenbewegung und ihre Nachfolgeorganisationen erkämpften demokratischen Selbstverwaltung der Hochschulen – Akteur in diesen Auseinandersetzungen. Hier organisieren sich Studierende gemeinsam, um solidarisch für verallgemeinerbare soziale, politische und kulturelle Interessen der Studierenden zu streiten. Dies bedeutet auch sich wissenschaftskritisch gegen die zunehmende Tendenz zu wehren, das Soziale unter dem Aspekt der Verwertbarkeit (Humankapital) zu fassen. Statt sich an dieser Unterwerfung des Sozialen zu beteiligen, gilt es gegen die dahinter stehende menschenabgewandte Haltung klar Opposition zu beziehen. Daher wirkt der FSR für die Entwicklung einer gesellschaftlich verantwortlichen Lehre, Wissenschaft und Forschung, die es gemeinsam mit allen Hochschulmitgliedern zu realisieren gilt.

In den vergangenen Semestern hat der FSR in den Projektwochen Veranstaltungen zur „Repolitisierung der Sozialen Arbeit“, zur Frage „Angepasst oder kritisch Studieren?“ und zum konkurrenzhaften Menschenbild des Kapitalismus, dem „homo oeconomicus“ organisiert.

Anknüpfend daran planen wir als FSR für dieses Semester anlässlich 100 Jahre Erster Weltkrieg und 75 Jahre Zweiter Weltkrieg u.a. eine antifaschistische Filmreihe. Lernend aus der Geschichte werden in den Filmen die nach der Befreiung vom Faschismus gemeinsam gebildeten Ansprüche an eine solidarische Gesellschaft deutlich. Die uneingelösten Hoffnungen von damals – auch gefasst im Grundgesetz sowie im Potsdamer Abkommen von ’45 – auf Überwindung von Ungleichheit und Unterdrückung drängen weiterhin auf ihre Realisierung. Auf dieser Grundlage wenden wir uns gegen alle Ideologien, die Konkurrenz, Ungleichheit und Unterdrückung als Natur des Menschen („Der Mensch ist des Menschen Wolf“) und die Verhältnisse als alternativlos darstellen. Dagegen wollen wir Teil einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung sein.

Dafür setzt sich der FSR für Verbesserungen in der Wissenschaft, im Studium und in der Hochschule ein. Zusammen können wir so mit Publikationen, gemeinsam organisierten Veranstaltungen und Aktionen für eine solidarische Kultur im Fachbereich und darüber hinaus eingreifen.

Reformierung des Hamburger Hochschulgesetzes

2001 hat das Bundesverfassungsgericht den hochschulgesetzlich eingeführten Managementstrukturen die verfassungswidrige Entmündigung von WissenschaftlerInnen bescheinigt, voraufhin erst im Sommer letzten Jahres der politische Senat einen Entwurf für die Überarbeitung des Hamburgischen Hochschulgesetzes (HmbHG) vorgelegt hat, welcher die zukünftige Hochschulentwicklung bestimmen soll.

Dem Gesetzentwurf fehlt es bisher an einer kohärente Konzeption für die weitere Entwicklung von Bildung und Wissenschaft: Die Unternehmerische Hochschule soll entgegen einer demokratischen Gruppenhochschule immer noch Vorbild der Struktur bleiben.

Der Gesetzesentwurf muss nun weiter in der Bürgerschaft überarbeitet werden. Nach bisherigem Zeitplan soll das neue Gesetz im Juli 2014 verabschiedet werden. Bis dahin soll eine Expertenanhörung und eine öffentliche Anhörung dazu stattfinden, in denen wir als Mitglieder der Hochschulen für die Zukunft von Wissenschaft und Forschung kritisch eingreifen müssen, um eine wirkliche Redemokratisierung und Studienreform durchzusetzen.

Kommt alle zur Vollversammlung und zur Öffentlichen Anhörung:

Vollversammlung
am 25.4.2014, um 14 Uhr, in der Aula Berliner Tor 21

im Anschluss gehen wir gemeinsam zur:
Öffentliche Anhörung des Wissenschaftsausschuss
am 25.4.2014, um 17 Uhr, in der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 6, Reimarus – Saal

Wenn ihr zur gleichen Zeit Seminare habt, könnt ihr fragen, ob das Seminar gemeinsam zur Versammlung gehen will. Wir bemühen uns um Absprachen, dass keiner Nachteile wegen der Teilnahme an der VV erhält.

Wortprotokoll der Öffentlichen Anhörung des Wissenschaftsausschusses am 25. April 2014 zur Änderung des Hochschulgesetzes

Wortprotokoll der Expertenanhörung des Wissenschaftsausschusses am 15. April 2014

Verbesserungen beginnen mit Beendigung von Verschlechterungen

Nach wie vor stellt die vom Senat verfolgte Linie aus Schuldenbremsenorientierung ein ernstzunehmendes und zu überwindendes Hindernis für die Verwirklichung weitreichender positiver Ambitionen dar. Dementgegen geht es ebenfalls nach wie vor darum aus den Einrichtungen, Institutionen und Organisationen heraus für ihre jeweilige spezifische gesellschaftliche Bedeutsamkeit Partei zu ergreifen und gemeinsam unsere Ansprüche für eine allgemeinwohl- und friedensorientierte Entwicklung für alle zu heben. Dafür darf es in den öffentlichen Einrichtungen für Soziales, Bildung, Kultur und Gesundheit keine weiteren Verschlechterungen geben. Seit November 2012 engagieren wir uns zusammen mit anderen Hoschulmitgliedern in einem Bündnis mit Gewerkschaften, Sozialverbänden und anderen Aktiven mit der Unterschriftenkampagne „Verbesserungen beginnen mit der Beendigung von Verschlechterungen“ für die Zurücknahme der Schuldenbremse.

Am 15.10. wollen wir im Rathaus wieder Unterschriften übergeben zu der von uns unterstützen Kampagne „Verbesserungen beginnen … mit der Beendigung von Verschlechterungen“, die sich gegen die Kürzungspolitik des Hamburger Senats richtet.
Bislang sind wir bei einem Stand von 5766 übergebenen Unterschriften (Stand: 02.08.2013).

Die Kampagne ist nach wie vor sehr aktuell, richtig und sehr wirksam in ihrer solidarischen Bezugnahme auf einen gemeinsam aus der Bevölkerung heraus zu realisierenden grundsätzlichen und notwendigen Politikwechsel.
Jetzt muss es darum gehen, dass wir unseren Ambitionen Nachdruck verleihen und in den Auseinandersetzungen nachlegen um neu positiv bestimmend zu sein.
Lasst uns daher wieder neu aktiv werden, Unterschriften in den Einrichtungen und in der Stadt sammeln und mit unseren Mitmenschen diskutieren, um so für alle Menschen zu verallgemeinern, dass es richtig und freudvoll ist in den Bereichen Soziales, Bildung, Gesundheit und Kultur und den hier vorhandenen öffentlichen Einrichtungen für Verbesserungen zu kämpfen und somit selbst (!) hervorzubringen.

Unterschriften Listen können im FSR Raum der Sozialen Arbeit (R.014) abgeholt werden, unterschriebene Listen in unser Postfach, oder im FSR Raum abgegeben werden.

Besichtigung KZ Gedenkstätte Neuengamme

Die Soziale Arbeit war im Dritten Reich maßgeblich an der Vernichtung von über 6 Mio. Menschen beteiligt, daher ist es wichtig sich mit den damals wirkenden Mechanismen und Ideologien auch heute noch zu beschäftigen, deshalb plant der FSR Soziale Arbeit eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erinnert an die über 100 000 Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges Häftlinge des größten Konzentrationslagers in Nordwestdeutschland waren.
Wir werden an einer 3-stündigen Führung  der Gedenkstätte teilnehmen und anschließend besteht die Möglichkeit individuell die Ausstellungen zu begehen. 

Samstag den 16. März 2013, 12:00 Uhr
KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Jean-Dolidier-Weg 7521039 Hamburg

Anmeldung:
Bitte meldet euch per Mail bei Jennifer.Koch@haw-hamburg.de an, die Teilnahme ist kostenfrei.